Terra Balcanica Resources treibt die Exploration auf seinem Vorzeigeprojekt in Bosnien und Herzegowina trotz widriger Wetterbedingungen voran. Die aktuellen Ergebnisse des Phase-III-Bohrprogramms liefern wichtige Bestätigungen für die geologischen Modelle auf den Zielgebieten Brezani und Cumavici.
Die kanadische Explorationsgesellschaft Terra Balcanica Resources Corp. (CSE: TERA; FRA: UB10) hat heute weitere Analyseergebnisse ihrer laufenden Phase-III-Bohkampagne veröffentlicht. Im Fokus der aktuellen Meldung stehen die Zielgebiete Brezani und Cumavici Ridge, die beide Teil des umfassenden Viogor-Zanik-Projekts in Bosnien und Herzegowina sind. Die neuen Daten deuten darauf hin, dass sich die mineralisierten Zonen an beiden Standorten signifikant ausweiten lassen, was die These eines großen magmatisch-hydrothermalen Systems im Untergrund stützt.
Besonders hervorzuheben ist dabei die Bestätigung einer ausgedehnten Goldmineralisierung nahe der Oberfläche bei Brezani sowie die erfolgreiche Identifikation weiterer hochgradiger Silber-Antimon-Adern bei Cumavici.
Brezani: Gold-Skarn-System gewinnt an Kontur
Das Zielgebiet Brezani entwickelt sich zunehmend zu einem komplexen, aber geologisch äußerst interessanten Areal für Terra Balcanica. Die aktuellen Bohrungen bestätigen die „Multi-Domain-Natur“ des Ziels. Das bedeutet, dass hier zwei verschiedene Mineralisierungstypen auftreten: ein goldhaltiger Skarn, der über einer epithermalen Silber-Antimon-Mineralisierung liegt.
Die Bohrung BRE25001A lieferte dabei ein beachtliches Ergebnis für die oberflächennahe Goldverteilung. Das Unternehmen meldete einen Abschnitt von 55 Metern mit 0,43 g/t Gold, beginnend in nur 12 Metern Tiefe unter der Oberfläche. Dieser Treffer ist insofern von Bedeutung, als er die bekannte Goldmineralisierung um 170 Meter entlang des Streichens in Nord-Süd-Richtung erweitert.

Abb. 1: Karte der 850 m langen Gold-im-Boden-Anomalie bei Brezani, die hervorragende Mächtigkeiten flacher, durch Bohrungen bestätigter Goldabschnitte beherbergt.
Geologisch betrachtet korreliert dieser Fund mit einem bekannten retrograden Skarn- und Kalksilikat-Hornfels-Paket, das bereits 2022 entdeckt wurde. Die Mineralisierung tritt in Verbindung mit Diorit-Gängen und hydrothermalen Brekzien auf. Besonders relevant für die weitere Exploration ist die Tatsache, dass diese Gold-Skarn-Struktur innerhalb einer noch weitaus größeren Bodenanomalie liegt. Die Anomalie erstreckt sich über eine Breite von mehr als 850 Metern, die größtenteils noch nicht durch Bohrungen getestet wurde. Dies lässt Raum für potenzielle weitere Entdeckungen entlang des Streichens.
Frühere Bohrungen hatten in diesem Bereich bereits ähnliche Mächtigkeiten und Gehalte gezeigt, darunter 88 Meter mit 0,50 g/t Gold ab der Oberfläche (Bohrloch BREDD002), was die Konsistenz des Systems unterstreicht.
Tieferliegende Silber-Ziele und Strukturgeologie
Neben der oberflächennahen Goldkomponente zielt Terra Balcanica auf dem Brezani-Target auch auf tiefergelegene, polymetallische Strukturen ab. Das Bohrloch BRE25001 durchschnitt eine epithermale Mineralisierung, die 60 g/t Silberäquivalent (AgEq) über 6,0 Meter ab einer Tiefe von 158 Metern lieferte. Darin enthalten war ein hochgradigerer Kern von 3,0 Metern mit 95 g/t AgEq.
Diese Ergebnisse bestätigen die Kontinuität einer steil abfallenden Struktur, die sich etwa 92 Meter nordöstlich eines früheren hochgradigen Treffers (436 g/t AgEq über 19,6 Meter) befindet. Interessant für das geologische Modell ist die Erkenntnis, dass die strukturellen Zonen in flacherer Tiefe angetroffen wurden als ursprünglich prognostiziert. Dies deutet auf ein steileres Einfallen der Wirtsstrukturen nach Südwesten hin, was für die Planung zukünftiger Bohrziele von entscheidender Bedeutung ist. Die Mineralisierung selbst besteht aus gebänderten Quarz-Karbonat-Sulfid-Adern, ein typisches Merkmal für epithermale Systeme dieser Art.
Cumavici Ridge: Bestätigung der Wirtsstrukturen
Parallel zu den Arbeiten auf Brezani treibt Terra Balcanica auch die Untersuchung des Ziels Cumavici Ridge voran. Hier liegt der Fokus auf hochgradigen Silber- und Antimon-Vorkommen. Das Bohrloch CMV25002 wurde konzipiert, um die Mineralisierung in geringerer Tiefe zu testen als das zuvor gemeldete Bohrloch CMV25001.
Die Bohrung war erfolgreich und durchschnitt 186 g/t AgEq über 0,5 Meter ab einer Tiefe von 58,2 Metern. Obwohl der Abschnitt relativ schmal ist, ist er geologisch signifikant, da er die Fortsetzung der Wirtsstruktur in Richtung Oberfläche und weiter nach Nordwesten belegt.
Die Geologie bei Cumavici wird von vulkanischem Gestein (Tuffe und pyroklastische Brekzien) dominiert, das von NW-SO verlaufenden Strukturen durchschnitten wird. In diesen Verwerfungen, die an der Oberfläche oft als topografische Senken erkennbar sind, konzentriert sich die Mineralisierung. Der Bohrkern von CMV25002 zeigte starke argillitische Alteration (Umwandlung zu Tonmineralen) und Verwerfungsletten, die mit Sulfiden wie Pyrit, Sphalerit, Galenit und Stibnit durchsetzt waren. Dies sind klassische Indikatoren für das dortige epithermale System.

Abb. 2: Karte des Viogor-Zanik-Projekts in Bosnien
Strategische Bedeutung und Ausblick
Aleksandar Mišković, CEO von Terra Balcanica, zeigte sich mit dem Verlauf der Phase-III-Kampagne zufrieden. Er betonte, dass die Vergrößerung des mineralisierten Fußabdrucks an beiden Standorten um jeweils fast 100 Meter entlang des Streichens ein entscheidender Schritt sei, um die Größendimension („Size Aspect“) des Projekts zu belegen.
Das Unternehmen sieht sich gut positioniert, um eines der bedeutendsten silberreichen Explorationsassets auf dem Balkan zu entwickeln. Die Arbeiten finden in einem historisch bergbaufreundlichen Umfeld statt; das Projekt Brezani liegt nur rund 8,4 Kilometer südlich der operativen Sase-Mine von Mineco Ltd., die jährlich etwa 330.000 Tonnen Blei-Zink-Silber-Gold-Konzentrat produziert. Diese räumliche Nähe zu existierender Bergbauinfrastruktur ist ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil.
Trotz winterlicher Bedingungen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt setzt Terra Balcanica die Arbeiten fort. Während das geplante Bohrprogramm bei Brezani vollständig beauftragt ist, werden die Bohrgeräte nun wieder auf Cumavici konzentriert, um dort weitere Tests durchzuführen. Anleger dürften gespannt darauf warten, ob die kommenden Bohrungen die Verbindung zwischen den einzelnen polymetallischen Systemen (Joseva, Cumavici Crest und Cumavici Ridge) weiter untermauern können.
Das Unternehmen beweist mit diesen Ergebnissen erneut, dass das Viogor-Zanik-Projekt über ein komplexes, aber hochgradiges Vererzungssystem verfügt, dessen volles Potenzial erst schrittweise durch systematische Bohrungen erschlossen wird.