Prismo Metals (CSE: PRIZ; WKN A2QEGD) hat eine strategische Umstellung in seinem Arizona-Portfolio umgesetzt: Das Unternehmen hat sämtliche Rechte, Interessen und Verpflichtungen am Hot Breccia-Kupferprojekt im Herzen des Arizona Copper Belt an eine eigenständige Projektgesellschaft (Blade Resources Inc.) übertragen. Parallel dazu läuft das Bohrprogramm von Prismo Metals auf dem Silver-King-Projekt weiter – inklusive erster geologischer Beobachtungen aus dem Auftaktloch und dem Start des zweiten Bohrlochs.
Mit der Blade-Transaktion will Prismo Metals zwei Ziele gleichzeitig erreichen: Das Hot-Breccia-Projekt soll über eine dedizierte Gesellschaft zügig Richtung Bohrstart entwickelt werden, während Prismo Metals den operativen Fokus auf die verbleibenden eigenen Projekte in Arizona richtet – insbesondere Silver King und Ripsey Gold.
Prismo Metals erhält 24% an Blade und 185.000 Dollar – Hot Breccia soll noch dieses Jahr gebohrt werden
Im Zuge der Vereinbarung erhielt Prismo Metals eine Barzahlung von 185.000 US-Dollar und 6.755.000 Stammaktien der Projektgesellschaft. Nach Abschluss der Transaktion hält Prismo Metals damit rund 24% der ausstehenden Anteile und ist nach eigenen Angaben der größte Einzelaktionär.
Die strategische Logik dahinter: Prismo Metals wandelt die bisherige Projektposition in Hot Breccia in eine substanzielle Beteiligung an einer Gesellschaft um, deren einziger Auftrag die Weiterentwicklung dieses Kupferprojekts ist. Gleichzeitig verweist das Management darauf, dass die Verantwortlichen und Finanziers der Projektgesellschaft Erfahrung darin hätten, Explorationsprogramme der für Hot Breccia erforderlichen Größenordnung zu finanzieren. Entsprechend erwartet Prismo Metals, dass Hot Breccia noch in diesem Jahr in die Bohrphase überführt wird.
Für Prismo Metals bringt die Struktur weitere Rechte mit sich. Das Unternehmen kann eine Person für den Verwaltungsrat der Projektgesellschaft nominieren (ein erster Kandidat wurde noch nicht benannt). Zudem erhielt Prismo Teilnahmerechte an künftigen Eigenkapitalrunden, um bei Bedarf zu den gleichen Konditionen wie andere Investoren nachzeichnen zu können und den eigenen prozentualen Anteil zu halten.
Aus Sicht von Prismo Metals ergibt sich damit ein „Zwei-Schienen-Modell“: Hot Breccia wird über die Projektgesellschaft finanziert und gebohrt, ohne dass Prismo Metals hierfür unmittelbar eigenes Kapital aufnehmen und die eigenen Aktionäre verwässern muss. Zugleich bleibt Prismo Metals über die Beteiligung an möglichen Explorationserfolgen beteiligt.
Silver King: Erstes Bohrloch erreicht 145 Meter und trifft Mineralisierung wie prognostiziert
Während Hot Breccia in die Hände einer Projektgesellschaft übergeht, berichtet Prismo Metals über die Fortschritte auf Silver King in Arizona. Demzufolge erreichte Bohrloch SK-26-01 seine Endteufe von 145 Metern und durchteufte dabei den mineralisierten Körper wie aus den historischen Daten erwartet.
In der Nähe der Höhe des historischen 114-Fuß-Levels wurden zwei kleine Hohlräume angetroffen, die als mögliche alte Untertagebereiche interpretiert werden. Ab diesem Niveau setzte Quarzgangbildung ein, die sich über rund 100 Fuß entlang des Bohrlochs fortsetzte. In mehreren Intervallen wurden sichtbare Sulfide festgestellt. Darüber hinaus wurden Silberminerale – einschließlich gediegen Silber – sowohl visuell als auch mithilfe eines tragbaren XRF-Geräts bestätigt. Genannt werden außerdem silberführende Sulfidminerale wie Freibergit (silberhaltiger Tetraedrit), Stromeyerit (AgCuS) sowie vermutlich Akanthit (AgS).
Das zweite Bohrloch SK-26-02 ist nach Angaben des Unternehmens aktuell bei einer Tiefe von rund 47 Metern angelangt. Die Bohrarbeiten laufen damit planmäßig weiter, während die mineralogischen Beobachtungen aus SK-26-01 bereits Hinweise liefern, dass die Bohrung in den erwarteten mineralisierten Bereich eingetreten ist.
Bohrplan 2026: 1.000 Meter Phase 1 – und parallel ein zweites Programm über Hot Breccia
Für Prismo Metals ist Silver King in Phase 1 als 1.000-Meter-Diamantbohrprogramm konzipiert, das die obere Partie eines steil einfallenden, röhrenartigen mineralisierten Körpers testen soll. Geplant sind neun Bohrlöcher. Eine zweite Phase ist vorgesehen, um tiefere Niveaus sowie Bereiche neben und unterhalb historischer Grubenbaue zu untersuchen; zusätzliche Bohrungen werden dabei ausdrücklich als Option genannt.
Durch die Auslagerung von Hot Breccia in die Projektgesellschaft entsteht für Prismo Metals faktisch die Möglichkeit, zwei Projekte parallel voranzutreiben. Während Prismo Metals die Bohrungen auf Silver King (und perspektivisch Ripsey Gold) fokussiert, soll die Projektgesellschaft – gestützt durch ihre Kapitalbasis – Hot Breccia in die Bohrphase bringen. Das frische Kapital aus der Transaktion (Barzahlung plus Aktienpaket als Finanzierungshebel) ist damit ein Baustein, um eine zweigleisige Bohrstrategie zu ermöglichen: ein Programm unter direkter Regie von Prismo Metals und ein weiteres über die Beteiligungsgesellschaft.