Barrick mit Rekordquartal: Dividende steigt deutlich, IPO-Pläne für Nordamerika im Fokus

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Barrick Mining (WKN A417GQ) hat Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt und dabei mehrere Rekordmarken hervorgehoben. Demnach erzielte das Unternehmen im Schlussquartal bei einer Goldproduktion von 871.000 Unzen und einer Kupferproduktion von 62.000 Tonnen einen Umsatz von 6,00 Milliarden US-Dollar.

Der operative Cashflow lag Barrick zufolge bei 2,73 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow bei 1,62 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie (verwässert) wird für das Quartal mit 1,43 US-Dollar angegeben; der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,04 US-Dollar. Barrick betont, damit sowohl beim Cashflow als auch bei den Erträgen je Aktie deutlich über dem Vorquartal zu liegen.

Auf Jahressicht meldet Barrick Umsätze von 16,96 Milliarden US-Dollar, einen operativen Cashflow von 7,69 Milliarden US-Dollar und einen Free Cashflow von 3,87 Milliarden US-Dollar. Die Goldproduktion belief sich 2025 auf 3,26 Millionen Unzen, die Kupferproduktion auf 220.000 Tonnen – nach Unternehmensangaben im Rahmen der zu Jahresbeginn kommunizierten Prognose. Vorstandschef Mark Hill führt die Entwicklung auf die Umsetzung des operativen Plans zurück und verweist zugleich auf eine stärkere Beteiligung der Aktionäre am Free Cashflow.

Barrick erhöht Ausschüttungen gemäß neuer Dividendenpolitik

Der Minenkonzern richtet die Ausschüttungen künftig auf eine Zielgröße von 50% des „attributable free cash flow“ aus – annualisiert betrachtet. Bestandteil ist eine feste Basisdividende, die laut Unternehmen um 40% auf 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal angehoben wurde. Zusätzlich soll es jeweils zum Jahresende eine leistungsabhängige „Top-up“-Komponente geben, die sich am im Jahresverlauf erwirtschafteten Free Cashflow orientiert.

Für das vierte Quartal 2025 deklarierte Barrick eine Dividende von 0,42 US-Dollar je Aktie. Das entspreche einem Anstieg um 140% gegenüber dem dritten Quartal. Parallel dazu setzte das Unternehmen sein Rückkaufprogramm fort: Im Gesamtjahr 2025 wurden Aktien im Wert von 1,50 Milliarden US-Dollar zurückgekauft, davon 500 Millionen US-Dollar im vierten Quartal. Barrick beziffert den Effekt auf rund 3,0% der ausgegebenen und ausstehenden Aktien. Insgesamt hat Barrick laut eigener Aussage 2025 rund 2,39 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückgeführt – ein Unternehmensrekord.

Die starke Kapitalrückführung ist auch vor dem Hintergrund der Liquiditätsentwicklung zu sehen. Barrick weist zum Jahresende 2025 eine Cash-Position von 6,71 Milliarden US-Dollar aus – nach Angaben des Unternehmens ein Plus von 65% gegenüber 2024. Dazu trugen neben dem operativen Mittelzufluss auch Erlöse aus dem Verkauf von Nicht-Kern-Assets bei: Der Abschluss der zuvor angekündigten Verkäufe von Hemlo und Tongon im vierten Quartal brachte die gesamten Einnahmen aus entsprechenden Transaktionen im Jahr 2025 auf 2,6 Milliarden US-Dollar (einschließlich Donlin und Alturas).

Operative Entwicklung: Gold und Kupfer im Plan, Kosten bewegen sich mit Preis- und Inputfaktoren

Operativ meldet Barrick für das vierte Quartal eine um 5% höhere Goldproduktion gegenüber Q3. Die Kostenkennzahlen bewegten sich dabei nicht einheitlich: Der „cost of sales“ (COS) für Gold lag im vierten Quartal bei 1.904 US-Dollar je Unze, die „total cash costs“ (TCC) bei 1.205 US-Dollar und die „all-in sustaining costs“ (AISC) bei 1.581 US-Dollar je Unze. Barrick weist darauf hin, dass der Gold-COS je Unze im Vergleich zum Vorquartal um 22% und die AISC je Unze um 3% gestiegen sind. Als operative Treiber nennt das Unternehmen unter anderem eine gute Performance bei Nevada Gold Mines, wobei Carlin im Quartalsvergleich 25% mehr Produktion geliefert habe. Zudem habe Pueblo Viejo einen weiteren Rekord beim Durchsatz erreicht, was geringere Ausbeuten aus gelagertem Material in bestimmten Prozesskreisläufen teilweise kompensiert habe.

Im Gesamtjahr 2025 lag die Goldproduktion mit 3,26 Millionen Unzen um 17% unter 2024, allerdings innerhalb der Prognose. Barrick gibt für 2025 einen Gold-COS von 1.697 US-Dollar je Unze, TCC von 1.199 US-Dollar und AISC von 1.637 US-Dollar an. Die Kennzahlen seien leicht über der Prognose ausgefallen, unter anderem wegen höherer Royalties bei höheren realisierten Goldpreisen sowie wegen gestiegener Verbrauchsmaterialpreise, die teilweise auch durch Zoll-/Tarifwirkungen beeinflusst worden seien.

Beim Kupfer meldet Barrick im vierten Quartal eine Produktion von 62.000 Tonnen, 13% mehr als in Q3. Der Kupfer-COS lag im Quartal bei 3,37 US-Dollar je Pfund, die C1-Cashkosten bei 2,45 US-Dollar und die Kupfer-AISC bei 3,61 US-Dollar je Pfund. Für das Gesamtjahr weist Barrick bei 220.000 Tonnen Kupferproduktion einen Kupfer-COS von 2,91 US-Dollar je Pfund, C1-Kosten von 2,14 US-Dollar und AISC von 3,20 US-Dollar aus – nach Unternehmensangaben niedriger als 2024, wenngleich COS und AISC leicht über der Prognose lagen, unter anderem wegen höherer Royalties bei höheren Kupferpreisen.

Wachstum, Reserven und Ausblick 2026 – inklusive IPO-Vorbereitung

Bei den Wachstumsprojekten rückt Barrick insbesondere das Fourmile-Projekt in den Vordergrund. Dort sei die ausgewiesene Goldressource zum zweiten Mal in Folge verdoppelt worden. Barrick nennt 2,6 Millionen Unzen „Indicated“ (4,6 Mio. Tonnen mit 17,59 g/t) sowie 13 Millionen Unzen „Inferred“ (25 Mio. Tonnen mit 16,9 g/t). Für 2026 plant das Unternehmen ein höheres Bohrbudget von 150–160 Millionen US-Dollar (2025: 91 Millionen US-Dollar). Der Zugang über die Bullion-Hill-Decline soll vorankommen; Beginn der Entwicklung ist für Q4 2026 vorgesehen.

Weitere Projekte: Die Lumwana-Expansion liege leicht vor Plan, und bei Pueblo Viejo sei der Bau der Tailings-Infrastruktur auf Kurs; zudem seien über 300 Familien in die neue Gemeinde „Nuevos Horizontes“ umgezogen. Beim Kupfer-Gold-Projekt Reko Diq seien die Standortarbeiten im Q4 fortgeschritten, gleichzeitig überprüfe das Management angesichts gestiegener Sicherheitsvorfälle „alle Aspekte“ des Projekts.

Strategisch besonders bedeutsam ist der Hinweis, dass der Verwaltungsrat nach einer Analyse die Vorbereitung eines Börsengangs (IPO) der nordamerikanischen Gold-Assets von Barrick vorantreiben will, um den Wert für Aktionäre zu maximieren.

Für 2026 stellt Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen und eine Kupferproduktion von 190.000 bis 220.000 Tonnen in Aussicht. Bei den Kosten nennt das Unternehmen Bandbreiten, die auf Preisannahmen basieren: Für Gold wird eine Annahme von 4.500 US-Dollar je Unze zugrunde gelegt (Gold-COS 1.870–2.070, TCC 1.330–1.470, AISC 1.760–1.950 US-Dollar je Unze), für Kupfer eine Annahme von 5,50 US-Dollar je Pfund (Kupfer-COS 3,05–3,35, C1 2,20–2,45, AISC 3,45–3,75 US-Dollar je Pfund).

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