Silvercorp Metals (TSX: SVM; WKN: A0EAS0) hat für das am 30. September 2025 beendete zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 83,3 Mio. US-Dollar gemeldet – 23 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Produktion belief sich auf 1,66 Mio. Unzen Silber, 2.085 Unzen Gold (insgesamt rund 1,84 Mio. Unzen Silberäquivalent), 14,23 Mio. Pfund Blei und 5,64 Mio. Pfund Zink. Treiber waren höhere Verkaufspreise für Silber (+28 %) und Gold (+37 %) sowie leicht höhere Absatzmengen. Das Ergebnis aus dem Minenbetrieb stieg auf 40,9 Mio. US-Dollar.
Unter dem Strich weist Silvercorp Metals einen Nettoverlust von 11,5 Mio. US-Dollar (–0,05 US-Dollar je Aktie) aus – im Wesentlichen aufgrund eines nicht-zahlungswirksamen Bewertungseffekts (53,2 Mio. US-Dollar) auf die fairen Werte wandelbarer Anleihen. Bereinigt um diese und weitere Sondereffekte lag der Nettogewinn bei 22,6 Mio. US-Dollar (0,10 US-Dollar je Aktie). Das bereinigte EBITDA betrug 38,3 Mio. US-Dollar (0,18 US-Dollar je Aktie). Der Operative Cashflow stieg auf 39,2 Mio. US-Dollar und der Free Cashflow auf 11,4 Mio. US-Dollar.
Die All-in Sustaining Costs (AISC) je Unze Silber, nach Nebenproduktgutschriften, lagen bei 13,94 US-Dollar. Die Cash-Kosten je Unze Silberäquivalent, netto, beliefen sich auf 0,002 US-Dollar – im Vorjahr waren sie aufgrund anderer Volumina und Gutschriften negativ.
Betrieb: Ying Mining District und GC-Mine
Im Ying Mining District in China produzierte Silvercorp Metals in Q2 1,53 Mio. Unzen Silber, 2.085 Unzen Gold, 12,93 Mio. Pfund Blei und 1,42 Mio. Pfund Zink. Vorübergehende Schließungen einzelner Abbaubereiche (wieder geöffnet) beeinträchtigten den Quartalsverlauf, zugleich sank die Cash-Kostenbasis je Tonne Erz auf 82,89 US-Dollar (Vorjahr: 92,86 US-Dollar), unter anderem durch einen höheren Anteil mechanisierter Abbaumethoden. Die AISC je Unze Silber im Ying-Distrikt betrugen 11,75 US-Dollar nach Nebenproduktgutschriften. Für das laufende dritte Quartal erwartet das Unternehmen im Ying-Distrikt rund 346.000 Tonnen Erzförderung (+30 % gegenüber Q2).
Die GC-Mine lieferte 0,13 Mio. Unzen Silber, 1,31 Mio. Pfund Blei und 4,22 Mio. Pfund Zink. Produktionseinbußen ergaben sich durch starke Regen- und Taifunereignisse über etwa zehn Tage. Die Cash-Kosten je Tonne stiegen infolge geringerer Erztonnagen auf 58,20 US-Dollar (Q2 GJ 2025: 50,08 US-Dollar). Für das dritte Quartal rechnet Silvercorp Metals mit ca. 83.000 Tonnen Erzproduktion (etwa +9 % gegenüber Q2). Die AISC je Unze Silber nach Gutschriften lagen im Quartal bei 4,71 US-Dollar, wobei die Werte in diesem Minenbetrieb erfahrungsgemäß stärker mit den Zink-/Blei-Krediten schwanken.
In Summe verzeichnete Silvercorp Metals damit eine weitgehend stabile Silber- und steigende Goldproduktion, während die Zinkvolumina quartalsbedingt rückläufig waren. Der Mix spiegelt den polymetallischen Charakter der Lagerstätten im Ying-Distrikt und bei GC wider.
Finanzlage, Kostenstruktur und Investitionen
Zum Quartalsende verfügte Silvercorp Metals über 382,3 Mio. US-Dollar an Barmitteln, Barmitteläquivalenten und kurzfristigen Investments (Vorquartal: 377,1 Mio. US-Dollar) sowie über Eigenkapitalbeteiligungen mit einem Marktwert von 180,2 Mio. US-Dollar (Vorquartal: +108,0 Mio. US-Dollar). Das Working Capital betrug 311,9 Mio. US-Dollar.
Die AISC stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal, getrieben durch höhere fortlaufende Investitionen, eine seit dem dritten Quartal 2025 in China erhobene Bergbaurechts-Royalty sowie höhere Cash-Kosten je Unze Silber infolge einer 15 % höheren Erzeugung von Erztonnagen bei nahezu unveränderter Silberausbeute. Dem standen niedrigere Verwaltungskosten gegenüber.
In die Standorte in China investierte Silvercorp Metals im Quartal 15,8 Mio. US-Dollar (Exploration, Entwicklung, Ausrüstung). Der Gesamt-Capex lag bei 26,7 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 28,1 Mio. US-Dollar). Für das Ecuador-Portfolio wurden 10,9 Mio. US-Dollar kapitalisiert, insbesondere für Bau und Entwicklung der El-Domo-Mine sowie für Genehmigungsaktivitäten am Condor-Projekt. Der freie Cashflow blieb trotz Bauausgaben positiv – ein Hinweis auf die interne Mittelgenerierung aus dem operativen Geschäft.
Silvercorp Projekte in Ecuador: Baufortschritt El Domo und Studien bei Condor
Auf El Domo (Curipamba-Projekt, Ecuador) meldete Silvercorp Metals im Quartal deutliche Baufortschritte: Rund 1,29 Mio. m³ Material wurden für Flächenvorbereitung, Wege- und Entwässerungsbau bewegt (+249 % gegenüber dem Vorquartal), ein 481-Bett-Baucamp wurde fertiggestellt, und der Bau der Rückhalteanlage (TSF) startete im September 2025. Seit Januar 2025 wurden insgesamt etwa 1,66 Mio. m³ bewegt und 18,9 Mio. US-Dollar an Capex sowie Vorauszahlungen für Ausrüstung geleistet. Verträge für die externe Stromanbindung wurden an qualifizierte ecuadorianische Auftragnehmer vergeben (vorbehaltlich Prüfung durch CNEL), Ausrüstungsbestellungen im Umfang von rund 22,2 Mio. US-Dollar platziert.
Nach Quartalsende rief das Unternehmen die erste Tranche von 43,875 Mio. US-Dollar aus der Streaming-Finanzierung mit Wheaton Precious Metals International (Gesamtvolumen 175,5 Mio. US-Dollar) für den Bau von El Domo ab. Parallel wurde für das Condor-Projekt in Q2 GJ 2026 eine Preliminary Economic Assessment (PEA) angestoßen, deren Abschluss im laufenden dritten Quartal vorgesehen ist.
Für Silvercorp Metals soll Ecuador neben dem Cash-Flow-Rückgrat in China ein zweiter operativer Schwerpunkt werden. Die nächsten Meilensteine liegen in weiteren Baufortschritten auf El Domo und der Fertigstellung der PEA für Condor, während auf den chinesischen Minen die Produktionsraten nach den temporären Einschränkungen wieder anziehen sollen.