Bei dem kanadischen Silberproduzenten Silvercorp Metals (WKN A0EAS0 / TSX SVM) ist man offenbar der Ansicht, dass die eigenen Aktien trotz des Anstiegs von mehr als 92% im Jahr 2025 noch nicht fair bewertet sind. Entsprechend hat das Unternehmen vor Kurzem ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm aufgenommen und unterstreicht damit die eigene Einschätzung zum Unternehmenswert nachdrücklich.
Silvercorp-Management setzt ein Zeichen
Hinter der Maßnahme steht also die eindeutige Botschaft: Aus Sicht der Unternehmensführung ist die Aktie unterbewertet. Geplant ist der Rückkauf von bis zu 8,7 Millionen Papieren, was rund 4% des ausstehenden Grundkapitals entspricht. Alle erworbenen Aktien werden eingezogen – der prozentuale Anteil der verbleibenden Aktionäre steigt entsprechend.
Rückkäufe sind für Silvercorp dabei kein Novum: Zuvor wurden bereits 300.000 Aktien zu durchschnittlich 4,51 kanadischen Dollar erworben. Die aktuelle Ermächtigung gilt bis September 2026 und erlaubt an der TSX tägliche Käufe von bis zu 157.233 Aktien.
Zahlen liefern Rückenwind
Finanziell steht das Unternehmen solide da – mit mehr Barmitteln als Verbindlichkeiten und einer komfortablen Liquidität. Im jüngsten Quartal lag der bereinigte Gewinn bei 21 Mio. US-Dollar, der operative Cashflow bei 48,3 Mio. US-Dollar. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 13% auf 81,3 Mio. US-Dollar. (Wir berichteten.)
Positiver Impuls auch aus dem Projektportfolio: Ein Gericht in Ecuador hat die Umweltlizenz für das El Domo-Projekt bestätigt, was die langfristigen Wachstumsperspektiven stützt.
Ausblick
Der Rückkauf signalisiert Vertrauen in den aktuellen Unternehmenswert und kann die Kennzahlen verbessern: Eine geringere Aktienzahl erhöht den Gewinn je Aktie. Gleichzeitig zeigt der Schritt, dass das Management die Bewertung als attraktiv einstuft. Die Mischung aus finanzieller Stärke, operativer Entwicklung und strategischen Maßnahmen wie dem Aktienrückkauf macht Silvercorp für wertorientierte Investoren unserer Ansicht nach noch interessanter.