Axo Copper stellt sich komplett neu auf: Goldprojekt ebnet Weg zur schnellen Produktion

Bereits bestehende Tailingsflächen auf San Antonio - Axo Copper

Axo Copper Corp. (TSXV: AXO | WKN A416BY) hat im Februar 2026 einen tiefgreifenden strategischen Wandel vollzogen. Mit dem Abschluss der Akquisition des San Antonio-Goldprojekts und einer umfangreichen Kapitalerhöhung rückt das Unternehmen von der Rolle eines reinen Kupfer-Explorers in die eines fortgeschrittenen Entwicklers mit kurzfristigem Pfad zur Goldproduktion. In einem Marktumfeld, in dem operative Visibilität und künftiger Cashflow stärker gewichtet werden, gewinnt dieser Schritt zusätzliche Bedeutung. Axo Copper verbindet nun ein Brownfield-Goldprojekt mit vorhandener Infrastruktur und eine hochgradige Kupferexplorationsstory in Jalisco in einem einzigen Portfolio.

Zentral für diese neue Aufstellung ist die bestehende Ressourcenbasis des San Antonio-Projekts. Denn dort liegt bereits eine dem kanadischen Standard NI 43-101 entsprechende Ressource von 1,12 Mio. Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von 1,11 g/t Gold vor, ergänzt um 3,1 Mio. Unzen Silber. Gleichzeitig verfügt das Projekt über entscheidende, bestehende Infrastruktur, darunter eine Haufenlaugungsanlage mit einer Kapazität 4.000 Tonnen pro Tag (!) und eine CIC-Anlage aus dem Jahr 2021, die den Zeitraum zu einer potenziellen Produktionsaufnahme erheblich verkürzt – genau wie die erst im Februar 2026 abgeschlossene Bought-Deal-Finanzierung über 40 Mio. CAD!

Axo Copper setzt bei San Antonio auf den Brownfield-Hebel

Die strategische Logik hinter dem Erwerb von San Antonio liegt insbesondere in der Risikoreduzierung. Als ehemals produzierendes Projekt verfügt San Antonio bereits über validierte geologische, metallurgische und infrastrukturelle Parameter. Das senkt die Unsicherheiten, die bei einer Entwicklung von Beginn an typischerweise höher ausfallen. Die Transaktion wurde zudem so strukturiert, dass die Interessen der Verkäufer langfristig mit Axo Copper übereinstimmen werden.

Dementsprechend erhielt Osisko Development erhielt 15.305.536 Aktien, was rund 9,99 % entspricht, während OR Royalties 7.652.768 Aktien beziehungsweise rund 4,99 % erhielt. Beide Parteien unterliegen 12-monatigen und damit ungewöhnlich langen Lock-up-Fristen. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen: 2 Mio. US-Dollar bei Abschluss der Machbarkeitsstudie und weitere 2 Mio. US-Dollar beim ersten Goldguss an Osisko Development. An OR Royalties könnten bis zu 6 Mio. US-Dollar gezahlt werden, und zwar in Gold bei Produktionsstufen von 50.000, 100.000 und 150.000 Unzen. Darüber hinaus gehen 70 % der mexikanischen Mehrwertsteuer-Rückerstattungen als aufgeschobene Zahlung an Osisko Development. Ebenfalls wichtig für die Projektökonomie ist die Anpassung des Streams: Der Anteil wurde von 15,0 % auf 7,15 % reduziert, während der Transferpreis auf 30 % erhöht wurde. Sowohl Osisko Development als auch OR Royalties erhielten zudem Anti-Dilution-Rechte zur Wahrung ihrer Beteiligungen bis zu Finanzierungen von 10 Mio. US-Dollar.

Für Axo ist der eigentliche Hebel jedoch, dass das Projekt quasi „schlüsselfertig“ ist. Neben der 4.000 tpd Heap-Leach- und CIC-Anlage gehören nämlich ein 13,2-kV-Stromnetz und Wasserrechte für 350.000 m³ pro Jahr zur vorhandenen Infrastruktur. In einem inflationären Umfeld verleiht das dem Projekt einen erheblichen strategischen Wert, weil ein infrastruktureller Neustart nicht bei null beginnen muss!

San Antonio liefert Axo Copper 1,12 Mio. Unzen Gold als Basis

San Antonio liegt im produktiven Sonora-Trend und damit in der Nachbarschaft etablierter Goldoperationen wie La Colorada von Argonaut Gold, La India von Agnico Eagle und Mulatos von Alamos Gold. Die Datengrundlage ist mit über 85.000 Metern historischer Bohrungen außergewöhnlich umfangreich. Auf Basis der Mineralressourcenschätzung von 2022 umfasst die Lagerstätte insgesamt 31,4 Mio. Tonnen mit 1,11 g/t Gold und damit 1,12 Mio. Unzen Gold.

Davon entfallen auf die Kategorie Indicated 14,9 Mio. Tonnen mit 1,20 g/t Gold und 577.000 Unzen Gold. In der Kategorie Inferred werden 16,5 Mio. Tonnen mit 1,02 g/t Gold und 544.000 Unzen Gold ausgewiesen. Die Ressource umfasst Oxid-, Übergangs- und Sulfidzonen. Besonders die Sulfidzone mit 1,25 g/t Gold gilt als wichtiger langfristiger Werttreiber, während die Oxidzone mit 0,89 g/t Gold den kosteneffizienten Neustart über Haufenlaugung mit Low-Strip-Charakter unterstützen soll.

Zusätzlich umfasst die Ressourcenschätzung auch die Satellitenlagerstätten High Life und Calvario, was das Distriktpotenzial des Projekts unterstreicht. Darüber hinaus sieht Axo Copper auf dem 11.338 Hektar großen Areal weiteres Erweiterungspotenzial. Vor allem die El Tigre Zone westlich von Golfo de Oro rückt in den Vordergrund. Dort weisen hochgradige Oberflächenproben und historische Kleinstbergbau-Aktivitäten auf zusätzliche mineralisierte Systeme hin. Nach Angaben des Unternehmens wurden dort Trends über 10 Kilometer Streichlänge identifiziert, was auf Spielraum für eine signifikante Ressourcenausweitung hindeutet.

La Huerta ergänzt Axo Copper um hochgradiges Kupfer

Während San Antonio den Übergang in Richtung Goldproduktion tragen soll, bleibt La Huerta der High-Impact-Explorationsarm von Axo Copper. Das Projekt fügt dem Portfolio gezieltes Kupfer-Exposure hinzu und ist strategisch so eingebunden, dass ein künftiger Gold-Cashflow aus San Antonio unter anderem die Bohrprogramme in Jalisco unterstützen könnte.

Die Mineralisierung auf La Huerta ist an intrusive Dykes gebunden, die bislang über eine Strecke von 5 Kilometern verfolgt wurden. Historische Bohrungen lieferten 13,7 Meter mit 5,03 % Kupfer sowie 9,5 Meter mit 6,63 % Kupfer. In den von Axo Copper durchgeführten Phase-I- und Phase-II-Programmen kamen weitere hochgradige Abschnitte hinzu, darunter 7,6 Meter mit 7,37 % Kupfer und 13,15 Meter mit 2,89 % Kupfer. Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf die Tiefe unterhalb der historischen Las-Marias-Minen. Aus Sicht des Unternehmens bestätigt die Konsistenz der Gehalte über verschiedene Bohrphasen hinweg ein robustes System, das in der Tiefe weiterhin offen ist.

Starke Bilanz und erfahrenes Team begleiten die nächste Phase

Zum 19. Februar 2026 weist Axo Copper 210,9 Mio. ausstehende Aktien und 255,6 Mio. vollständig verwässerte Aktien aus. Die Marktkapitalisierung liegt somit bei rund 179,3 Mio. CAD, die Cash-Position bei 38,8 Mio. CAD und der Enterprise Value bei 140,5 Mio. CAD. Hinzu kommt eine gestaffelte Warrant-Struktur mit insgesamt 39,6 Mio. Warrants: 0,6 Mio. zu 0,40 CAD, 10,3 Mio. zu 0,70 CAD und 28,8 Mio. zu 1,00 CAD. Eine Ausübung dieser Instrumente würde zusätzliche Mittelzuflüsse generieren und den Produktionspfad weiter absichern.

Auch personell ist Axo Copper auf die Umsetzung in Mexiko ausgerichtet. CEO Jonathan Egilo bringt Erfahrung als früherer Equity Analyst und im Mining Engineering mit. Executive Chairman Glenn Jessome ist Mitbegründer von GoGold und Silver Tiger. Karen Flores sitzt als Direktorin im Board, ist Generaldirektorin der mexikanischen Bergbaukammer CAMIMEX und war zuvor in leitender Funktion bei Agnico Eagle tätig.

Ergänzt wird das Team durch Lila Maria Bensojo-Arras mit Expertise im mexikanischen Wirtschaftsrecht, was insbesondere für die Steuerung der bereits unterzeichneten Ejido-Agreements relevant ist. Im weiteren Jahresverlauf richten sich die Blicke nun auf mehrere operative Meilensteine, darunter die Wiederherstellung des Straßenzugangs zur El Tigre Zone im Februar/März 2026, den Beginn der Bohrungen auf El Tigre im März, laufende Resultate aus den Tiefenbohrungen auf La Huerta sowie den Abschluss der Machbarkeitsstudie für den Neustart von San Antonio in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Fazit: Axo Copper hat sich mit der Übernahme von San Antonia komplett neu aufgestellt. Das Unternehmen verfügt nun über eine bestehende Goldressource von 1,12 Mio. Unzen, moderne (Produktions-) Infrastruktur, 40 Mio. CAD frisches Kapital und einen klaren Pfad in Richtung potenzieller Goldproduktion und verbindet dies mit zusätzlichem Kupfer-Explorationspotenzial auf La Huerta. Die Kombination aus Brownfield-Vorteilen auf San Antonio, umfangreicher Datenbasis, einer soliden Bilanz, institutionell geprägter Transaktionsstruktur und mehreren voraussichtlichen operativen Meilensteinen im Jahresverlauf 2026 sorgt dafür, dass Axo Copper in einem für den Markt wichtigen Entwicklungsstadium steht, das im weiteren Verlauf erhöhte Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte.

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