Der Westen muss von China unabhängig werden

Wie Daten der Zollbehörden zeigen, stiegen die chinesischen Exporte so genannter Seltener Erden 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,3%, berichtet Reuters. Das lag demzufolge vor allem an den wettbewerbsfähigen Preisen sowie der steigenden Auslandsnachfrage der Hersteller von Elektromobilen sowie aus anderen Hightech-Bereichen.

Wie Daten der allgemeinen Zollbehörde Chinas darlegten, lieferte die Volksrepublik im letzten Jahr 52.307 Tonnen Selten Erden-Minerale ins Ausland. Analysten zufolge, heißt es in dem Bericht weiter, ist das auf die schnelle Entwicklung von neuen Elektromobilen, der Windkraft und von Inverter-Klimaanlagen zurückzuführen. Die gar nicht so Seltenen Erden kommen zudem u.a. in Rüstungsgütern und Verbraucherelektronik zum Einsatz.

China liefert sich mit dem Rest der Welt schon seit Längerem einen an Schärfe zunehmenden Kampf um die Kontrolle dieser und anderer als „kritisch“ angesehener Mineralien. 2023 führt die Volksrepublik Exporteinschränkungen auf Germanium, Gallium und einige Graphitprojekte ein, welche z.B. in Halbleitern und Batterien für Elektromobile verwendet werden. Was Besorgnis schürte, dass Seltene Erden demnächst ebenfalls auf dieser Liste erscheinen könnten.

Der Westen strebt nach Unabhängigkeit von China

Die Vereinigten Staaten und auch Europa versuchen deshalb schon seit einiger Zeit, sich insbesondere bei den Seltenen Erden von China unabhängig zu machen. Denn das Reich der Mitte zeichnet für fast 90% des gesamten Angebots an verarbeiteten Seltenen Erden verantwortlich.

Allerdings stieg die Nachfrage zwar, blieb aber hinter dem Anstieg des Angebots zurück, was die Preise einen großen Teil des Jahres 2023 hindurch belastete. Bis Sorgen um die Angebotssicherheit, ausgelöst durch einen Stopp des Abbaus in Myanmar, die Seltene Erden-Preise im vergangenen September wieder deutlich anziehen ließ.

Dennoch lag der Spotpreis für Praseodym-Neodym-Oxid Ende vergangenen Jahres mit 457.500 Yuan pro Tonne Daten von Shanghai Metals Market zufolge um 34% unter dem Vorjahreswert. Was auch damit zu tun hat, dass China die Abbauquote für Seltene Erden für das Jahr 2023 auf 255.000 Tonnen und die Verarbeitungs- bzw. Separationsquote auf 243.850 Tonnen anhob. Das sind Erhöhungen um jeweils mehr als 20%.

Im Dezember 2023 fielen laut Reuters dann die Ausfuhren der 17 als Seltene Erden klassifizierten Minerale um 18,24% gegenüber November und um 20% im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe Seltener Erden hingegen stiegen im Dezember um 45% im Vergleich zum Vorjahr auf 16 381 Tonnen, während die Gesamteinfuhren 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 44,8 % auf 175 853 Tonnen stiegen, wie die Zolldaten Reuters zufolge zeigten.

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