Neue Bohrkern-Analysen aus dem Tapanahony Gold Project in Suriname dehnen die Goldmineralisierung am Ziel Randy’s Pit entlang der mehr als 4,5 Kilometer langen Poeketi Shear Zone weiter aus – erneut treten sichtbar goldführende Zonen auf.
Sranan Gold Corp. (CSE: SRAN; FSE/Tradegate: P84) hat weitere Untersuchungsergebnisse aus dem laufenden Diamantbohrprogramm 2026 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht derzeit das Ziel „Randy’s Pit“, das auf dem rund 29.000 Hektar großen Goldprojekt-Tapanahony liegt. Die neuen Analysen erweitern die bekannte Goldmineralisierung sowohl in Streichrichtung als auch in der Tiefe– und stützen nach Angaben des Unternehmens die strukturelle Kontinuität entlang der Poeketi Shear Zone (PSZ), einer Scherzone mit mehr als 4,5 Kilometern Länge, die den Bereich von Randy’s Pit durchzieht.
Im Kern geht es um mehrere Erweiterungsbohrungen, die den mineralisierten Korridor weiter aufspannen. Sranan Gold berichtet, dass Randy’s Pit nach Nordwesten um etwa 25 Meter und nach Südosten um rund 50 Meter ausgedehnt werden konnte. Begleitet wird das Update von mehreren nahe der Oberfläche liegenden Abschnitten, die für die laufende Zieldefinition eine wichtige Rolle spielen, weil sie die Geometrie der Mineralisierung und mögliche „Ore Shoots“ – also höhergradige Bereiche innerhalb des Systems – besser abgrenzen helfen.
Sranan Gold treibt Randy’s Pit entlang der Poeketi Shear Zone voran
Die aktuelle Bohrphase ist auf Randy’s Pit konzentriert, einen Abschnitt der Poeketi Shear Zone, die als mylonitische Scherzone beschrieben wird und gefaltete sowie stark beanspruchte Basalte schneidet. Vor Ort interpretiert Sranan Gold das System als schräg einfallende, rechtsseitige (dextral) Reverse-Scherung. Der höhergradige Teil der Mineralisierung soll demnach in nordwestlicher Richtung entlang der Scherflächen „abtauchen“.
Für die Exploration ist dieser Rahmen wichtig, weil er Hinweise liefert, wo sich mineralisierte Linsen im Raum fortsetzen könnten. Sranan Gold verweist zudem auf eine progressive Deformation mit vor- und nachgeschalteten, extensionellen Gangsystemen. Sichtbares Gold werde dabei häufig entlang von Scherflächen im Bohrkern beobachtet – ein Merkmal, das in dieser Mitteilung erneut hervorgehoben wird.
Die jetzt gemeldeten Ergebnisse stammen aus den Bohrlöchern 26RADD-020 bis 26RADD-023. Ziel der Bohrungen war es, Lücken zwischen dem nördlichen und südlichen Teilbereich zu schließen, bekannte Abschnitte in Streichrichtung zu verlängern und die vertikale Kontinuität eines bereits etablierten mineralisierten Korridors zu testen.
Neue Ergebnisse im Detail: breite Abschnitte und hochgradige Meter
Besonders ins Auge fällt Bohrloch 26RADD-021: Hier meldet Sranan Gold 4,0 Meter mit durchschnittlich 6,58 g/t Gold ab 115 Metern Bohrlochlänge. Innerhalb dieses Intervalls liegt ein Meter mit 21,80 g/t Gold, ergänzt durch einen weiteren Meter mit 3,97 g/t Gold. Solche kurzen, aber sehr hochgradigen Abschnitte dienen im Explorationsalltag häufig dazu, die internen Erzschüsse innerhalb eines breiteren Systems besser zu verstehen.
Bohrloch 26RADD-022 liefert dagegen vor allem ein Signal nahe der Oberfläche: 20,6 Meter mit 0,64 g/t Gold ab 0,0 Metern – also direkt ab Oberfläche. Zusätzlich nennt das Unternehmen in diesem Loch 10,1 Meter mit 0,96 g/t Gold (von 6,5 bis 16,6 Metern) sowie einen tieferen Abschnitt von 5,0 Metern mit 2,24 g/t Gold (114 bis 119 Meter), der wiederum 3,0 Meter mit 3,42 g/t enthält. Zusammengenommen deutet das auf mehrere mineralisierte Horizonte innerhalb eines Bohrprofils hin.
Bohrloch 26RADD-023 wurde konzipiert, um die Einfallsrichtung („up-dip“) einer zuvor in der Tiefe geschnittenen Mineralisierung zu überprüfen. Hier berichtet Sranan Gold zunächst 8,0 Meter mit 1,73 g/t Gold (99 bis 107 Meter), inklusive eines einzelnen Meters mit 12,53 g/t ab 106 Metern. Darüber hinaus wurden 30,0 Meter mit 0,67 g/t Gold von 125 bis 155 Metern gemeldet; darin liegt ein Teilabschnitt von 3,0 Metern mit 3,78 g/t (150 bis 153 Meter). Zusätzlich nennt das Unternehmen 6,0 Meter mit 0,67 g/t (185 bis 191 Meter).
Bohrloch 26RADD-020 sollte eine strukturelle und mineralisierte „Lücke“ zwischen nördlichen und südlichen Teilbereichen des Ziels testen. Es lieferte 10,5 Meter mit 0,41 g/t Gold (51 bis 61,5 Meter) sowie 2,7 Meter mit 0,96 g/t (72 bis 74,7 Meter). Laut Sranan Gold korrelieren diese Zonen gut mit Mineralisierung aus den südlicheren Bohrungen, was als Hinweis auf eine durchgehende Struktur interpretiert wird.
Nächste Schritte: weitere Bohrungen, mehr Tiefe – und mehr Streichlänge
Sranan Gold betont, dass die Bohrarbeiten effizient vorankämen und die Resultate die geplante Erweiterung von Randy’s Pit unterstützen. Parallel zur Bohrkampagne wird das Zielgebiet demnach auch nach Norden durch zusätzliche Arbeiten wie Schürfgräben („trenching“) und weitere Bohransätze ausgedehnt. In der nächsten Phase soll die Exploration nicht nur weiter nach Süden reichen, sondern auch stärker in die Tiefe zielen, um die Fortsetzung der mineralisierten Zonen entlang der Poeketi Shear Zone zu prüfen.
Aus Unternehmenssicht liefert die PSZ dabei ein konsistentes geologisches Umfeld: ein gut mineralisiertes Schersystem, in dem mehrere Erzschüsse auftreten können, teils mit günstigen Mächtigkeiten in vergleichsweise geringen Tiefen. Für das Tapanahony-Goldprojekt bedeutet das vor allem eines: Mit jedem zusätzlichen Step-out werden Geometrie und Kontinuität des Systems besser fassbar – und damit die Grundlage für die Priorisierung der nächsten Bohrabschnitte.