Norsemont Mining (CSE: NOM, OTC: NRRSF, Deutschland: LXZ1) meldet ein Update zum laufenden Bohrprogramm auf seinem Gold- und Kupferprojekt Choquelimpie in Chile. Nach Unternehmensangaben sind die ersten sieben Kernbohrungen (DDH) des Phase-3-Programms abgeschlossen. Insgesamt wurden dabei 1.650 Meter gebohrt. Ziel der Arbeiten ist es, u.a. höhergradige Goldzonen in der Tiefe besser nachzuzeichnen und damit zusätzliche Informationen für mögliche Erweiterungen der Ressource in einem Tagebau-Szenario zu gewinnen.
Der operative Zeitplan wird allerdings vom jährlich wiederkehrenden Wetterphänomen „Altiplano Winter“ beeinflusst. Norsemont Mining hat daher angekündigt, die Bohrarbeiten vorübergehend zu unterbrechen. Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten im April 2026 wieder aufgenommen werden, um das Phase-3-Programm wie vorgesehen abzuschließen: insgesamt 20 Bohrungen mit zusammen rund 5.000 Metern.

Norsemont Mining treibt Phase 3 voran – sieben Bohrungen abgeschlossen, 20 sind geplant
Nach Darstellung von Norsemont Mining konzentriert sich die Phase-3-Bohrkampagne auf die Ausdehnung höhergradiger Goldmineralisierung in Fallrichtung („down-dip“). Als Schwelle nennt das Unternehmen dabei Goldgehalte von über 1 Gramm pro Tonne innerhalb bestimmter, brekzienartiger Zonen (hydrothermale Brekzien). Die sieben bislang niedergebrachten Bohrungen sollten genau diese Bereiche in der Tiefe testen und die Geometrie der mineralisierten Körper genauer eingrenzen.
CEO Marc Levy spricht in diesem Zusammenhang von ermutigenden geologischen Hinweisen aus der Beobachtung der bislang gewonnenen Bohrkerne: Man habe in der Tiefe höhergradige hydrothermale Brekzienkörper geschnitten. Das stütze die Annahme, dass sich die bekannten Zonen nicht nur seitlich, sondern auch vertikal erweitern lassen könnten. Parallel dazu laufe bereits die Planung und Genehmigungsvorbereitung für ein umfangreicheres Phase-4-Programm im Jahr 2026.
Für die praktische Umsetzung der Fortsetzung setzt Norsemont Mining darauf, dass sich die Wetterbedingungen im April ausreichend stabilisieren. Dann soll das Team die verbleibenden Bohrungen der Phase 3 abarbeiten und damit die Datengrundlage für die nächsten Schritte verbreitern.
Proben im Labor: Erste Auswertungen liegen vor – weitere Assays im Quartal erwartet
Norsemont Mining teilt darüber hinaus mit, dass die Bohrproben des 2025er Programms an das Labor übergeben wurden. Für zwei Bohrungen seien bereits erste Ergebnisse eingetroffen, wobei einzelne Abschnitte wegen sogenannter „Over-Limit“-Werte – was bedeutet, dass erste Analyseergebnisse die Nachweisgrenzen des Labors überschreiten – nochmals untersucht werden müssen. Zudem liegen laut dem Unternehmen bereits Teilergebnisse zu weiteren Bohrungen vor. Die noch ausstehenden Analysen erwartet das Unternehmen im Verlauf des laufenden Quartals.
Kommt es bei einzelnen Metallen zu Messwerten oberhalb der Genauigkeitsgrenzen der Standardmethode, werden Nachbestimmungen („Re-Assays“) durchgeführt. Norsemont nennt konkrete Schwellen: bei Silber 100 ppm, bei Kupfer 10.000 ppm, bei Blei 5.000 ppm und bei Zink 10.000 ppm. Solche Nachanalysen sind branchenüblich, weil sie bei sehr hohen Gehalten eine präzisere Einordnung ermöglichen.
Was die Bohrkerne bisher zeigen – Hinweise auf Brekzienkörper und mineralisierte Zonen in der Tiefe
Auch ohne bislang veröffentlichte Gehaltsangaben beschreibt Norsemont Mining, was die ersten Bohrungen geologisch geliefert haben. Bohrloch MV25-DD01 habe wie erwartet die Vizcacha-Hydrothermalbrekzie durchschnitten; dafür liegen bereits erste Assays vor, einzelne Bereiche müssen wegen Over-Limit-Werten wie gesagt erneut analysiert werden. MV25-DD02 wurde bis 239 Meter gebohrt und traf vom Ansatzpunkt bis 145 Meter Tiefe überwiegend auf die Vizcacha-Brekzie; darunter dominierten brekziierte porphyrische Gesteine, begleitet von teils starkem Sulfidanteil – lokal nennt das Unternehmen Werte bis etwa 20%.

Mit MV25-DD03 zielte Norsemont Mining auf die Choque-Zone in der Tiefe, unterhalb eines Bereichs, in dem das Ressourcenmodell 2025 höhere Goldgehalte ausweist. Das Bohrloch erreichte 275 Meter und schnitt vor allem argillisch alterierte porphyrische Einheiten; in der oberen Hälfte kamen zudem Abschnitte hydrothermaler Brekzie hinzu. Die Oxidation wird hier bis 12,5 Meter Bohrlochlänge angegeben – ein Detail, das später bei metallurgischen Überlegungen eine Rolle spielen kann.
MV25-DD04 (200 Meter) und MV25-DD05 (221 Meter) dienten ebenfalls der Erkundung der Choque-Zone. Beide Bohrungen berichten von einer Abfolge aus porphyrischen Gesteinen und Brekzienabschnitten; in MV25-DD04 wird eine Matrix aus überwiegend Pyrit beschrieben, in MV25-DD05 werden Brekzienkörper mit 10 bis 20% Sulfiden erwähnt, darunter Enargit. MV25-DD06 (225 Meter) testete erneut die Vizcacha-Zone und könnte nach Einschätzung des Teams darauf hindeuten, dass ein Brekzienkörper größer ist als bislang im Modell abgebildet.
Für Norsemont Mining ergibt sich daraus ein klarer Arbeitsplan: Erstens die verbleibenden Bohrungen der Phase 3 nach dem Wetterfenster fertigstellen, zweitens die ausstehenden Laborergebnisse vollständig einholen und drittens die Datenbasis für die bereits in Vorbereitung befindliche Phase 4 erweitern. Aussagen zu konkreten Goldgehalten will das Unternehmen machen, sobald die Assays vollständig vorliegen – die ersten Meldungen dazu stellt Norsemont Mining „in Kürze“ in Aussicht.