Die Analysten von Stifel Nicolaus reagieren auf die jüngsten Bohrergebnisse des kanadischen Goldexplorers Goliath Resources (TSXV GOT / WKN A2P063) mit einer schnellen „Flash Note“. Darin weisen sie insbesondere darauf hin, dass Goliath von seiner Surebet-Entdeckung immer wieder „hohe Goldgehalt über abbaubaure Mächtigkeiten“ nachweist.
Erst am gestrigen Montag hatte das Unternehmen von Gründer und CEO Roger Rosmus die Resultate von vier Bohrlöchern vorgelegt, wobei das Highlight nach Ansicht der Experten Bohrung GD-25-377 war, die 15 Meter mit 5,2 g/t Gold und darin enthalten 7,02 Meter mit 10,25 g/t Gold aufwies. Im Durchschnitt, so Stifel weiter, hätten zudem die Bohrungen in den Zonen Bonanza und Goldzilla 6,7 Meter mit 7,14 g/t Gold erbracht. Das, hieß es weiter, entspreche einer Steigerung von etwa 20 % gegenüber dem bisher im System durchschnittlich erbohrten Gehalt (gewichteter Durchschnitt von 5,89 g/t Gold über 8,83 Meter).
Nach Ansicht der Stifel-Analysten versteht der Markt die Qualität der von Goliath nachgewiesenen Unzen nicht richtig, was die Chance auf eine Neubewertung eröffne. Sie sehen die Ergebnisse aus der Goldzilla-Zone als interessant an, da mit dem jetzt gemeldeten Bohrloch die Ader Goldzilla GZ1 um 80 auf nun 580 Meter nach Nordwesten verlängert worden sei. Noch hat Stifel Goldzilla im Minenplan für Goliath nicht berücksichtigt, da diese Zone nur rund 6% des Explorationsziels von 4,28 Mio. Unzen Gold aus mache. Allerdings, hieß es weiter, könnten zusätzliche Ausweitungen des Ausmaßes und der Qualität der Entdeckung eine potenzielle Einbeziehung rechtfertigen, was weiteres Upside für die derzeitige Bewertung bedeuten könne.
Als wichtig stellt Stifel heraus, dass die Bohrungen in der Bonanza-Zone das Zutrauen in die hochgradige Ressource, mit der bei einem zukünftigen Abbau potenziell begonnen werden könnte, erhöht haben. Denn die Bohrungen in der Ader Bonanza BN1 hätten hohe Gehalte über abbaubare Mächtigkeiten (7,02m @ 10.25g/t Gold in Loch GD-25-377) erbracht, und zwar nahe an dem Material, von dem die Analysten erwarten, dass es auf Bonanza früh abgebaut wird. Und das sei positiv für die Wirtschaftlichkeit des Projekts positive.
Bei Stifel nämlich schätzt man, dass das höhergradige „Starterpaket“ der Bonanza BZ2-Ader 3,1 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 7,17 g/t enthält, was etwa 710.000 Unzen entspricht. Dieses Material befinde sich nahe der Oberfläche, würde weniger Untertageentwicklung benötigen und stelle ein Szenario mit einer geringen Amortisationsdauer für die ersten drei Jahre des Minenlebens dar, während der Abbau auf 4.000 Tonnen pro Tag hochgefahren werde. Nach Ansicht der Experten helfen Bohrungen in der BN1-Ader dabei, das Zutrauen in eine entstehende Unzenbank zu erhöhen, die früh im Betrieb der Mine angegangen würde.
Kursziel von 5,00 CAD für Goliath Resources
Die Bewertung des Unternehmens basiert auf der These der Analysten, dass der Markt die Qualität der Unzen, die Goliath regelmäßig erbohrt unterschätzt wird. Zudem geht man davon aus, dass bis zum ersten Quartal 2026 dem Markt weitere 80 Bohrlöcher gemeldet werden, was die Bekanntheit der Entdeckung erhöhen und die Chance auf eine Neubewertung eröffnen werde. Aktuell werden Goliath Resources wird derzeit mit dem 0,22-fachen des Spot-P/NAV-Wertes gehandelt, oder, gemessen an den Kennzahlen der Explorationsphase, mit 12 USD/Unze (gehaltsbereinigt) gegenüber G2 Goldfields mit 97 USD/Unze (gehaltsbereinigt) oder Great Bear mit 98 USD/Unze (gehaltsbereinigt) zum Zeitpunkt der Übernahme. Zur Erinnerung: Die ersten 150 Bohrlöcher von Surebet ähneln den ersten 150 Bohrlöchern der Dixie-Entdeckung der ehemaligen Great Bear (2022 von Kinross für 1,45 Mrd. US-Dollar erworben) mit einem Durchschnitt von 124 g*m gegenüber 129 g*m in der LP-Zone von Dixie, was einer Differenz von nur 4 % entspricht.
Insgesamt betrachtet Stifel die Meldung zu den jüngsten Bohrungen von Goliath Resources als „leicht positiv“ und halten an ihrem Kursziel von 5,00 CAD fest