Newmont mit Rekordjahr 2025: 7,3 Mrd. USD Free Cashflow!

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2025 war für den größten Goldproduzenten der Welt Newmont (WKN 853823) nach eigener Darstellung ein „Meilensteinjahr“. Der Konzen hat seine Jahresziele erreicht, den Free Cashflow auf ein Rekordniveau gehoben und die Bilanz sichtbar gestärkt. Gleichzeitig stellt das Management die Anleger auf ein bewusst eingeplantes Zwischenjahr ein: 2026 soll produktionstechnisch ein Tiefpunkt werden – bevor ab 2027 wieder eine Wachstumsphase einsetzen soll.

Konkret hat Newmont mit den Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2025 auch eine Quartalsdividende von 0,261 US-Dollar je Aktie angekündigt und erstmals den Ausblick für 2026 präsentiert. Der Rahmen ist dabei relativ eng gesetzt: Die Prognose ist innerhalb einer Bandbreite von plus/minus fünf Prozent verankert. CEO Natascha Viljoen betonte, der Konzern gehe mit „flexibler und widerstandsfähiger“ Bilanz in das neue Jahr und wolle weiter an der Margenverbesserung arbeiten.

Newmont schließt 2025 mit Rekord-Cashflow und starker Liquidität ab

In der operativen Bilanz weist Newmont für 2025 eine zurechenbare Goldproduktion von 5,9 Mio. Unzen aus – davon 5,7 Mio. Unzen aus dem Kernportfolio. Zusätzlich meldete das Unternehmen 28 Mio. Unzen Silber sowie 135.000 Tonnen Kupfer als Nebenprodukte beziehungsweise Co-Produkte. Kostenseitig nennt Newmont für 2025 Gold-By-Product-AISC von 1.358 US-Dollar je Unze; auf Co-Product-Basis lagen die AISC bei 1.609 US-Dollar je Unze. (All-in Sustaining Costs)

Finanziell sticht vor allem der Mittelzufluss hervor: Der operative Cashflow summierte sich 2025 auf 10,3 Mrd. US-Dollar, der Free Cashflow erreichte mit 7,3 Mrd. US-Dollar einen Rekord – darin enthalten sind 2,8 Mrd. US-Dollar allein im vierten Quartal. Unter dem Strich meldete Newmont einen Nettogewinn von 7,2 Mrd. US-Dollar; bereinigt lag der Gewinn bei 7,6 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 6,89 US-Dollar je Aktie.

Parallel dazu hat Newmont nach eigenen Angaben 3,4 Mrd. US-Dollar an die Anteilseigner zurückgegeben – über Dividenden und Aktienrückkäufe. Zudem reduzierte der Konzern die Verschuldung um 3,4 Mrd. US-Dollar und beendete das Jahr in einer Netto-Cash-Position von 2,1 Mrd. US-Dollar. Die Cash-Position betrug zum Jahresende 7,6 Mrd. US-Dollar, die gesamte Liquidität bezifferte Newmont auf 11,6 Mrd. US-Dollar.

Ein weiterer Baustein war die Portfoliooptimierung. Newmont spricht von 3,6 Mrd. US-Dollar aus entsprechenden Maßnahmen und verweist darauf, dass das Programm zum Verkauf nicht zum Kerngeschäft zählender Assets abgeschlossen sei. Aus den bislang angekündigten Transaktionen habe der Konzern nach Steuern 4,5 Mrd. US-Dollar erlöst.

2026 als bewusstes Produktions-Tal: Sequenzierung, Sonderfaktoren und höherer Kostenrahmen

Trotz des starken Vorjahres fällt der Ausblick für 2026 in einem Punkt klar defensiver aus: Newmont erwartet eine zurechenbare Goldproduktion von rund 5,3 Mio. Unzen. Davon sollen mehr als 3,9 Mio. Unzen aus gemanagten Betrieben stammen, weitere 1,4 Mio. Unzen aus nicht gemanagten Beteiligungen. Viljoen ordnet diese Größenordnung als erwartungsgemäß ein und verweist auf geplante Abbau- und Minensequenzen bei Ahafo South, Peñasquito und Cadia.

Zusätzlich floss ein kurzfristiger Sondereffekt in die Planung ein: Buschbrände bei Boddington im Dezember. Newmont berichtet jedoch, die Wiederherstellung verlaufe planmäßig. Kritische Wasserinfrastruktur sei repariert und die Aufbereitung laufe wieder auf voller Auslastung.

Kostenseitig steigt die Messlatte 2026 deutlich: Für Gold-By-Product-AISC nennt Newmont eine Erwartung von 1.680 US-Dollar je Unze. Gleichzeitig unterstreicht der Konzern, dass das Jahr genutzt werden soll, um das Portfolio für die nächste Wachstumsphase auszurichten. Der Ausblick bleibt dabei langfristig ambitioniert: Newmont hält an der Zielgröße von rund sechs Mio. Unzen Gold sowie 150.000 Tonnen Kupfer pro Jahr fest – mit der Einschränkung, dass der detaillierte zeitliche Verlauf nach Abschluss der Langfristplanung präzisiert werden soll.

Investitionen und Projekte sollen ab 2027 wieder Wachstum liefern

Newmont plant 2026 ein Sustaining Capital von rund 1,95 Mrd. US-Dollar – unter anderem für Arbeiten an Tailings-Anlagen bei Cadia und Boddington. Dazu kommen etwa 1,4 Mrd. US-Dollar Entwicklungskapital. Mit diesen Mitteln will Newmont zentrale Entwicklungsschritte vorantreiben: die Cadia-Panel-Caves, Tanami Expansion 2 sowie die Machbarkeitsstudie für Red Chris.

Auf der Projektseite nennt Newmont mehrere Bausteine, die ab 2027 wieder steigende Produktion und eine bessere Metallmix-Perspektive unterstützen sollen. Dazu zählt der weitere Ramp-up von Ahafo North in Ghana. Bei Boddington soll 2026 eine Strip-Kampagne abgeschlossen werden, um ab 2027 Zugang zu höheren Gold- und Kupfergehalten zu erhalten. Tanami Expansion 2 ist laut Unternehmen für die zweite Hälfte 2027 avisiert.

Darüber hinaus betont Newmont die strategische Bedeutung der Cadia-Panel-Caves, die die Lebensdauer des Betriebs bis „in die Mitte des Jahrhunderts“ verlängern sollen. Beim Lihir-Nearshore-Barrier-Projekt erwartet Newmont Zugang zu mehr als fünf Mio. Unzen und eine Laufzeitverlängerung über 2040 hinaus.

Die zentrale Botschaft aus dem Update ist damit zweigeteilt: Newmont kommt aus einem äußerst starken Cashflow-Jahr und nutzt 2026 als Übergangsjahr – mit bewusst niedrigerer Produktion, höheren Stückkosten und einem klaren Investitionsfokus. Ab 2027 soll daraus wieder ein Wachstumspfad entstehen, den das Management im Verlauf des Jahres mit konkreteren Zeitlinien unterlegen will.

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