Lake Victoria Gold (TXV LVG / WKN A3E4WC) meldet neue hochgradige Goldgehalte von bis zu 35,45 g/t Gold aus Probenahmen in handwerklichen Abbaustellen auf dem zu 100 % eigenen Tembo-Projekt im Nordwesten Tansanias!
Die Ergebnisse stammen aus einem jüngsten Grabprobenprogramm auf aktiven, von lokalen Goldschürfern betriebenen Gruben und sollen die Zieldefinition für das geplante Bohrprogramm im ersten Quartal 2026 verfeinern. Parallel konkretisiert Lake Victoria Gold die Entwicklungsplanung mit Blick auf eine mögliche Verarbeitung über eine bestehende Aufbereitungsanlage in unmittelbarer Projektnähe.
Lake Victoria Gold identifiziert neue hochgradige Zonen auf dem Tembo-Projekt
Im Rahmen der Kampagne besuchte Lake Victoria Gold insgesamt acht aktive Abbaustellen lokaler Goldschürfer innerhalb der genehmigten Bergbaulizenzen des Tembo-Projekts. Die entnommenen Grabproben stammen sowohl von freigelegtem mineralisiertem Material an der Oberfläche als auch aus flachen Abbausohlen. Zwei Bereiche wurden dabei neu identifiziert, weitere zwei korrespondieren mit bereits bekannten Zielen aus früheren Bohrprogrammen, die bislang jedoch nur begrenzt und teils unsystematisch erbohrt wurden.
Besonders ins Auge fallen die Resultate aus mehreren Kernzonen des Projekts:
- Ngula 1 lieferte Proben mit Gehalten von bis zu 35,45 g/t Gold und 12,94 g/t Gold. Diese Werte bestätigen die Einstufung von Ngula 1 als primäres Bohrziel von Lake Victoria Gold und unterstreichen die Kontinuität hochgradiger Strukturen an der Oberfläche.
- Ngula 2 erzielte Grabproben von 35,21 g/t, 10,27 g/t und 10,30 g/t Gold und knüpft damit an historische Resultate aus Abbau und Exploration an.
- Am bislang nur begrenzt bebohrten Mgusu-Ziel wurden 5,90 g/t Gold nachgewiesen – ein Hinweis auf weiteres Potenzial außerhalb der bisherigen Kernzonen.
- Die neu kartierte Zone Nyangomango lieferte Proben mit 7,86 g/t und 8,50 g/t Gold.
- Auf Nyakagwe East bestätigten erneut Aktivität lokaler Goldschürfer Gehalte von 22,68 g/t und 3,16 g/t Gold und deutet damit auf mögliche nordwestliche Erweiterungen bereits bekannter Mineralisierung hin.
Lake Victoria Gold weist darauf hin, dass es sich bei Grabproben um selektive Probenahmen handelt. Sie dienen der Bestätigung des Vorhandenseins von Goldmineralisierung und der Schärfung von Bohrzielen, sind jedoch nicht repräsentativ für den durchschnittlichen Gehalt einer Lagerstätte.
Strukturgeologie und Bohrziele von Lake Victoria Gold auf Tembo
Die geologischen Beobachtungen im Zuge der Probenahmen liefern zusätzliche Hinweise zur strukturellen Kontrolle der Goldvererzung auf dem Tembo-Projekt. Die höheren Goldgehalte sind typischerweise an rauchig-graue Quarzgänge gebunden, die in gescherten Basalten auftreten und sichtbare Sulfide wie Pyrrhotin und Pyrit enthalten.
Die aktiven artisanal betriebenen Abbaustellen folgen mehreren strukturellen Trends, darunter nordost-, nordwest- sowie ost-west-streichende Strukturen. Diese Ausrichtungen decken sich mit der bestehenden strukturellen Interpretation von Lake Victoria Gold für die gesamte Tembo-Lizenzfläche und werden durch lineare magnetische Anomalien untermauert, die gleichfalls entlang dieser Richtungen auftreten.
Ein weiteres Merkmal des Projektgebiets ist eine 4 bis 10 Meter mächtige Deckschicht aus transportierten alluvialen Sedimenten, die die primären Gesteine überlagert. Die handwerklichen Abbaustellen schneiden diese Überdeckung lokal auf und geben punktuelle Einblicke in die darunterliegende Mineralisierung. Für Lake Victoria Gold lässt sich daraus ableiten, dass entlang der identifizierten strukturellen Trends weitere verdeckte Zonen mit Goldpotenzial existieren könnten, die bislang noch nicht oder nur unzureichend mit Bohrungen überprüft wurden.
Auf Basis der aktuellen Ergebnisse hat das Unternehmen drei prioritäre Bohrziele definiert, die bislang keine ausreichende Bohrabdeckung aufweisen und daher im Fokus des geplanten Programms stehen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der detaillierten Erkundung von Ngula 1, ergänzt um systematische Tests an weiteren strukturellen Korridoren wie Ngula 2, Mgusu, Nyakagwe East und Nyangomango.
Entwicklungsstrategie von Lake Victoria Gold: Von der Exploration zur potenziellen Produktion
Parallel zur technischen Arbeit treibt Lake Victoria Gold die Planungen für eine mögliche zeitnahe Produktionsaufnahme auf dem Tembo-Projekt voran. Zentrales Element ist dabei eine bereits kommunizierte, unverbindliche Einverständniserklärung (Letter of Intent oder LOI) mit Nyati Resources (T) Limited über potenzielle Verarbeitungsvereinbarungen.
Nyati betreibt eine Carbon-in-Pulp (CIP)-Aufbereitungsanlage mit einer Kapazität von rund 500 Tonnen pro Tag auf einer der Bergbaulizenzen von Lake Victoria Gold. Die laufenden Gespräche zielen auf eine Toll-Processing-Vereinbarung, die es dem Unternehmen ermöglichen könnte, künftig im Rahmen eines Lohnverarbeitungsmodells Erz aus dem Tembo-Projekt in dieser Anlage aufzubereiten.
Eine solche Vereinbarung wäre an mehrere Voraussetzungen gebunden, darunter:
- erfolgreiche Bestätigungsbohrungen,
- die erforderlichen Genehmigungen,
- sowie der Abschluss eines rechtsverbindlichen Verarbeitungsvertrags.
Lake Victoria Gold spricht in diesem Zusammenhang von einem potenziellen Pfad zu einer kurzfristig realisierbaren Produktionslösung, die auf vorhandene Infrastruktur zurückgreift und damit den Kapitaleinsatz für den Aufbau einer eigenen Anlage begrenzen könnte. Ziel ist es, 2026 eine verbindliche Vereinbarung mit Nyati zu finalisieren.
Das geplante Bohrprogramm von Lake Victoria Gold soll im ersten Quartal 2026 starten und zunächst engmaschig auf einem 300 – 400 Meter langen Abschnitt von Ngula 1 ansetzen. Dort liegen bereits aus früheren Bohrungen und jüngsten Grabproben konsistent hohe Goldgehalte vor. Das Programm ist darauf ausgerichtet, die Ressourcengrundlage zu erweitern und die geologische Kontinuität der Strukturen in Richtung Tiefe und entlang des Streichens besser zu definieren.