Avanti Gold (CSE: AGC, Deutschland: X370) bringt Tempo in die Arbeiten auf dem Goldprojekt Misisi in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Bohrdienstleistungsvertrag mit Simba DRC Mining Services Ltd. unterzeichnet und mobilisiert derzeit gleich vier Bohrgeräte aus Tansania an den Projektstandort. Die Ausrüstung – drei Diamantbohrgeräte sowie ein Mehrzweckgerät – startet aus Mwanza und soll bis Ende Februar eintreffen. Parallel dazu hält Avanti Gold die Gespräche mit weiteren lokalen Anbietern offen, um die verfügbare Bohrkapazität bei Bedarf weiter zu erhöhen.
Hintergrund ist ein für 2026 geplantes, zweistufiges Explorationsprogramm mit insgesamt rund 42.000 (!) Bohrmetern. Im Mittelpunkt stehen zunächst die Lagerstätte Akyanga und das nahegelegene Ziel Akyanga East. Zusätzlich sollen im Jahresverlauf mehrere bereits priorisierte Zielgebiete entlang des lizenzierten Trends systematisch getestet werden. Für die operative Umsetzung benennt Avanti zudem einen neuen Programmmanager und verstärkt das Team vor Ort in Schlüsselpositionen.
Avanti Gold bringt vier Bohrgeräte nach Misisi und stärkt die Umsetzung vor Ort
Die Mobilisierung der Bohrgeräte folgt auf den Abschluss eines Servicevertrags mit Simba DRC Mining Services. Avanti verweist darauf, dass Simba über einschlägige Erfahrung im Land verfügt und zuletzt auch für andere Projekte in der Region Bohrleistungen erbracht hat. Für die Koordination des gesamten Bohrprogramms wurde außerdem Minecon Resources and Services Ltd. als „Drill Programme Manager“ ausgewählt; das Mandat wurde nach einer geologischen Desktop-Auswertung und der detaillierten Programmplanung für 2026 verlängert.
Gleichzeitig baut Avanti seine Strukturen in der DRK aus. Drei zentrale Rollen wurden nach Unternehmensangaben mit erfahrenen Kräften besetzt: ein Exploration Manager, ein Verantwortlicher für Security sowie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE) und ein Manager für Administration und Logistik. Alle drei Positionen sind zum 1. Februar 2026 wirksam. Damit soll – neben der Bohrlogistik – vor allem die sichere und verlässliche Abwicklung eines umfangreichen Programms in Ostkongo unterstützt werden. Aus Sicht des Managements ist diese Verstärkung ein Baustein, um die Arbeiten am Misisi-Projekt im geplanten Zeitfenster hochzufahren.
42.000 Meter Bohrungen in zwei Phasen – Fokus zunächst auf Akyanga und Akyanga East
Kernstück der Ankündigung ist das Bohrprogramm 2026, das in zwei Phasen gegliedert ist. Phase 1 soll von März bis Juli 2026 laufen und umfasst 15.000 Meter. Sie konzentriert sich auf die Erweiterung des bekannten Fußabdrucks von Akyanga sowie auf Bohrungen zur Abgrenzung und besseren Erfassung von Akyanga East. Während dieser ersten Phase sind zudem frühe Arbeiten wie Geländekontrollen, Probenahmen und Kartierungen auf weiteren Zielgebieten vorgesehen, um die spätere Platzierung von Bohransatzpunkten zu schärfen.
Phase 2 ist für August bis Dezember 2026 geplant und soll weitere 27.000 Meter umfassen. Neben zusätzlichen Bohrungen auf Akyanga und Akyanga East rücken dann auch mehrere hochpriorisierte Ziele in den Fokus: Ngalula, Lubitchako, Tulonge und Kilombwe. Avanti beschreibt den phasenweisen Ansatz als Möglichkeit, Dienstleister und Abläufe kontrolliert hochzufahren und gleichzeitig Erkenntnisse aus Phase 1 in die Zieldefinition für Phase 2 einfließen zu lassen. Für Akyanga sieht das Unternehmen in Phase 2 zudem Bohrungen vor, die die Datenbasis verdichten und damit eine bessere Einstufung vorhandener Ressourcen unterstützen sollen.
Mit Blick auf die Verteilung der Meterleistung dominiert Akyanga: Über das Gesamtjahr entfallen laut Planung rund 27.000 Meter auf dieses Gebiet. Akyanga East ist mit 4.500 Metern vorgesehen. Die vier zusätzlichen Ziele in Phase 2 liegen jeweils in einer Größenordnung von 2.000 bis 3.500 Metern.
Assay-Ergebnisse aus alten Bohrkern erwartet – nächste Meilensteine bis März
Kurzfristig setzt Avanti auf weitere Datenimpulse: Assay-Ergebnisse aus 2.100 Metern historischen Diamantbohrkernen sollen „in den kommenden Wochen“ veröffentlicht werden, sobald sie vorliegen. Das Material zielte auf die nordwestliche Erweiterung sowie auf höhergradige Zonen im Süden von Akyanga. Nach Unternehmensangaben entspricht das beprobte Material etwa 10% der in der Vergangenheit insgesamt auf Akyanga niedergebrachten Bohrmeter. Die Proben trafen am 22. Januar 2026 im SGS-Labor in Tansania ein und werden derzeit ausgewertet.
Für den Zeitplan der neuen Bohrkampagne ist die Ankunft der Geräte bis Ende Februar entscheidend. Der formelle Start der Phase-1-Bohrungen ist für März 2026 vorgesehen. Inhaltlich arbeitet Avanti auf einem Projekt mit bereits definierter Ausgangsbasis: Das Unternehmen nennt für die Lagerstätte Akyanga eine geschlussfolgerte Ressource von 44,3 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 2,37 g/t, entsprechend 3,1 Mio. Unzen Gold.
Das Misisi-Projekt umfasst nach Unternehmensangaben drei zusammenhängende 30-jährige Bergbaukonzessionen mit 133 km² Fläche entlang eines etwa 55 Kilometer langen Trends im Kibara-Goldgürtel. Mit der nun anlaufenden Mobilisierung und dem klar taktierten Jahresprogramm schafft Avanti Gold die operative Grundlage, um diese Lizenzen schrittweise mit Bohrdaten zu unterlegen – beginnend dort, wo bereits eine Ressource definiert ist, und anschließend mit Ausgriffen auf weitere Zielgebiete.