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Die Märkte scheinen nicht mehr überzeugt, dass die derzeit hohe Inflation so „vorübergehend“ ist, wie die US-Notenbank es gerne haben will. Gestern war bekanntgeworden, dass die US-Verbraucherpreise im Oktober annualisiert um 6,2% stiegen – den höchsten Wert seit 1990. Gold reagierte prompt.

Als Reaktion auf die neuesten Daten schoss der Goldpreis fast 40 USD nach oben, waren die Comex-Futures zwischenzeitlich 2% im Plus, während die Aktienmärkte nachgaben. Im frühen, europäischen Handel kostet eine Unze des Metalls immer noch rund 1.854 USD.

Auf Monatsbasis war der Consumer Price Index (CPI) um 0,9% gestiegen, das größte Plus seit vier Monaten. Selbst der so genannten „core CPI“, in dem die Preise für Lebensmittel sowie Energie nicht enthalten sind, legte gegenüber dem Vorjahr um 4,6% zu, was den größten Anstieg seit August 1991 bedeutet, wie Kitco News berichtet.

Wie Experten festhielten, lagen mehr als 80% der Subkomponenten des CPI über 2%, auf dem höchsten Stand seit 1991, was auf breitere Preisanstiege hindeute, die nicht nur auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft nach der Coronakrise zurückzuführen seien.

US-Finanzministerin Janet Yellen versuchte die Märkte zu beruhigen und erklärte, dass die hohen Preise nicht andauern würden. Sie fügte an, dass die Fed bereit sei zu handeln, sollte es nötig werden, eine Inflation wie in der 1970er Jahren zu verhindern. Yellen geht nicht davon aus, dass die hohe Inflation über das kommende Jahr hinaus anhalten wird, da Wirtschaft und Nachfrage dann ihrer Ansicht nach wieder auf ein normales Niveau zurückkehren werden.

Experten allerdings schließen nicht aus, dass die Inflation auf kurze Sicht auf annualisiert 7% steigen könnte. Die Inflation habe die Erwartungen erneut sehr deutlich übertroffen. Sowohl die übergeordnete als auch die Kernraten seien auf 30 Jahreshoch und zeigten keine Anstalten, sich abzuschwächen, sodass 7% möglich seien, hieß es.

Auf jeden Fall scheinen die Oktober-Inflationsdaten für Gold der Auslöser gewesen zu sein, auf den die Goldbullen seit Monaten warteten. Das gelbe Metall wurde aggressiv als Inflationsschutz gesucht und schaffte es über den von Chartanalysten als entscheidend bezeichneten Widerstand bei 1.830 USD pro Unze. Sollte Gold über dieser Marke bleiben, könne das den Weg Richtung 1.900 USD pro Unze freimachen, hieß es.

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