Goldpreis steigt auf Rekordniveau: Tarifdrohung um Grönland treibt Gold Richtung 4.700 US-Dollar

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Der Goldpreis markiert im asiatischen Handel neue Höchststände, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle gegen acht europäische Staaten in Aussicht gestellt hat. Auch Silber erreicht ein Rekordhoch.

Der Goldpreis hat am Montag im asiatischen Handel neue Allzeithochs erreicht und sich zeitweise der Marke von 4.700 US-Dollar je Unze angenähert. Auslöser der jüngsten Bewegung war erneut eine Mischung aus geopolitischer Unsicherheit und Erwartungen an sinkende US-Zinsen. Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Markt, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle gegen acht europäische Staaten angedroht hat – im Zusammenhang mit seinem Vorstoß, die USA sollten Grönland erwerben.

Parallel setzte auch Silber seinen starken Lauf fort: Der Preis sprang um mehr als vier Prozent und kletterte auf ein weiteres Rekordniveau um 94 US-Dollar je Unze. Silber profitiert derzeit nicht nur von seinem Status als Edelmetall, sondern zugleich von seiner industriellen Bedeutung.

Goldpreis im asiatischen Handel auf Rekordkurs

Der Goldpreis knüpfte zu Wochenbeginn an die kräftige Rallye der vergangenen Tage an. Bereits in der Vorwoche hatte das Edelmetall mehrere Rekordmarken nacheinander gesetzt. Marktbeobachter führen die Dynamik vor allem auf eine robuste Nachfrage nach Absicherung zurück: In Phasen steigender politischer Risiken suchen Investoren häufig Zuflucht in Vermögenswerten, die als wertstabil gelten.

Zum Start der neuen Woche blieb diese Nachfrage hoch – auch weil die geopolitische Lage aus Sicht vieler Marktteilnehmer nicht nur kurzfristige Ausschläge erzeugt, sondern zunehmend als struktureller Risikofaktor wahrgenommen wird. Entsprechend reichte ein weiterer Impuls aus der internationalen Politik, um den Aufwärtstrend beim Goldpreis zu verlängern.

Tarifdrohungen im Grönland-Streit erhöhen die Nervosität

Konkret erklärte Trump am Sonntag, er werde neue Zölle auf Waren aus acht europäischen Ländern verhängen, die seinen Plan zum Erwerb Grönlands ablehnen. Nach seinen Angaben soll zunächst ein Zollsatz von 10 % ab dem 1. Februar gelten; ab Juni soll er auf 25 % steigen, falls bis dahin keine Einigung erzielt wird. Zu den betroffenen Ländern zählen laut Bericht unter anderem Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich sowie mehrere nordische und nordeuropäische Staaten. Die Ankündigung stieß in Europa auf deutliche Kritik und schürte Sorgen vor einem breiteren transatlantischen Handelskonflikt.

Für den Rohstoffmarkt ist die Kombination aus geopolitischem Streit und handelspolitischer Eskalation in mehrfacher Hinsicht relevant. Zum einen steigt in solchen Phasen typischerweise die Absicherungsnachfrage, wovon der Goldpreis als klassisches „Sicherheitsmetall“ profitiert. Zum anderen können Zölle und Gegenmaßnahmen Erwartungen an Wachstum, Lieferketten und Inflation beeinflussen – Faktoren, die wiederum die Zins- und Währungsdebatte berühren. In der aktuellen Lage war es vor allem der unmittelbare Risikoimpuls, der Anleger in Edelmetalle trieb.

Silber auf Rekordhoch: Zinsfantasie und Industrie-Rolle verstärken die Ausschläge

Noch ausgeprägter fiel die Reaktion bei Silber aus. Der Silberpreis legte um über vier Prozent zu und erreichte ein neues Rekordhoch bei rund 94 US-Dollar je Unze. Anders als Gold wird Silber nicht nur als Wertspeicher betrachtet, sondern ist zugleich ein Industriemetall. Diese „Doppelfunktion“ kann die Preisbewegungen verstärken – sowohl nach oben als auch nach unten – weil sich Investmentflüsse und industrielle Erwartungen überlagern.

Zusätzlich bleibt das Umfeld durch die Geldpolitik geprägt. Der Bericht verweist darauf, dass der Goldpreis in den vergangenen Wochen auch von der Erwartung getragen wurde, die US-Notenbank könne im weiteren Jahresverlauf mit Zinssenkungen beginnen. Weichere US-Konjunkturdaten und Anzeichen nachlassender Inflation haben diese Spekulationen gestützt. Sinkende Zinsen reduzieren in der Regel die Opportunitätskosten für das Halten von Anlagen ohne laufende Verzinsung – ein Faktor, der sowohl Gold als auch Silber zugutekommen kann.

Schließlich spielten laut Bericht auch Spannungen im Nahen Osten eine Rolle. Gold war in der Vorwoche unter anderem im Zuge erneuter Sorgen über Entwicklungen in der Region gestiegen, einschließlich Spannungen mit Bezug zu Iran. In der Summe entsteht damit ein Marktumfeld, in dem der Goldpreis und Silber gleichermaßen von Risikoaversion und geldpolitischer Fantasie profitieren – und in dem politische Schlagzeilen die kurzfristige Richtung weiterhin maßgeblich bestimmen.

Die positive Entwicklung der Edelmetallpreise geht natürlich an den Rohstoffgesellschaften nicht vorbei – viele Firmen – auch Explorer – haben bereits spürbar zugelegt. Besonders in den Fokus rücken in diesem Umfeld unserer Ansicht nach die Goldprojektentwickler. Ein unserer Ansicht nach besonders spannendes Beispiel finden ist dabei die kanadische First Mining Gold:

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