Sitka Gold (TSXV: SIG; FRA: 1RF) ist in erster Linie ein Goldexplorer und wird dies auch bleiben. Dennoch ist die heute angekündigte allererste Bohrung auf dem Sitka-Kupferprojekt Copperine River in Nunavut eine Herzensangelegenheit von CEO Cor Coe. Lange vor der Entdeckung des RC-Goldprojekts im Yukon im Jahr 2021 hat Sitka in den Jahren 2015 bis 2019 schon äußerst erfolgreiche Erkundungen auf diesem 120 km² großen Kupferprojekt durchgeführt, das strategisch günstig 60 Kilometer von der Hafenstadt Kugluktuk entfernt liegt.
Die Ergebnisse waren herausragend: Seinerzeit wurden auf dem vulkanischen „WIN“ Ziel an der Oberfläche Kupferwerte von bis zu 41,54% gemessen und 13,45% Kupfer auf dem sedimentären Ziel „Copper Leaf“, 55 Kilometer von WIN entfernt. Die Geologen haben die Hypothese anschließend formuliert, dass es sich bei Copper Leaf um ein ausgedehntes sedimentbasiertes Kupfersystem handeln könnte. Die Gravitationsdaten zeigen eine rund 100 Meter breite und potenziell mehrere Kilometer lange Anomalie. Genau diese Anomalie will Sitka mit den jetzt beginnenden Bohrungen endlich testen.
Dass es sich für Sitka Gold zwar um eine Nebensache, aber nicht um eine Kleinigkeit handelt, lässt sich daran ablesen, dass das sonst eher für seine Zurückhaltung bekannte Unternehmen als Beispiel für Lagerstätten nach der Art von Copper Leaf die Kamoa-Mine in Katanga in der Demokratischen Republik Kongo nennt, die über 739 Millionen Tonnen mit 2,67 % Cu beherrbergt. Als Beispiel für vulkanische Kupferlagerstätten mit einem Mineralisierungsstil, der dem WIN Ziel ähnelt, nennt Sitka die Keewena-Halbinsel in den USA mit 387,5 Millionen Tonnen mit einem Kupfergehalt von 2 % und insgesamt 15,5 Milliarden Pfund Kupfer.

Abbildung 1: Das Coppermine River Projekt liegt logistisch günstig nur 60 Kilometer von der Hafenstadt Kugluktuk entfernt. Durch den Klimawandel ist die Nordwestpassage immer einfacher passierbar.

Abbildung 2: Das Profil der Gravitationsanomalie von Copper Leaf zeigt einen gewaltigen Ausschlag direkt über einer rund 100 Meter breiten sedimentären Kupfermineralisierung.
Das Coppermine River-Projekt befindet sich über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Arctic Copper Corp zu 100 % im Besitz von Sitka. Die erste Phase der Bohruntersuchungen in Coppermine umfasst Bohrungen mit bis zu 1.000 Meter Gesamtlänge. Der Schwerpunkt der Bohrungen liegt auf der Erprobung von zwei vorrangigen Kupferzielen, den Lagerstätten Copper Leaf und WIN, die zuvor vom Unternehmen im Rahmen von ersten Kartierungen, Oberflächenprobenahmen und geophysikalischen Untersuchungen zwischen 2015 und 2019 definiert wurden. Bei Oberflächen-Stichproben in Copper Leaf wurden in diesem Zeitraum bis zu 13,45 % Kupfer und 65,0 g/t Silber ermittelt, während bei Oberflächenproben in WIN bis zu 41,54 % Kupfer und 36,0 g/t Silber ermittelt wurden.
Die Zielgebiete befinden sich etwa 30 km und etwa 60 km von der kommerziellen Landebahn in Kugluktuk und den nahe gelegenen Gezeitengewässern entfernt, die alternative kommerzielle Transportmöglichkeiten bieten, da die Nordwestpassage kürzlich zu einer befahrbaren Schifffahrtsroute geworden ist.

Abbildung 3: Beispiele für Oberflächengestein an den Zielen Copperleaf und WIN. Massiver stratiformer Chalkosin im Husky Creek Sandstein ist am Copperleaf-Vorkommen zu sehen, wo eine Stichprobe aus diesem Material 13,45 % Cu und 11,0 g/t Ag ergab. Massiver Chalkosin und Malachit sind am WIN-Vorkommen zu sehen, wo die Stichprobe R442005 40 % Cu und 36,0 g/t Ag ergab.
Cor Coe, Director und CEO von Sitka Gold: „Wir freuen uns sehr, dass das erste Bohrprogramm in unserem Projekt Coppermine River, wo unsere bisherigen Arbeiten, darunter Oberflächenprobenahmen und geophysikalische Gravitationsmessungen, einige vielversprechende Bohrziele identifiziert haben, nun begonnen hat. Das Gebiet um den Coppermine River ist als reichhaltiges Mineralvorkommen bekannt, jedoch wurden erst kürzlich die Schifffahrtswege durch die Nordwestpassage eröffnet, die nun eine rentable Möglichkeit bieten, diese Mineralien auf den Markt zu bringen. Während der Hauptfokus und die Priorität des Unternehmens weiterhin auf der Weiterentwicklung seines Flaggschiff-Projekts RC Gold liegen, wo derzeit im Rahmen eines für 2025 geplanten Diamantbohrprogramms mit 30.000 Metern vier Bohrgeräte im Einsatz sind, ist das Potenzial für die Entdeckung einer bedeutenden, hochgradigen Kupferlagerstätte bei Coppermine sehr überzeugend, und wir erwarten mit Spannung die ersten Ergebnisse dieser ersten Bohrphase.“
Das Copper Leaf-Zielgebiet von Sitka Gold
Die Copper Leaf-Lagerstätte ist eine neue stratiforme Kupferentdeckung in Sedimentgestein, die vom Feldteam von Sitka während der ersten Erkundungsprospektion in diesem Gebiet gemacht wurde. Die Lagerstätte Copper Leaf liegt etwa 60 km südwestlich von Kugluktuk und besteht aus einer disseminierten und massiven Chalkosin- und Malachitmineralisierung innerhalb der Husky Creek-Sandsteine, wobei die Mineralisierung in der Nähe eines großen Gabbro-Dikes zu liegen scheint, der sich über mehr als 12 km in Nord-Süd-Richtung erstreckt.
Von Sitka durchgeführte Schwerkraftmessungen über dem Copper Leaf-Vorkommen ergaben eine starke Schwerkraftanomalie mit einer Breite von etwa 90 Metern in der Nähe des Gabbro-Dikes, und nachfolgende Schwerkraftmessungen in der Umgebung deuten auf ein bedeutendes Streichpotenzial entlang der Ostflanke des Gabbro-Dikes über mehr als 400 Meter hin. Dies ist ein gutes Zeichen für die Entdeckung großer sedimentgeführter Kupferlagerstätten in diesem Gebiet, da sich dieser Kontakt zwischen Gang und Sediment über mehr als 12 km durch die Bergbaukonzessionen des Unternehmens erstreckt.
Die Vorkommen WIN und HA befinden sich etwa 30 km südöstlich von Kugluktuk und etwa 55 km nordöstlich des Vorkommens Copper Leaf. In diesem Gebiet kommen mehrere Mineralvorkommen vor, die von disseminierten Kupfersulfiden in den unteren Sedimenten der Rae-Gruppe bis zu hochgradigen Bruchfüllungsadern in den Basaltströmen der darunter liegenden Copper Creek-Formation reichen.
Sieben Proben, die von Sitka-Mitarbeitern aus massiven Chalkosin-Mineralisierungen in den Basaltströmen historischer Testgruben im WIN-Vorkommen entnommen wurden, ergaben Ergebnisse zwischen 0,05 % und 41,54 % Kupfer. Drei Proben aus ähnlichen Chalkosin-Mineralisierungen in Basalt aus historischen Gräben im HA-Vorkommen ergaben Werte zwischen 1,45 % und 17,55 % Kupfer.

Abbildung 4: Karte der Ziele WIN und HA mit der Lage und den Werten der Oberflächengesteinsproben
Fazit: Auf dem RC-Goldprojekt hat Sitka in der laufenden Saison inzwischen fast die Hälfte seiner 30.000-Meter-Bohrkampagne abgeschlossen. Mit vier Bohrern wurden bis dato 37 neue Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 14.387 Meter gebohrt. Davon sind bisher nur drei Bohrlöcher veröffentlicht. Bei 34 Bohrlöchern wartet Sitka auf die Ergebnisse, während auf Blackjack, Saddle, Eiger und Rhosgobel weiter gebohrt wird. An Nachrichten wird bei Sitka in nächster Zeit kein Mangel sein. Dennoch sticht das kleine Bohrprogramm auf Copper Mine River heraus. Beide Ziele, WIN und Copper Leaf, bieten die Chance große, hochgradige Kupferlagerstätten neu zu entdecken. Sitka Aktionäre bekommen diese Entdeckungsphantasie quasi als Bonus, während die RC-Gold-Entdeckung weiter wächst. Nicht vergessen sollte man die anderen beiden Goldprojekte im Portfolio von Sitka Gold: Alpha Gold in der Carlin Gold Provinz in Nevada und Burro Creek in Arizona. Auch diese Projekte sind für Überraschungen gut, erst recht in einem Goldmarkt wie wir ihn aktuell erleben.