Zum ersten Mal seit Jahren: Chinas Kupferproduktion im September schwächer erwartet

Kupfer Röhren von der Seite Axo Copper - GOLDINVEST

Normalerweise gilt der September in China als Hochsaison für die Kupferproduktion – doch in diesem Jahr kommt alles anders. Zum ersten Mal seit 2016 deuten die Zahlen auf einen Rückgang hin. Analysten gehen von einem Minus von rund 4 bis 5 Prozent im Vergleich zu August aus.

Gründe für den Rückgang

Hauptauslöser sind neue Steuerregeln, die das Einschmelzen von Schrottkupfer unattraktiver machen. Dadurch fehlt es an Kupferanoden, die für die Weiterverarbeitung in den Raffinerien unverzichtbar sind. Hinzu kommt, dass gleich fünf Schmelzwerke im September wegen Wartungsarbeiten stillstehen – zwei mehr als im Vormonat. Normalerweise könnten Raffinerien in solchen Phasen auf Anoden aus anderen Quellen zurückgreifen. Doch aktuell herrscht auch dort Knappheit, was die Produktion zusätzlich belastet. Laut Daten des Shanghai Metals Market sinkt die Auslastung der betroffenen Schmelzer im September im Schnitt auf knapp 60 Prozent – ein deutlicher Rückgang.

Auswirkungen auf Markt und Preise von Kupfer

Besonders heikel: Der Produktionsdämpfer fällt genau in eine Phase, in der die Nachfrage traditionell hoch ist. Kupfer wird in China stark im Bau, in der Energieversorgung und im Maschinenbau benötigt. Das geringere Angebot könnte daher die Preise stützen. Unterstützung bekommen die Notierungen zudem von der Hoffnung auf eine Zinssenkung der US-Notenbank, die Rohstoffe für Investoren attraktiver machen würde.

Auch für die globalen Verhandlungen zwischen Schmelzern und Minenbetreibern ist die Entwicklung bedeutsam. Durch die verringerte Nachfrage nach Kupferkonzentrat während der Wartungsarbeiten könnten die zuletzt stark gefallenen Verarbeitungsgebühren etwas stabilisiert werden. Wenn die chinesischen Schmelzer im November mit den Minengesellschaften über die Konditionen für 2026 sprechen, könnten sie dadurch gestärkt an den Tisch gehen.

Auch wenn der Rückgang im September und wahrscheinlich auch im Oktober bemerkbar sein wird: Auf das Gesamtjahr gesehen dürfte China dennoch einen neuen Produktionsrekord erreichen. Für den Markt bedeutet das kurzfristig Rückenwind für die Preise, langfristig dürfte die hohe Volatilität beim roten Metall anhalten.

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