Wie oft haben wir in den letzten Tagen die Schlagzeile gelesen: „Neues Allzeithoch beim Goldpreis?“ Das Faktum stimmt natürlich. Vollständig wird die Aussage aber erst, wenn man hinzufügt, dass der Goldpreis in US-Dollar nominal einen neuen Höchststand erreicht hat.
Wir alle wissen, dass die Inflation die Kaufkraft aller Fiat-Währungen, einschließlich des US-Dollars, jedes Jahr etwas schwächt. Wir bezeichnen die Zinssätze als „real“, wenn sie inflationsbereinigt sind. Nach diesem Standard hat der reale Goldpreis noch einen langen Weg vor sich, um neue Höchststände zu erreichen.
In „realen“ Zahlen muss Gold um fast 700 Dollar steigen, um das inflationsbereinigte Allzeithoch von 2.722,18 USD im Jahr 1980 zu übertreffen. Es muss über 2.149,69 USD steigen, nur um den Höchststand von 2011 zu übertreffen.
Selbst das Überschreiten der psychologischen 2.000 USD-Markt dürfte dafür sorgen, dass mehr generalistische Investoren angelockt werden. Ein Anstieg des Goldpreises auf 2.700 Dollar könnte leicht eine wahre Marktmanie auslösen.
Bei Silber gilt die gleiche Logik
Dieselbe Logik gilt natürlich auch für Silber. Nur um seinen Höchststand von 2011 zu erreichen, müsste Silber 55,78 USD erreichen. Um ein „echtes“ Allzeithoch zu erreichen, muss Silber über 160,59 USD notieren.
Das obige Diagramm ist ein konservativer Fall; vollständig inflationsbereinigt – die realen Gold- und Silberpreise wären viel höher.
Kurz- bis mittelfristig ist es möglich, dass der Goldpreis erst einmal eine deutliche Verschnaufpause braucht. Die Erfahrung sagt, dass nichts ewig gerade nach oben geht. Wenn die Preise so vertikal steigen, wie es Gold und Silber in letzter Zeit getan haben, neigen sie zu ebenso steilen Rücksetzern. Goldkäufer können und sollten sich mit hoher Volatilität anfreunden. Käufer von Goldaktien und erst recht von Gold-Juniors leben sowieso mit hoher Volatilität.
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