Goliath Resources (TSX-V: GOT; Frankfurt: B4IF) ordnet die Eigentümerstruktur des Golddigger-Projekts in British Columbias Golden Triangle neu. Das Unternehmen teilte mit, dass es eine Änderung des bestehenden Optionsabkommens mit dem J2 Syndicate und J2 Syndicate Holdings Ltd. vereinbart hat. Kern der Anpassung: Goliath Resources will den Anteil am Golddigger-Grundstück, auf dem die hochgradige Surebet-Goldentdeckung liegt, von bislang 49% auf 100% erhöhen und gleichzeitig die vom Syndikat gehaltene Net Smelter Return Royalty (NSR) von 3% auf 2% reduzieren.
Als Gegenleistung sollen spätestens bis zum 15. März 2026 insgesamt 3.000.000 Stammaktien von Goliath Resources ausgegeben werden. Warrants sind im Rahmen dieser Gegenleistung nicht vorgesehen, was unserer Ansicht nach ein positiver Aspekt ist. (Die Transaktion allerdings steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die TSX Venture Exchange.)
Goliath Resources ändert Konditionen des Optionsabkommens
Mit der Vertragsänderung werden nicht nur Eigentumsquote und Royalty angepasst, sondern auch mehrere zentrale Verpflichtungen aus dem bisherigen Optionsvertrag neu gefasst. So wird der Zeitplan für eine erste Ressourcenschätzung (Maiden Mineral Resource Estimate, MRE) deutlich nach hinten verschoben: Goliath Resources muss eine MRE nun bis spätestens 1. Juni 2030 veröffentlichen und anschließend jeweils zum dreijährigen Jahrestag dieses Datums erneut. Im ursprünglichen Abkommen war die Veröffentlichung der MRE bereits bis 1. Juni 2027 vorgesehen gewesen, ebenfalls mit einer Wiederholung im Drei-Jahres-Rhythmus.
Auch die Zahlungen an J2 im Zusammenhang mit einer Ressourcenschätzung wird geändert. Künftig gilt laut Mitteilung: Goliath Resources zahlt dem J2 1 US-Dollar pro Goldäquivalent-Unze (AuEq) in der MRE, soweit diese über 4.000.000 AuEq-Unzen liegt. Zuvor war ein anderes Modell vereinbart gewesen, das eine fixe Zahlung von 1,0 Mio. US-Dollar sowie zusätzlich 1 US-Dollar pro AuEq-Unze über 2.000.000 AuEq-Unzen vorsah.
Ein weiterer Punkt betrifft den Fall eines Kontrollwechsels. Sollte es vor der Veröffentlichung einer MRE zu einem Change of Control (Übernahme!) bei Goliath Resources kommen, soll der Erwerber grundsätzlich die Verpflichtungen aus dem geänderten Abkommen übernehmen. Gleichzeitig wird in diesem Szenario die Frist zur Vorlage eines initialen Ressourcenberichts (MRE) angepasst: Statt des Stichtags 1. Juni 2030 gilt dann der dritte Jahrestag des Abschlusses der Change-of-Control-Transaktion. Zudem würde in diesem Fall die Ausnahmeregelung entfallen, nach der die ersten 4.000.000 AuEq-Unzen in der MRE von Zahlungen ausgenommen sind.
Golddigger und Surebet im Fokus der weiteren Arbeiten
Das Golddigger-Projekt liegt in der bekannten Explorations- und Bergbauregion Golden Triangle im Nordwesten von British Columbia. Im Mittelpunkt steht dabei die bereits jetzt gewaltige Surebet-Goldentdeckung, die Goliath als hochgradiges System mit mehreren horizontal abfallenden sowie vertikalen „Adern“ beschreibt.
Goliath hatte 2025 die bislang größte Bohrkampagne des Unternehmens auf Golddigger abgeschlossen, insgesamt 64.364 Meter. Für 2026 sei das Unternehmen zudem vollständig finanziert, um ein Programm in ähnlicher Größenordnung umzusetzen. Zusätzlich stehen aus dem Bohrprogramm 2025 noch 110 Bohrlöcher mit ausstehenden Analyseergebnissen für Silber, Zink und Blei aus, die dann mit den bereits bekannten Goldgehalten zu Goldäquivalent-Werten (AuEq) zusammengeführt werden.
Die angekündigte Vertragsänderung passt damit in eine Phase, in der Goliath Resources parallel an der weiteren Datengrundlage arbeitet. Während die MRE-Verpflichtung vertraglich auf 2030 verschoben wurde, laufen die Bohr- und Auswertungsarbeiten weiter. In der Mitteilung nennt das Unternehmen außerdem mehrere strategische Aktionäre, darunter Crescat Capital, Global Commodity Group (Singapore), McEwen Inc. (NYSE: MUX; TSX: MUX) sowie weitere Investorenpersönlichkeiten.
Einordnung der neuen Vereinbarung
Für Goliath Resources steht mit der Vereinbarung vor allem die beschleunigte Klarheit über Eigentumsverhältnisse und Royalty-Konditionen im Vordergrund. Die Reduzierung der NSR von 3% auf 2% senkt die Belastung, die typischerweise prozentual an künftige Umsätze aus dem Verkauf von Metall gekoppelt ist. Gleichzeitig übernimmt das Unternehmen mit dem Erwerb von 100% der Anteile an Golddigger die komplette Kontrolle über das Projekt und wird in Zukunft allein von möglichen Erlösen – sei es bei einer Übernahme oder bei Produktionsbeginn – profitieren.
Die geänderten MRE- und Zahlungsregelungen verschieben zudem vertragliche Meilensteine und mögliche Zahlungsverpflichtungen in der Zukunft. Damit wird der Rahmen neu gesetzt, innerhalb dessen Goliath Resources die nächsten Arbeitsprogramme am Golddigger-Projekt – einschließlich der ausstehenden AuEq-Analysen und des geplanten Bohrprogramms 2026 – weiter vorantreiben will.