Fast-Track-Antrag gestellt: Rua Gold will Gold- und Antimonprojekt Auld Creek massiv beschleunigen

Rua Gold auf GOLDINVEST

RUA GOLD (WKN A40QYC / TSX RUA) erreicht mit seinem Auld-Creek-Projekt im neuseeländischen Reefton Goldfield einen wichtigen Meilenstein. Das Unternehmen hat einen Antrag eingereicht, damit das Projekt im Rahmen des neuen Fast-Track-Approvals-Verfahrens der neuseeländischen Regierung berücksichtigt wird. Gelingt dieser Schritt, könnte Auld Creek über einen beschleunigten Genehmigungspfad vorangebracht werden – ein entscheidender Übergang für RUA GOLD vom reinen Explorer hin zu einem angehenden Minenentwickler. Besonders im Fokus steht dabei nicht nur Gold, sondern auch Antimon, ein kritischer Rohstoff mit zunehmender geopolitischer Bedeutung.

RUA GOLD will Auld Creek über Fast Track entwickeln

Der Antrag bezieht sich auf das Auld-Creek-Projekt im Reefton Goldfield auf der Südinsel Neuseelands. RUA GOLD sieht Auld Creek als mögliche Startermine innerhalb des Reefton-Goldfelds. Das neue Fast-Track-Verfahren soll es ermöglichen, mehrere zentrale Genehmigungen in einem gestrafften Prozess zu bündeln. Dazu zählen unter anderem Bergbaugenehmigungen, Ressourcengenehmigungen, Wasserrechte sowie Genehmigungen im Zusammenhang mit Wildtier- und Umweltschutz.

Das Reefton Goldfield mit den Projekten von Rua Gold
Quelle: RUA GOLD

Die rechtliche Grundlage dafür wurde im Dezember 2024 geschaffen. Damals führte die neuseeländische Regierung ein Fast-Track-Approvals-System ein, das als zentrale Anlaufstelle für Projekte mit erheblicher regionaler oder nationaler Bedeutung dienen soll. Für RUA GOLD könnte eine Zulassung zu diesem Prozess bedeuten, dass die Entwicklung von Auld Creek zeitlich deutlich effizienter strukturiert wird als in einem klassischen Genehmigungsablauf.

Bereits Ende 2025 hatte das Unternehmen ein eigenes Projektteam zusammengestellt, um die Genehmigungsarbeiten voranzutreiben und den Fast-Track-Antrag vorzubereiten. Nun liegt die Einreichung vor. Eine Entscheidung über die Aufnahme in das Verfahren wird in den kommenden drei Monaten erwartet.

Technische Studien und Stakeholder-Arbeit als Grundlage

Der eingereichte Antrag umfasst eine Reihe technischer Berichte und erster Basisstudien. Diese Unterlagen sollen im weiteren Verlauf vor der eigentlichen detaillierten Fast-Track-Anwendung noch erweitert werden, damit das Projekt die regulatorischen und ökologischen Anforderungen erfüllt oder übertrifft. RUA GOLD stützt sich dabei auf Untersuchungen und Beiträge aus mehreren Fachbereichen.

Zu den behandelten Themen zählen Wasserqualität, Ökologie, Landschafts- und Sichtauswirkungen, Luftqualität, sozioökonomische Effekte, Kulturerbe, Infrastruktur sowie die spätere Planung der Minenschließung. Die Arbeiten beinhalten zudem umfassende Abstimmungen mit lokalen Interessengruppen sowie Beiträge führender Umwelt-, Sozial- und Technikexperten.

Das Unternehmen hebt in diesem Zusammenhang die Unterstützung von Ngāti Waewae, der Gemeinden Reefton und West Coast sowie staatlicher Stellen hervor. Auch OceanaGold wird ausdrücklich genannt, da der Konzern RUA Umweltdaten aus bestehenden Grundlagenstudien bereitgestellt hat. Diese Daten waren nach Angaben des Unternehmens wichtig, um den Zeitplan für die Einreichung einhalten zu können.
Parallel zum Genehmigungsprozess arbeitet RUA an einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsbewertung, einer Preliminary Economic Assessment. Diese soll im Mai 2026 abgeschlossen werden. Anschließend ist die Weiterführung in Richtung einer vorläufigen Machbarkeitsstudie (PFS) geplant, die für das vierte Quartal 2026 angestrebt wird.

Auld Creek soll als Untertagemine starten

Das Auld-Creek-Projekt ist als Untertagebetrieb konzipiert. Die anfängliche Minenlaufzeit wird mit bis zu acht Jahren angegeben. Nach derzeitiger Planung könnte das Projekt rund 200 Arbeitsplätze schaffen und etwa 240 Millionen Neuseeland-Dollar zur regionalen Wirtschaft beitragen. Darüber hinaus sieht RUA GOLD die Möglichkeit, über Auld Creek eine Verarbeitungsdrehscheibe aufzubauen, die auch künftige Bergbauentwicklungen in der Region unterstützen könnte.

Diese Perspektive ist für das Reefton Goldfield von Bedeutung, weil die Region historisch bereits eine starke Bergbauprägung besitzt. RUA kontrolliert dort mehr als 120.000 Hektar an Konzessionen und ist der dominierende Landhalter im Reefton-Golddistrikt. Historisch wurden in diesem Distrikt mehr als 2 Millionen Unzen Gold mit Gehalten zwischen 9 und 50 Gramm pro Tonne produziert.
Vice President Simon Delander betont, dass das Team intensiv an den technischen Berichten und ersten Basisstudien gearbeitet habe, die für den Antrag erforderlich sind. Er verweist zugleich darauf, dass das Reefton-Projekt das Potenzial habe, zu einem bedeutenden Gold- und Antimonbetrieb zu werden. Damit könne die Region als wichtige internationale Quelle für Antimon positioniert werden.

Reefton und Glamorgan bilden die Projektbasis von RUA GOLD

RUA GOLD ist strategisch auf Neuseeland ausgerichtet und konzentriert sich auf zwei hochgradige Goldprojekte. Neben dem Reefton Gold District auf der Südinsel hält das Unternehmen das Glamorgan-Projekt auf der Nordinsel. Dieses liegt im Hauraki-Distrikt, einer Region mit historischer Produktion von 15 Millionen Unzen Gold und 60 Millionen Unzen Silber. Glamorgan grenzt an Wharekirauponga, das größte Goldminenprojekt von OceanaGold.

Für die kurzfristige Unternehmensentwicklung steht jedoch Auld Creek im Mittelpunkt. Der Fast-Track-Antrag markiert dabei keinen endgültigen Genehmigungserfolg, sondern den Eintritt in einen möglichen beschleunigten Prüfungspfad. Nach dem Verfahren entscheidet zunächst die neuseeländische Regierung beziehungsweise die zuständigen Minister, ob ein Projekt für die Fast-Track-Behandlung infrage kommt. Geeignete Projekte müssen anschließend eine vollständige Anwendung einreichen, die von einem unabhängigen Expertengremium in Abstimmung mit Behörden geprüft wird.

Damit liegt für RUA GOLD nun ein klarer nächster Schritt vor: In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, ob Auld Creek unter das neue Fast-Track-System fällt. Sollte dies gelingen, könnte das Unternehmen die Genehmigungsarbeit für eine mögliche Startermine im Reefton Goldfield deutlich gebündelter vorantreiben – und damit die Entwicklung eines Gold- und Antimonprojekts in Neuseeland auf eine neue formale Grundlage stellen.

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