Samstag, 28. Jan, 20:17
 
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Quelle: Messari am 31.12.2020

Der erfolgreiche Ausbruch sorgte sofort für eine nochmalige Beschleunigung, so dass die Bitcoin-Preise bis zum 8. Januar weiter explodierten und bis auf fast 42.000 USD ansteigen konnten. Damit hatte sich der Bitcoin seit dem Corona-Crash innerhalb von weniger als 10 Monaten mehr als verzehnfacht! Auf das Gesamtjahr 2020 betrachtet stellte Bitcoin so ziemlich alles in den Schatten und konnte um 318% zulegen.

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In den letzten zwei Wochen kam es dann allerdings nicht überraschend zu einer Welle an Gewinnmitnahmen, welche die Preise im Tief bis auf knapp 29.000 USD zurückführten. Diese schnelle Korrektur sorgte also für einen Rückgang um gut 31% in gerade einmal 14 Tagen. Im großen Bild ist dies allerdings nicht ungewöhnlich. Vielmehr hat der Bitcoin in den letzten 10 Jahren unzählige Male derartige korrektive Preisbewegungen gesehen. Im letzten Bullenmarkt zwischen dem Herbst 2015 und dem Dezember 2017 kam es insgesamt zu sechs heftigen Rücksetzer, welche allesamt zwischen 29% und 38% betrugen.

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Im langfristigen Vergleich ist die Volatilität jedoch immer noch relativ niedrig. Vielmehr deutet die relative Volatilität daraufhin, dass die Schwankungsbreite gerade erst wieder langsam zu steigen beginnt und im Zuge des laufenden Bullenmarktes erst noch richtig durch die Decke gehen wird.

Insgesamt befindet sich der Bitcoin seit dem Corona Crash im März 2020 in einem neuen Bullenmarkt und dürfte in den kommenden 10 bis 24 Monaten noch deutlich höhere Preisregionen ansteuern. Dann werden auch Tageschwankungen von 10.000 USD und mehr immer häufiger zu beobachten sein.


2. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar

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Quelle: Tradingview

Mit dem Ausbruch über das Allzeithoch um 20.000 USD am 16. Dezember 2020 beschleunigte sich die seit März 2020 laufende Bitcoin-Rally nochmals deutlich. Obwohl die Marktlage auf allen Zeitebenen bereits stark überkauft war, verdoppelte sich der Bitcoin innerhalb der folgenden vier Wochen und erreicht am 8. Januar 2021 ein neues Allzeithoch um 42.000 USD. Nun muss der Bitcoin diesen starken Anstieg erstmal verdauen. Der Rückfall bis auf knapp 29.000 USD ist daher vollkommen normal und gesund.

Aus der Perspektive des Wochencharts lässt sich ein Ende der angelaufenen Korrektur bislang allerdings nicht erkennen. Betrachtet man die "alten" Unterstützungszonen sowie den überkauften Stochastik-Oszillator, wäre eine Rücklauf an das Ausbruchsniveau um 20.000 USD durchaus denkbar. Darüber hinaus gäbe es zwei langjährige Aufwärtstrendlinien, die ebenfalls als mögliche Ziele auf der Unterseite fungieren könnten.

Legt man die klassischen Fibonacci Retracements vom Tiefpunkt bei 3.850 USD und dem kürzlich erreichten Hochpunkt bei 42.000 USD an, wäre das 38,2% Retracement bei 27.425 USD das minimale Korrekturziel. Kann sich der Bitcoin weiterhin oberhalb dieses Retracements halten, wäre dies ein klares Zeichen von Stärke. Auch ein nochmaliger Test der Tiefstkurse bei 29.000 USD wäre dabei noch akzeptabel. Sollte das Tief vom 22. Januar allerdings klar unterschritten werden, dürfte sich die Korrektur ausweiten. Dann werden Kurse um 27.500 USD und tiefer bis in Richtung 20.000 USD bis 22.000 USD immer wahrscheinlicher.

Da sich der Bitcoin aber zweifelsohne in einem etablierten Bullenmarkt sowie in einem übergeordneten Aufwärtstrend befindet, liegen die Überraschungen grundsätzlich meist auf der Oberseite. Dabei gibt es eigentlich nur anzumerken, dass neuerliche Kurse oberhalb von 40.000 USD wohl die Fortsetzung der steilen Rally signalisieren würden. In diesem Fall dürften dann auch schnell Kurse um die nächste psychologische Marke von 50.000 USD folgen.

Insgesamt ist der Wochenchart oberhalb von 20.000 USD grundsätzlich bullisch. Gleichzeitig liegen noch keine Signale für ein Ende des kürzlich gestarteten Rücksetzers vor. Angesichts des relativ frischen Stochastik-Verkaufssignals besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich die Korrektur der letzten drei Wochen noch deutlich ausweiten wird. Können die Bullen das Kursgeschehen allerdings oberhalb von 29.000 - 30.000 USD halten, kann die Rally jederzeit fortgesetzt werden.

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Quelle: Tradingview

Auf dem Tageschart hat die Korrektur der letzten drei Wochen zwischenzeitlich bereits für eine klar überverkaufte Lage und damit für eine erste risikoarme Einstiegschance gesorgt. Schnell konnte sich der Bitcoin daraufhin in wenigen Tagen von 29.000 USD bis auf fast 35.000 USD wieder deutlich erholen. Wer hier mit tiefen Kauflimits geduldig fischt, ist klar im Vorteil. Wer hingegen zwanghaft und ungeduldig handelt, bekommt mit den hohen Preisschwankungen ein echtes Problem.

Zwar bewegt sich das aktuelle Preisgeschehen derzeit weit oberhalb der 200-Tagelinie (16.738 USD) als auch weit entfernt von etablierten Unterstützungszonen (20.000 USD), dennoch ist die Ausgangslage durchaus vielversprechend. Basierend auf dem Prinzip, dass sich ein übergeordneter Trend mit hoher Wahrscheinlichkeit eher fortsetzt als dass er nachhaltig dreht, gilt es nach Einstiegschancen auf der Long-Seite zu suchen (Stichwort: "Buy The Dip").

Dabei müsste der Bitcoin jetzt "nur" das gestrige Tageshoch knapp unter 35.000 USD überbieten. Dann wäre die kurzfristige Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs zumindest gebrochen und ein neutrales bis leicht bullisches Setup installiert.

Insgesamt ist der Tageschart leicht überverkauft und kurzfristig noch im Abwärtstrend. Allerdings handelt der Bitcoin nun bereits seit dreieinhalb Wochen um und oberhalb von 30.000 USD. Damit wird derzeit der starke Anstieg konsolidiert. Gleichzeitig bildet sich so eine Basis, von der sich die übergeordnete Rally dann fortsetzen kann.


3. Sentiment Bitcoin

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Der quantitative Sentiment-Indikator "Bitcoin Optix" signalisierte ab Ende Dezember und dann insbesondere Anfang Januar eine kurzfristige Übertreibung. Die scharfe Korrektur in der Größenordnung von 31% sorgte jedoch in Windeseile für eine vollständige Abkühlung des übertriebenen Optimismus und erzeugte zumindest kurzfristig eine kleine Panik unter den schwachen Händen.

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Der deutlich komplexere Cryptro Fear & Greed Index hingegen misst weiterhin ein erhöhtes Maß an Gier im gesamten Crypto Sektor. Derartige Zustände konnten in der Vergangenheit allerdings über viele Monate hinweg anhalten.

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Im langfristigen Vergleich ist aber auch der Crypto Fear & Greed Index deutlich zurückgekommen und reflektiert derzeit ein eher ausgeglichenes Stimmungsbild.

Insgesamt hat sich das überhitzte Sentiment durch den Kursrückgang von 42.000 USD bis auf 29.000 USD erstaunlich schnell bereinigt, so dass einer Fortsetzung der Rally aus der Sentiment-Perspektive nichts im Weg steht.

4. Saisonalität Bitcoin

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Quelle: Seasonax



Aus der saisonalen Perspektive ist der Bitcoin in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt bis Mitte April seitwärtsgelaufen. Demnach könnte sich die kürzlich begonnene Korrektur durchaus noch mit Kursen zwischen grob gesagt 25.000 USD und 40.000 USD zumindest einige Wochen hinziehen.

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Quelle: Seasonax



Legt man jedoch lediglich die Kursentwicklung in Bullenmarktjahren zugrunde, schrumpft zwar der Datensatz auf die Jahre 2010, 2012, 2013, 2016 und 2017, gleichzeitig wird aber klar, dass der Bitcoin in diesen Jahren dann immer schon zwischen Mitte Januar und Mitte Februar ein wichtiges Tief gefunden hatte.

Insgesamt ist man gut beraten auf Sicht der kommenden Wochen keine übertriebenen Preisexplosionen zu erwarten. Diese ereignen sich statistisch betrachtet eher in den Monaten April bis Juni und Oktober bis Dezember. Wirklich ungünstig sind die Aussichten für die kommenden ein bis zwei Monate allerdings auch nicht.


5. Bitcoin gegen Gold

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Quelle: Chaia

Bei Kursen von 32.400 USD für einen Bitcoin und 1.851 USD für eine Feinunze Gold liegt das Bitcoin/Gold-Ratio aktuell bei ca. 17,5. D.h. man muss für einen Bitcoin derzeit deutlich mehr als 17 Unzen Gold bezahlen. Andersherum gesagt kostet eine Feinunze Gold aktuell nur noch 0,057 Bitcoin.

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Damit hat sich die Outperformance des Bitcoins gegen Gold in den vergangen zwei Monaten weiter deutlich verschärft. Ein Ende dieses großen Trends ist weit und breit nicht in Sicht. Im Gegenteil, trotz möglicher kurzfristiger Schwankungen und Gegenbewegungen dürften Gold und Silber gegen Bitcoin eher weiter verlieren.

Grundsätzlich sollte man sowohl in Edelmetallen als auch in Bitcoins investiert sein. D.h. mindestens 10% und besser 25% seines Gesamtvermögens sollte man in physische Edelmetalle anlegen, während man in Kryptos und vor allem im Bitcoin zumindest 1% bis 5% halten sollte. Wer sich mit den Kryptowährungen und Bitcoin sehr gut auskennt, kann individuell natürlich auch deutlich höhere Prozentzahlen in Bitcoin allokieren. Für den normalen Anleger, der primär vor allem in Aktien und Immobilien investiert ist, sind 5% im hochspekulativen und hochvolatilen Bitcoin aber schon extrem viel.


6. Makroausblick

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Quelle: Investing.com


Mit der Amtseinführung von Joe Biden haben sich zwar die politischen Verhältnisse in den USA deutlich verschoben, die lockere Geldpolitik der letzten zwanzig Jahre dürfte sich damit aber fortsetzen und deutlich intensivieren. Die Preise für Gold und Silber als auch für den Bitcoin werden durch die ständigen Geldmengenausweitungen also mittelfristig weiter nach oben getrieben.

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© Holger Zschaepitz via Twitter @Schuldensuehner, 20. Januar 2021
 
Die durch nichts als das blinde Vertrauen der Bürger gedeckte Geldpolitik hatte in den USA seit dem Ende des Goldstandards 1971 bereits zu einer beispiellosen Schuldenorgie geführt. Die rekordhohe US-Staatsverschuldung wurde durch die Corona-Krise in 2020 nochmals verschärft und steigt mittlerweile parabolisch an. Gleiches gilt für so ziemlich alle anderen Länder und Währungszonen auf unserem Planeten.

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© Holger Zschaepitz via Twitter @Schuldensuehner, 24. Januar 2021


Getrieben von der ständigen Währungskreation steigt die weltweite Marktkapitalisierung der Aktienmärkte daher immer weiter an. Dabei muss man sich immer wieder klarmachen, dass die Aktienmärkte nicht mehr wie früher die Realwirtschaft reflektieren. Es geht einzig und alleine nur noch um die ständigen Liquiditätsausweitungen via den Notenbankbilanzen.

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Der unregulierte und dezentrale Bitcoin ist den Notenbankern und Politikern daher zunehmend ein Dorn im Auge. Schließlich lässt sich hier die verantwortungslose Notenbankpolitik ganz einfach ablesen. Man kann sogar sagen, dass angesichts von Bitcoin-Kursen oberhalb von 30.000 USD hier bereits die hyperinflationären Tendenzen der Fiat-Währungen sichtbar werden.

Während man am Goldmarkt immer wieder drückend auf die Preise über das sogenannte Papier-Gold eingreifen kann, sacken die Leerverkaufsattacken an den Bitcoinmärkten aufgrund der digitalen Knappheit wie ein Soufflé in sich zusammen. Die dezentrale Struktur des Bitcoins ist zudem ein Phänomen, welchem die Technokraten auch mit einem Verbot nicht beikommen werden.

Wir müssen aber realtischerweise davon ausgehen, dass es in den kommenden Monaten oder Jahren zu einem konzentrierten Angriff seitens der Notenbanker und Politiker auf den Bitcoin kommen wird. Je mehr institutionelles Kapital allerdings im Bitcoin investiert ist, umso schwieriger wird dieses Unterfangen.

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Ein echter Kritikpunkt hingegen ist die extrem unausgeglichene Verteilung der bislang geschürften Bitcoins. Etwas mehr als 2% der Wallets halten 95% der Bitcoins. Damit droht ein neues Machtgefüge zu entstehen, welches die Bitcoin-Preise zu seinen Gunsten beliebig manipulieren kann.


7. Fazit

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Quelle: Messari am 28.12.2020


Der Bitcoin steckt ohne Zweifel mitten in einem neuen Bullenmarkt. Das Ende der Fahnenstange dürfte dabei noch lange nicht erreicht sein. Kurse um 100.000 USD und evtl. sogar über 300.000 USD sind in den nächsten 10 bis 24 Monaten durchaus denkbar. Haupttreiber werden dabei die institutionellen Investoren sein, die aufgrund er steigenden Preise immer mehr unter Druck geraten.

Natürlich wird es auf dem Weg zu höheren Notierungen zu teilweise brachialen Rücksetzern kommen. Um von diesem Bullenmarkt profitieren zu können braucht man daher vor allem ein geduldiges Sitzfleisch. Und man muss die sogenannte "Hodl"-Strategie wirklich verinnerlicht haben.

Zusammengefasst konsolidier der Bitcoin auf hohem Niveau. Diese Konsolidierung kann sich durchaus noch einige Wochen hinziehen und auch nochmal tiefere Preisniveaus mit sich bringen. Wahrscheinlicher ist aber die baldige Fortsetzung der Rally in Richtung 50.000 USD.

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Quelle: Regard News


Außerdem riecht es langsam, aber sicher nach "Altcoin-Season". Die Bitcoin-Preise haben sich ausgehend vom alten Allzeithoch bereits verdoppelt. In den letzten drei Wochen erreichte dann auch Ethereum sein Hoch vom Dezember 2017 um 1.400 USD. In der nächsten Phase sollte Ethereum den Bitcoin outperformen. Anschließend explodieren dann die kleineren Altcoins. Dabei dürften sich dieses Mal die Überflieger vor allem im boomenden DeFi-Sektor befinden. Wer hier mitspielen will, muss aber knallhartes Risikomanagement betreiben und Gewinne regelmäßig und zügig mitnehmen.


© Florian Grummes
www.midastouch-consulting.com

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