Goliath Resources (WKN A2P063 / TSXV GOT) hat weitere Goldäquivalent-Auswertungen aus dem 2025er Bohrprogramm der Surebet-Entdeckung im Golden Triangle (British Columbia) veröffentlicht. Und durch die Einrechnung von Silber, Kupfer, Blei und Zink erhöhen sich die zuvor kommunizierten reinen Goldgehalte in den nun vorliegenden 56 Bohrergebnissen im Mittel um starke 19,6%!
Über alle 110 Bohrlöcher der Saison 2025 ergibt sich laut Unternehmen damit eine durchschnittliche Aufwertung der Gehaltswerte um 16,5% durch die Einbeziehung der potenziellen zukünftigen Beiprodukte. Zudem berichtet Goliath, dass das Modell eines „gestapelten“ Ader- und Loden-Systems für die Surebet-Entdeckung auf Basis der aktuellen Daten deutlich ausgeweitet wurde – aber dennoch weiterhin seitlich wie in die Tiefe offenbleibt.
Goliath betont in den soeben erst veröffentlichten Ergebnissen eine Reihe besonders hochgradiger Abschnitte. Als Beispiel nennt das Unternehmen von Gründer und CEO Roger Rosmus unter anderem 24,16 g/t Goldäquivalent (AuEq) über 7,00 Meter in Bohrloch GD-24-280. Parallel stellt Goliath metallurgische Zwischenergebnisse, eine hohe Quote mit bloßem Auge sichtbaren Goldes in Bohrkernen sowie die Dimensionen und Kennzahlen der fünf Hauptzonen des Systems heraus. Für 2026 kündigt das Unternehmen ein vollständig finanziertes Bohrprogramm an, das vor allem der Erweiterung dieser Zonen dienen soll.
Zu den in der Meldung besonders hervorgehobenen AuEq-Intervallen zählen unter anderem:
- GD-24-280 (2024 gebohrt, 2025 erneut geloggt): 24,16 g/t AuEq (24,05 g/t Au, 5,78 g/t Ag) über 7,00 m, eingebettet in 17,32 g/t AuEq über 10,00 m und 8,35 g/t AuEq über 23,00 m (Bonanza Zone).
- GD-25-319: 30,06 g/t AuEq (29,09 g/t Au, 53,55 g/t Ag) über 4,00 m, innerhalb von 11,14 g/t AuEq über 10,95 m und 9,48 g/t AuEq über 12,90 m (Golden Gate Zone).
- GD-25-405: 21,33 g/t AuEq über 3,75 m, innerhalb von 10,74 g/t AuEq über 8,30 m und 8,66 g/t AuEq über 10,30 m (Golden Gate Zone).
- GD-25-332: 20,67 g/t AuEq über 3,87 m, innerhalb von 13,93 g/t AuEq über 5,75 m (Eldorado Zone).
- GD-25-359: 9,04 g/t AuEq über 5,00 m (Surebet Zone), wobei hier die Silberkomponente (u. a. 269,16 g/t Ag) deutlich sichtbar wird.
Die Auswahl zeigt gleichzeitig, dass Surebet Abschnitte mit sehr unterschiedlichen Metallmischungen liefert: teils golddominiert, teils mit hohen Silberanteilen, und insgesamt eingebettet in ein System aus wiederkehrenden Quarz-Sulfid-Texturen.
Modell wächst: 156.000 Bohrmeter und fünf Hauptzonen mit 46 goldreichen Loden
Goliath Resources verknüpft die AuEq-Resultate mit einem Update zur Größenordnung der Exploration. Nach Unternehmensangaben wurden in vier Bohrsaisons 2021 bis 2024 insgesamt 92.000 Meter gebohrt, was zur Modellierung eines riesigen, gestapelten Adersystems führte. Die Saison 2025 habe mit mehr als 64.000 Metern das modellierte System weiter ausgedehnt. In Summe seien damit über 156.000 Meter Bohrungen auf Surebet absolviert.
Goliath betont zudem, dass 100% der bisher gebohrten Löcher Goldmineralisierung durchschnitten hätten. Das Unternehmen spricht von über 1.500 Pierce Points in fünf Hauptzonen, die zusammen 46 mineralisierte Loden umfassen und weiterhin offen für Erweiterungen seien. Zusätzlich wird hervorgehoben, dass 100% der Bohrlöcher „erhebliche Quarz-Sulfid-Mineralisierung“ durchschnitten hätten.
Ein prominentes Qualitätsmerkmal, das Goliath wiederholt, ist die hohe Quote sichtbaren Goldes: In der 2025er Kampagne hätten 83 von 110 Bohrlöchern (rund 76%) mit bloßem Auge sichtbares Gold gezeigt (VG-NE). Über alle bisherigen Bohrungen seien es 355 von 386 Löchern (rund 92%), die VG-NE enthalten.
In einem aktualisierten Modell gliedert Goliath das System in fünf Zonen mit jeweils charakteristischen Abmessungen und Lodenanzahlen:
- Bonanza Zone: Streichlänge 1,8 km (NW–SE) und 1,1 km (NE–SW), 5 Loden bis 19 m mächtig, kombinierte Mächtigkeit bis 27 m, bleibt offen.
- Surebet Zone: 1,2 km (NW–SE) und 930 m (NE–SW), 9 Loden bis 19 m, kombiniert bis 30 m, offen zur SW.
- Golden Gate Zone: 1,3 km (E–W) und 820 m (N–S), 18 Loden bis 14 m, kombiniert bis 49 m, offen.
- Whopper Zone: 800 m (N–S) und 450 m (E–W), 12 Loden bis 6 m, kombiniert bis 30 m, offen.
- Eldorado Zone: 680 m (E–W) und 700 m (N–S), 2 Loden bis 5 m, kombiniert bis 7 m, offen.
Als separates Element beschreibt Goliath zudem goldreiche Eozäne Gänge (Dykes), die sich bis 1,4 km (N–S) erstrecken sollen, mit vertikalem Relief bis 890 m, Mächtigkeiten bis 25 m und ebenfalls offenen Erweiterungsmöglichkeiten.
Metallurgie und 2026er Ausblick: Gewinnungsraten, sichtbares Gold und Fokus auf Erweiterung für Goliath
Ein weiterer zentraler Teil der Mitteilung betrifft metallurgische Untersuchungen. Goliath berichtet, dass Tests an einem Komposit-Bohrkern über eine Kombination aus einfacher Schwerkraftaufbereitung (gravity) und Flotation zu Wiedergewinnungsraten von 92,2% für Gold, 86,5% für Silber, 94,2% für Blei und 96,9% für Zink geführt hätten. Bei einer Zerkleinerung auf 327 Mikrometer und mit Schwerkraftmethoden allein seien schon 48,8% Gold und 10,3% Silber gewonnen worden. In der Mitteilung wird ausdrücklich erwähnt, dass keine Cyanidlaugung erforderlich gewesen sei, um Gold und Silber zu gewinnen. Vorteilhaft ist zudem, dass die bisherige Metallurgie eine benigne Gesteinszusammensetzung ohne schädliche Elemente zeige (mit Verweis auf eine frühere Meldung vom 1. März 2023).
Der geologische Rahmen wird durch den Hinweis ergänzt, dass hochgradiges Gold bei Surebet in drei unterschiedlichen Wirtsgesteinspaketen identifiziert wurde: flach einfallende, goldreiche Quarz-Sulfid-Brekzien/Stockwork-Adern; goldreiche eozäne, intermediäre bis felsische Gänge; sowie jüngst erkannte, breitere goldreiche Zonen in kalksilikatisch alterierter Brekzie. Goliath leitet daraus das Vorhandensein einer nahegelegenen „Motherlode“-magmatischen Quelle ab, also einer verursachenden Intrusion, die das System speisen könnte.
Für 2026 kündigt Goliath Resources ein vollständig finanziertes Bohrprogramm an, das hauptsächlich auf die Erweiterung der fünf Hauptzonen ausgerichtet sei. Die laufende Datenkompilation und Interpretation solle dabei helfen, Zielbereiche zu definieren – sowohl für weitere Step-outs als auch für die Annäherung an die vermutete intrusive Quelle des Systems.