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Der Goldmarkt kämpft immer noch mit der Marke von 1.800 USD pro Unze. Analysten sehen weiterhin Luft nach oben, doch eine deutsche Bank senkt ihre Zielmarke für das Jahresende.

Ende vergangener Woche hieß es nämlich von der Commerzbank, dass man davon ausgehe, dass der Goldpreis das Jahr bei rund 1.900 USD pro Unze beschließt, während zuvor mit 2.000 USD je Unze gerechnet wurde. Allerdings ist das Erreichen dieser psychologisch wichtigen Marke nur auf das Jahr 2022 verschoben, zumal die Commerzbank-Experten langfristig positiv für das Edelmetall gestimmt sind.

Wie die Bank erklärt, sollte eine wichtige Hürde für Gold fallen, sobald die US-Notenbank beginnt, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. Zudem erwarte man, dass die Inflation in den Vereinigten Staaten schon im vierten Quartal signifikant zurückgehen könnte. Und damit, hieß es weiter, sollte den zuletzt aufgekommenen Erwartungen auf Zinserhöhungen Wind aus den Segeln genommen werden. Die Commerzbank rechnet sogar damit, dass die US-Inflation im kommenden Jahr unter die Zielmarke der Fed fällt, was dazu führen sollte, dass der Markt Zinserhöhungen weniger stark erwartet. Und deshalb, so die Analysten, geht man davon aus, dass der Goldpreis in den nächsten 12 Monaten signifikant steigen wird.

Die Bank aus Deutschland sieht aber nicht nur Potenzial für das gelbe Metall, da sie davon ausgeht, dass die US-Zinsen auf niedrigem Niveau bleiben werden sondern auch, da Gold historisch betrachtet im Vergleich zu anderen Asset-Klassen auf einem „ungerechtfertigt niedrigen Niveau“ notiere. So entspreche eine Unze Gold knapp unter 5% des Dow Jones Industrial Average. In den vergangenen zehn Jahren aber habe dieser Wert bei 7,6% und im Hoch sogar bei über 17% gelegen, erläutern die Experten.

Ein entscheidender Faktor für die Aufwertung des Goldpreises ist nach Ansicht der Commerzbank-Analysten die Rückkehr der Investmentnachfrage. Der Goldpreis ist vom Hoch des vergangenen Jahres um mehr als 13% gefallen, unter anderem da Anleger seit August 2020 270 Tonnen des Edelmetalls aus mit physischem Gold besicherten ETFs abzogen. Dass, so die Experten, entspreche fast einem Monat globaler Goldminenproduktion.

Nach Ansicht der Commerzbank verschleiert aber die schwache Nachfrage nach Gold-ETFs andere, starke Nachfragequellen insbesondere die physische Nachfrage nach Münzen und Barren. Unter Bezugnahme auf Daten des World Gold Council weisen die Experten darauf hin, dass in der ersten Jahreshälfte 62 Tonnen physisches Gold in den USA und Goldmünzen und Barren im Volumen von 90 Tonnen in Deutschland gekauft wurden.

Damit habe sich die Nachfrage nach dieser Art von Investment in Nordamerika in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, hieß es weiter.

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