Goliath Resources (TSX-V: GOT; Deutschland FSE: B4IF) hat für seine Surebet-Entdeckung auf der zu 100% kontrollierten Golddigger-Liegenschaft im Golden Triangle (British Columbia) die angekündigten Goldäquivalentwerte (AuEq) veröffentlicht. Konkret liegen nach Angaben des Unternehmens die vollständig berechneten AuEq-Gehalte für 54 von insgesamt 110 Bohrlöchern vor, die 2025 niedergebracht wurden. Der entscheidende Punkt: In die Goldäquivalentberechnung fließen neben Gold auch Silber, Kupfer, Blei und Zink ein – und diese erhöhen laut Goliath die ausgewiesenen Gesamtgehalte im Durchschnitt (!) um 13,2% gegenüber den zuvor gemeldeten reinen Goldanalysen.
Damit rückt die Surebet-Entdeckung stärker als Mehrmetall-System in den Fokus. Für Explorationsprojekte kann das relevant sein, weil Goldäquivalentwerte einen umfassenderen Blick auf den potenziellen Metallwert eines Bohrabschnitts geben. Gleichzeitig betont Goliath Resources, dass die Auswertung noch nicht abgeschlossen ist: Für weitere 56 Bohrlöcher aus der Saison 2025 stehen die Goldäquivalentwerte noch aus und sollen aber schon „in naher Zukunft“ veröffentlicht werden.
Goliath Resources: Goldäquivalentauswertung zeigt Beitrag von Silber, Kupfer, Blei und Zink
Das Update resultiert aus dem Bohrprogramm 2025, als Goliath auf Surebet insgesamt 110 Bohrlöcher über eine Gesamtlänge von 64.364 Metern abgeschloss. Die jetzt gemeldeten Goldäquivalentzahlen beziehen sich auf etwas weniger als die Hälfte dieser Bohrungen, berücksichtigen aber bereits die zusätzlichen Elemente, die in klassischen Goldmeldungen oft nur am Rand erwähnt werden.
Ein Beispiel liefert Bohrloch GD-25-337 aus der „Golden Gate“-Zone: Hier berichtet das Unternehmen 10,83 g/t AuEq über 22,82 Meter. Innerhalb dieses Intervalls liege unter anderem ein Abschnitt mit 15,51 g/t AuEq über 15,71 Meter; darin wiederum ein hochgradiger Teil von 38,71 g/t AuEq über 3,36 Meter. Goliath Resources weist außerdem darauf hin, dass dieser Abschnitt näherungsweise der wahren Mächtigkeit entspricht.
Auffällig ist aus Sicht des Unternehmens zudem die Häufigkeit von mit bloßem Auge zu erkennendem sichtbarem Gold. In der Saison 2025 enthielten 83 von 110 Bohrlöchern (76%) mit bloßem Auge erkennbares Gold; über alle bisherigen Bohrjahre hinweg ware es 355 von 386 Bohrlöchern (92%)! Gleichzeitig betont Goliath Resources, dass bislang jedes Bohrloch innerhalb der rund 1,8 Quadratkilometer großen Surebet-Entdeckung Goldmineralisierung durchschnitten habe.

Fünf Hauptzonen und 46 Lodes: Das Modell wird detaillierter – Surebet bleibt offen
Parallel zur Goldäquivalentauswertung hat Goliath Resources sein geologisches Modell unter Einbeziehung sämtlicher 2025er-Daten aktualisiert. Danach gliedert sich die Surebet-Entdeckung in fünf primäre mineralisierte Zonen: Bonanza, Surebet, Golden Gate, Whopper und Eldorado. Zusammen umfassen diese Bereiche laut Unternehmen 46 „goldreiche“ Lodes (Erzgänge bzw. Erzstrukturen) sowie zugehörige, eozäne Gänge („dykes“), die laut Goliath Teil eines Reduced Intrusion Related Gold-Systems (RIRG) sind.
Goliath Resources liefert zu den Zonen auch Größenordnungen und beispielhafte Schlüsselabschnitte: So wird etwa für die Golden-Gate-Zone eine modellierte Ausdehnung von 1,3 km × 820 m × 14 m genannt, verbunden mit einem Schlüsselintervall von 34,52 g/t AuEq über 39 m (aus früheren Meldungen). Für die Surebet-Zone nennt das Unternehmen 1,2 km × 930 m × 19 m mit einem Schlüsselintervall von 21,08 g/t AuEq über 23 m. Entscheidend für den weiteren Arbeitsplan: Alle Zonen gelten nach Angaben von Goliath Resources weiterhin als „open“ – also in verschiedene Richtungen noch nicht abschließend abgegrenzt.
Interessant ist zudem die Beschreibung, dass hochgradiges Gold in drei unterschiedlichen Wirtsgesteinspaketen identifiziert wurde: (1) flach einfallende, gestapelte Quarz-Sulfid-Brekzien/Stockwork-Adern, (2) goldreiche intermediäre bis felsische Gänge sowie (3) breitere, goldführende Bereiche in kalksilikatisch alterierter Brekzie. Goliath Resources leitet daraus ab, dass in der Nähe eine magmatische „Motherlode“-Quelle als auslösende Intrusion vermutet wird – ein Ziel, das in den kommenden Programmen gezielt geprüft werden soll.
Voll finanziertes Programm 2026: Erweiterung der Zonen und Test der „Motherlode“-Quelle
Für 2026 kündigt Goliath Resources ein voll finanziertes Bohrprogramm an, das mehrere Ziele verbinden soll: die fünf Hauptzonen entlang der Surebet-Entdeckung weiter auszudehnen, die vermutete „Motherlode“-Intrusion als potenzielle Quelle des Systems zu testen und schrittweise in Richtung einer künftigen Ressourcendefinition zu arbeiten. Roger Rosmus, Gründer und CEO, stellt dabei besonders die Bedeutung der Goldäquivalentgehalterhöhung heraus: Der durchschnittliche Zuwachs von 13,2% bestätige aus seiner Sicht, dass die Metalle neben Gold für die Bewertung der Bohrabschnitte eine spürbare Rolle spielen.
In der Mitteilung beschreibt das Unternehmen außerdem eine Modellierung der gestapelten Adern, die in Gruppen mit Einfallen nach Südwesten („Surebet group“) und Südosten („Bonanza group“) gegliedert werden. Beide Strukturen sollen in einer „Hinge Zone“ zusammenlaufen, in der laut Goliath Resources ebenfalls häufig mit bloßem Auge zu erkennendes Gold beobachtet wurde. Zusätzlich arbeitet die Gesellschaft an weiterführenden geologischen Studien gemeinsam mit der Colorado School of Mines, um die Interpretation der Erzbildung und die Planung der nächsten Bohrsaison zu unterstützen.
Ein weiterer Baustein ist die Metallurgie: Goliath Resources verweist auf bisherige Tests, die Goldgewinnungen von 92,2% über Schwerkraft und Flotation bei einer Korngröße von 327 Mikrometern zeigen sollen; ein Anteil von 48,8% des Goldes sei demnach bereits über Schwerkraft als „freies Gold“ gewinnbar – ohne Cyanid.
Kurzfristig richtet sich der Blick jedoch vor allem auf den nächsten Datenblock: Die Goldäquivalentergebnisse für die noch fehlenden 56 Bohrlöcher aus 2025 stehen aus. Erst mit deren Veröffentlichung wird sich ein vollständiges Bild ergeben, wie sich die Mehrmetall-Komponente über die gesamte Surebet-Bohrkampagne verteilt.