American West Metals: Wird West Desert zum US-Hotspot für Indium und Gallium?

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American West Metals (WKN A3DE4Y / ASX AW1) treibt sein zu 100 % eigenes West Desert-Projekt im US-Bundesstaat Utah mit klarer Ausrichtung auf kritische Metalle wie Indium und Gallium voran. Das Unternehmen meldet neue Zielgebiete auf Basis eines laufenden Neubeprobungsprogramms und einer detaillierten Auswertung historischer Bohrungen – und bereitet damit ein umfangreiches Bohrprogramm für 2026 vor. Die Arbeiten erfolgen vor dem Hintergrund einer verschärften US-Strategie zur Sicherung heimischer Lieferketten für kritische Rohstoffe.

American West Metals konkretisiert Wachstumsstrategie bei West Desert

Das West Desert-Projekt von American West Metals liegt rund 160 Kilometer südwestlich von Salt Lake City im Sevier-Orogengürtel, einer Region, die auch große Lagerstätten wie Bingham Canyon und den Tintic Mining District beherbergt. Das Projektgebiet umfasst rund 32 km² aus Privateigentum, Claims und einer staatlichen Metallerz-Lizenz.

West Desert ist ein porphyrgebundenes, polymetallisches System mit Skarn- und Carbonate-Replacement-Mineralisierung (CRD). Die bestehende Lagerstätte beherbergt bereits eine bedeutende Zink-Kupfer-Silber-Indium-Mineralisierung; gleichzeitig ist erst ein Bruchteil des interpretierten Porphyr-Kontakts systematisch bebohrt.

Im Zuge der Vorbereitung des 2026er-Bohrprogramms hat American West Metals historische Bohrkerne neu beprobt und das umfangreiche Datenarchiv ausgewertet. Ziel ist es, das Modell für kritische Metalle weiter zu schärfen und neben Zink und Kupfer vor allem Indium- und Gallium-Zonen besser zu definieren – sowohl innerhalb als auch außerhalb der bestehenden Mineralressourcenschätzung.

Indium auf West Desert: Hochgradige Zonen außerhalb der bestehenden Ressource

Im Rahmen des jüngsten Resampling-Programms wurden 116 Proben aus sechs historischen Bohrlöchern in einem Bereich untersucht, der bislang nicht in die Mineralressourcenschätzung von West Desert einfloss. Die Kerne stammen aus Bereichen mit kupfer- und goldreichen Skarnen entlang des interpretierten Porphyr-Kontakts.

Die Laboranalysen bei American Assay Laboratories in Nevada bestätigen dort eine kritische Metallvererzung mit hohen Gehalten. In den neu ausgewerteten Abschnitten wurden unter anderem bis zu 324 g/t Indium, 4,9 % Kupfer, 155 g/t Silber und 5,4 g/t Gold nachgewiesen. Diese Werte deuten auf eine ausgeprägte Anreicherung von Indium in Verbindung mit Kupfer-, Gold- und Magnetit-Skarn-Mineralisierung hin.

Damit verdichtet sich das Bild von West Desert als bedeutender Indium-Adresse: Das Projekt gilt bereits jetzt als größte unerschlossene Indiumressource in den USA. Für American West Metals liefert die Neubeprobung wichtige Parameter, um ein prädiktives Explorationsmodell für Indium zu verfeinern und gezielt Bohrziele mit hoher Wahrscheinlichkeit für kritische Metallgehalte zu definieren.

Parallel plant das Unternehmen ein erweitertes Resampling-Programm, das zusätzliche historische Bohrkerne sowohl innerhalb als auch außerhalb der bestehenden Ressource abdecken soll. Ziel ist es, das Indium-Potenzial systematisch zu quantifizieren und gegebenenfalls eine Überarbeitung der Ressourcengrundlage vorzubereiten.

Gallium-Ziele im Apex-Stil entlang der Juab-Verwerfung

Besonders im Fokus steht inzwischen auch Gallium. Laut American West Metals zeigt die Auswertung, dass Gallium-Gehalte von bis zu 77,3 g/t Ga in Magnetit-Skarn und CRD-Gestein nahe der Juab-Verwerfung auftreten. Diese geologische Situation ähnelt der bekannten Apex-Mine, einer hochgradigen Gallium-Germanium-Lagerstätte rund 300 Kilometer südlich von West Desert.

Auf Apex sind Gallium und Germanium in einem Carbonate-Replacement-System vererzt, wobei die höchsten Gehalte in teilverwitterten Zonen oberhalb der Hauptlagerstätte an großen Strukturen auftreten. West Desert weist vergleichbare strukturelle und lithologische Merkmale auf, insbesondere im Bereich der Juab-Verwerfung, deren oberflächennahe, oxidierte Bereiche bisher kaum erbohrt wurden.

Historische Bohrungen haben bereits gezeigt, dass im tieferen Bereich des Systems ausgedehnte Gallium-Mineralisierung vorhanden ist. In einzelnen Bohrlöchern summieren sich die mineralisierten Längen auf mehrere hundert Meter mit durchschnittlichen Gallium-Gehalten im Bereich von 20 – 30 g/t und lokalen hochgradigen Abschnitten von über 50 g/t.

Die aktuellen Ergebnisse legen nahe, dass frische, magnetitreiche Skarne mit bereits erhöhten Galliumgehalten durch Verwitterungsprozesse in der Nähe der Oberfläche weiter angereichert werden könnten – ähnlich wie in Apex. Vor diesem Hintergrund wertet American West Metals die Juab-Fault-Zone als ein prioritäres Bohrziel für 2026, um potenziell hochgradige Gallium-Mineralisierung in oberflächennahen oxidierten Bereichen zu testen.

Historische Halden, kritische Metalle und US-Sicherheitsstrategie

Neben den Bohrkernen rückt für American West Metals auch historisches Haldenmaterial in den Fokus. Auf den zu 100 % im Privateigentum des Unternehmens stehenden Flächen befinden sich umfangreiche Halden aus dem Abbau hochgradiger Silber-Blei-Zink-Erze aus der Zeit um 1900. Diese alten Abraumhalden sind leicht zugänglich und werden nun systematisch auf Indium, Gallium, Antimon und weitere kritische Metalle beprobt.

Hintergrund ist, dass moderne Analytik und Prozessverfahren heute Metalle erfassen und wirtschaftlich gewinnen können, die bei der historischen Produktion keine Rolle spielten. Das Unternehmen prüft, ob dieses Material perspektivisch als zusätzliches Ausgangsmaterial in eine mögliche künftige Aufbereitung einfließen könnte.

Die Arbeiten bei West Desert fügen sich in eine politisch geprägte Rohstofflandschaft ein. In der im Dezember 2025 veröffentlichten neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA betont die Regierung die Notwendigkeit, bei kritischen Rohstoffen unabhängige, verlässliche Lieferketten aufzubauen. Genannt werden insbesondere Metalle, die für Verteidigung, Hightech-Anwendungen und die Energiewende unverzichtbar sind.

Vor diesem Hintergrund positioniert American West Metals das West Desert-Projekt als potenzielle zukünftige Quelle für Indium, Gallium und andere kritische Metalle aus einer US-Inlandslagerstätte auf überwiegend privatem Land in Utah. Das Unternehmen spricht von einem verstärkten Austausch mit amerikanischen Regierungsstellen zu Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen für kritische Metalle.

Für 2026 plant American West Metals ein kombiniertes Diamant- und RC-Bohrprogramm auf dem West Desert-Projekt, das sich auf Indium-, Gallium- und Kupferziele konzentriert. Parallel dazu soll das Resampling historischer Bohrkerne und von Haldenmaterial ausgeweitet werden, um das Potenzial für zusätzliche kritische Metallressourcen besser zu erfassen und weitere Explorationsziele abzuleiten.

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