Ucore Rare Metals unterstützt Section-232-Initiative der US-Regierung, setzt auf US-Aufbereitung von Seltenen Erden

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Ucore Rare Metals sieht in jüngsten US-Handelsmaßnahmen Rückenwind für heimische und verbündete Lieferketten bei kritischen Mineralien – und positioniert sein Louisiana Strategic Metals Complex als Baustein für mehr Verarbeitungskapazität.

Ucore Rare Metals Inc. (TSXV: UCU; WKN: A2QJQ4) hat sich öffentlich hinter jüngste Initiativen von US-Präsident Donald Trump gestellt, die unter Section 232 des Trade Expansion Act die Versorgungssicherheit bei verarbeiteten kritischen Mineralien stärken sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei auch Seltene Erden, deren Bedeutung für Hochtechnologie, Energiewende und Verteidigungsanwendungen in den vergangenen Jahren zu einem geopolitischen Thema geworden ist.

Nach Darstellung von Ucore Rare Metals unterstreichen die Maßnahmen eine Sichtweise, die in der Debatte zunehmend an Gewicht gewinnt: Nicht allein der Bergbau, sondern vor allem die Verarbeitung – also Trennung, Raffination und nachgelagerte Wertschöpfung – gilt als zentraler Engpass in vielen Lieferketten für Seltene Erden und andere kritische Rohstoffe.

Das Unternehmen verweist in diesem Zusammenhang auf eine Proklamation vom 14. Januar („Adjusting Imports of Processed Critical Minerals and their Derivative Products into the United States“), in der Trump darauf hinweist, dass die USA zwar zu den größten Produzenten von abgebauten, unverarbeiteten Seltene-Erden-Oxiden zählen, die begrenzte Verarbeitungskapazität jedoch dazu führe, dass Material exportiert, im Ausland weiterverarbeitet und anschließend wieder importiert werden müsse. Aus Sicht von Ucore Rare Metals bleibt damit selbst bei heimischem Abbau eine strategische Abhängigkeit bestehen, solange Verarbeitungsschritte außerhalb gesicherter inländischer oder verbündeter Strukturen stattfinden.

Ucore Rare Metals und Section 232: Verarbeitung als strategischer Engpass

Mit seiner Stellungnahme ordnet Ucore Rare Metals die aktuellen Schritte in einen größeren Rahmen ein. Section 232 ist ein Instrument, das US-Behörden einsetzen können, wenn Importe als potenzielles Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft werden. Ucore Rare Metals interpretiert die Betonung „verarbeiteter“ kritischer Mineralien und daraus abgeleiteter Produkte als Signal, dass exportbasierte Modelle – Material ins Ausland geben und später zurückholen – künftig stärker im Fokus handelspolitischer Entscheidungen stehen könnten.

Das Unternehmen argumentiert, dass vertikal integrierte, auf Verarbeitung im Inland und in Partnerstaaten ausgerichtete Strategien in einem solchen Umfeld grundsätzlich besser planbar seien. Ein zentrales Risiko, das Ucore Rare Metals benennt, ist die Anfälligkeit von Lieferketten, wenn zwischen Abbau und Endanwendung mehrere grenzüberschreitende Stationen liegen, die jeweils durch Exportkontrollen, Zölle oder politische Spannungen beeinflusst werden können. Für Ucore Rare Metals ist das eine Begründung, die eigene Ausrichtung auf Verarbeitungskapazität als Kern der Unternehmensstrategie zu betonen.

Louisiana Strategic Metals Complex: RapidSX™ als technologische Grundlage

Konkret verweist Ucore Rare Metals auf den Aufbau von US-basierter Infrastruktur zur Aufbereitung Seltener Erden, gespeist durch Material aus „allied jurisdictions“, also befreundeten bzw. verbündeten Ländern. Als Schlüsselprojekt nennt das Unternehmen den Louisiana Strategic Metals Complex (SMC). Dort soll die firmeneigene RapidSX™-Technologie zur Trennung Seltener Erden zum Einsatz kommen, mit einem besonderen Fokus auf schwere Seltene Erden, die unter anderem für Permanentmagnete, Verteidigungssysteme und fortschrittliche Energietechnologien relevant sind.

RapidSX™ beschreibt Ucore Rare Metals als skalierbares, modulares Separationssystem. In der Mitteilung werden mehrere Merkmale hervorgehoben, die – aus Sicht des Unternehmens – zu politischen Zielsetzungen wie schnellerer Kapazitätsaufbau, geringere Abhängigkeiten und verbesserte Genehmigungsfähigkeit passen sollen. Genannt werden beschleunigte Trennzeiten im Vergleich zur konventionellen Lösungsmittelextraktion, eine modulare, wiederholbare Systemarchitektur für eine zügige Skalierung, ein reduzierter Flächenbedarf und geringere Reagenzienbestände sowie der Anspruch, ohne chinesisch bezogene Ausrüstung auszukommen und stattdessen auf Lieferanten aus Nordamerika und verbündeten Staaten zu setzen.

Darüber hinaus verweist Ucore Rare Metals auf einen DPAS-Status (Defense Priorities & Allocations System). Damit verbindet das Unternehmen die Aussage, dass priorisierte Beschaffungsaufträge im Rahmen nationaler Verteidigungsvorhaben von teilnehmenden Zulieferern vorrangig bedient werden müssen. Ucore Rare Metals stellt diesen Aspekt in den Kontext, dass kritische Mineralien nicht nur für zivile Wertschöpfungsketten, sondern auch für sicherheitsrelevante Anwendungen eine Rolle spielen.

Unternehmensausblick: Ausbaupläne und Positionierung in Nordamerika

In der Mitteilung ordnet Ucore Rare Metals den Louisiana-Ansatz als Teil eines größeren Plans ein, die Kontrolle Chinas über zentrale Teile der nordamerikanischen Lieferkette für Seltene Erden zu reduzieren. Neben dem Louisiana SMC nennt das Unternehmen als weitere Perspektive zusätzliche Strategic Metals Complexes in Kanada und Alaska. Langfristig verweist Ucore Rare Metals außerdem auf die Entwicklung des zu 100% kontrollierten Bokan-Dotson Ridge Rare Heavy REE Project („Bokan“) auf dem Prince of Wales Island im Südosten Alaskas.

Pat Ryan, Chairman und CEO von Ucore Rare Metals, fasst die Stoßrichtung des Unternehmens mit dem Anspruch zusammen, Verarbeitungskapazität so aufzubauen, dass sie schnell einsetzbar, effizient skalierbar und verantwortungsvoll betreibbar ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt das Unternehmen die handelspolitische Schwerpunktsetzung auf verarbeitete kritische Mineralien und sieht sich selbst als potenziellen Baustein für die „nächste Phase“ des Aufbaus sicherer Lieferketten in den USA und bei Verbündeten.

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