Auf dem im Norden des US-Bundesstaates Minnesota gelegenen Topaz-Helium-Projekt hat Pulsar Helium (TSX.V: PLSR, FSE: Y3K, WKN: A3EP2C) jetzt ein neues 2D-Seismikprogramm gestartet. Es sollen insgesamt fünf seismische Linien mit einer Gesamtlänge von 66,8 Kilometer geflogen werden. Mit den so ermittelten Daten möchte Pulsar die Untergrundstruktur des Topaz-Projekts weiter aufklären und wichtige Informationen für die laufende Ressourcenbewertung und die Auswahl zukünftiger Bohrziele gewinnen.
Durchgeführt werden die Arbeiten, die am 20. Januar 2026 begonnen haben, vom kanadischen Unternehmen Faraday Geophysics. Aktuell geht Pulsar davon aus, dass das Programm bis Mitte März abgeschlossen sein wird. Vor Beginn der Arbeiten hat Pulsar hat alle erforderlichen Genehmigungen für die Durchführung der Vermessung von wichtigen Interessengruppen in Minnesota erhalten, darunter dem United States Forest Service, dem Minnesota Department of Transportation, Lake County, dem Department of Natural Resources und den Landbesitzern.
Pulsar setzt auf innovative Explorationsmethode, die die Umwelt nur minimal belastet
Bei aktiven 2D-Seismik-Messungen werden Schallwellen verwendet, die von einem Gerät namens Vibroseis erzeugt werden. Zentraler Bestandteil des Geräts ist eine auf dem Boden platzierten Vibrationsplatte. Sie erzeugt Schallwellen, die in den Boden geleitet werden. Von der Erdoberfläche aus pflanzen sich die Schallwellen weiter in die Tiefe fort und werden dabei, ohne invasiv zu sein, von den unterirdischen Schichten in unterschiedlicher Intensität zurückgeworfen.
Die vom Vibroseis erzeugten Vibrationen sind extrem gering. Die Schallwellen kehren an die Oberfläche zurück, wo sie von sogenannten Geophon-Knoten aufgezeichnet werden. Die Geophon-Knoten bestehen aus kleinen drahtlosen Geräten mit einer Größe von typischerweise 10 Zoll oder weniger. Während der Untersuchung werden die Knoten auf dem Boden platziert und später nach Abschluss der Untersuchung von Hand wieder eingesammelt.
Während der Untersuchung bewegen sich die Schallquellen und die Empfänger gemeinsam entlang einer geraden Linie. Das Ergebnis ist ein „Querschnitt” des Untergrunds unterhalb der Vermessungslinie. Die vor Ort gesammelten Daten werden bei der Nachbearbeitung am Computer wieder zusammengesetzt. So entsteht ein zusammenhängendes Bild des interessierenden Untergrundbereichs.
Umweltschonendes seismisches Verfahren
Ein wesentlicher Vorteil von seismischen Vermessungen ist, dass sie nur minimal invasiv sind. Für Pulsar, das für eine schonende Exploration der natürlichen Umwelt steht, sind seismische Messungen daher das Mittel der Wahl und von Beginn an hat das Unternehmen auf diese, die Natur schonende Explorationsmethode gesetzt.
Um auch Waldgebiete nur minimal zu beeinflussen, wurde das allgemeine Konzept der 2D-Seismik jedoch so erweitert, dass es nun möglich ist, bewaldete Flächen leichter zu vermessen. Das Konzept der umweltschonenden Seismik vermeidet Störungen an der Oberfläche und reduziert den Holzverlust, indem weniger Verkehrskorridore benötigt werden.