Silver King vor dem Bohrstart: Prismo Metals schärft Kupfer-Gold-Ziele in Arizona

Silber Barren gestapelt Prismo Metals

Prismo Metals Inc. (CSE: PRIZ, OTCQB: PMOMF) meldet neue Explorationsergebnisse vom Silver-King-Projekt in Arizona und konkretisiert die Planung für ein zweiphasiges Bohrprogramm. Im Fokus standen zuletzt Kartierungen, Probenahmen und geophysikalische Arbeiten im Bereich Black Diamond, einem Zielgebiet mit Kupfer-Gold-Mineralisation. Parallel dazu kommt Prismo Metals beim Genehmigungsprozess für die geplanten Bohrungen voran und sieht die ersten Arbeitsphasen nach eigener Aussage finanziell abgesichert.

Das Silver-King-Projekt liegt in einem historischen Bergbaugebiet Arizonas mit früherem Silberabbau. Prismo Metals konzentriert sich dort derzeit auf die Weiterentwicklung mehrerer Zielzonen, darunter das Black-Diamond-Gebiet sowie eine stark alterierte felsische Intrusion mit Stockwerkvererzung. Die neuen Daten dienen dazu, konkrete Bohrziele für die nächsten Arbeitsschritte abzuleiten.

Karte mit der Lage der Explorationsziele für den Ersatz von Black Diamond und die felsische Intrusion im Rahmen des Silver King-Projekts; Quelle Prismo Metals
Karte mit der Lage der Explorationsziele für Black Diamond und die felsische Intrusion im Rahmen des Silver King-Projekts; Quelle Prismo Metals

Prismo Metals definiert neue Zielzonen bei Black Diamond

Im jüngsten Feldprogramm hat Prismo Metals im Black-Diamond-Gebiet detaillierte geologische Kartierungen und Probenahmen durchgeführt. Untersucht wurden unter anderem der bekannte Kupferersatzkörper Black Diamond sowie eine felsische Intrusion, die von einem Netz aus Quarz-Stockwerkadern durchzogen ist. Zur Ergänzung der klassischen Probenahme setzte das Team ein tragbares XRF-Gerät (Röntgenfluoreszenz) ein, um ein engmaschiges Bodenraster zu vermessen und ausgewählte Gesteinsproben qualitativ zu analysieren.

Die Bodengeochemie zeigt eine ausgeprägte Kupferanomalie über dem Black-Diamond-Ersatzkörper, begleitet von erhöhten Goldwerten. Dieses Muster deckt sich mit früheren Gesteinsproben, die bereits auf eine enge Verknüpfung von Kupfer- und Goldmineralisation in den Ersatzstrukturen hingedeutet hatten.

Rund um die felsische Intrusion wurden im Boden erhöhte Gehalte von Zink, Blei, Silber und Antimon festgestellt. Die Intrusion selbst ist stark serizitisch alteriert und von moderaten bis starken Quarz-Stockwerkadern durchzogen, in denen lokal Eisenoxide nach Pyrit auftreten – ein Hinweis auf hydrothermale Prozesse, die häufig mit Erzbildung einhergehen.

Die vor Ort mit XRF analysierten Gesteine liefern zwar keine anerkannten Laboranalysen, geben aber wichtige Hinweise auf die Metallverteilung. Einzelne Quarzadern im Stockwerk innerhalb der Intrusion zeigen demnach Silber-, Blei- und Zinksignale sowie Antimon. Insgesamt nahm das Team von Prismo Metals 34 Gesteinsproben (Rock-Chips), die inzwischen an ein Labor geschickt wurden. Analysenergebnisse stehen noch aus und sollen die interpretierte Metallzonierung im Detail untermauern.

Chief Exploration Officer Craig Gibson sieht durch die neuen Daten das Bild des Black-Diamond-Bereichs geschärft. Der Kupfer-Gold-Ersatzkörper bestätigt sich als klar definiertes Ziel für Bohrungen, während die felsische Intrusion nun zusätzlich als mineralisiert gilt – ein Aspekt, der in älteren Arbeiten aus den 1980er-Jahren zwar strukturell, aber noch nicht geochemisch belegt war.

Geophysik und historische Arbeiten untermauern Silver-King-Modell

Über das gesamte Silver-King-Gebiet hinweg hat Prismo Metals vor Kurzem zudem eine IP-Messkampagne (Induzierte Polarisation) gestartet. Die geophysikalische Methode soll leitfähige Zonen im Untergrund identifizieren, die mit Sulfidmineralisation – und damit potenziell mit metallführenden Strukturen – in Verbindung stehen. Die ersten Auswertungen der IP-Daten werden gegen Anfang Dezember erwartet und sollen helfen, die Bohrziele weiter zu präzisieren.

Interessant ist die Einordnung der aktuellen Ergebnisse vor dem Hintergrund historischer Arbeiten. Bereits 1980 hatte das Beratungsunternehmen Fischer Watt im Silver-King-Gebiet exploriert und die felsische Intrusion als strukturell attraktives Ziel bezeichnet – damals vor allem basierend auf Alterationsmineralogie und Fluidinklusionen. Konkrete Hinweise auf eine Metallführung lagen jedoch noch nicht vor.

Mit den heutigen Messmethoden und der Kombination aus Boden- und Gesteinsgeochemie, XRF-Indikationen und anlaufender IP-Geophysik verdichtet Prismo Metals nun das Modell einer polymetallischen, strukturgebundenen Mineralisation, in der Kupfer, Gold, Silber, Zink, Blei und Antimon eine Rolle spielen. Der Black-Diamond-Ersatzkörper nimmt darin als Kupfer-Gold-Ziel eine zentrale Position ein, während die Intrusion und weitere Adern im Umfeld zusätzliche Ansatzpunkte für Bohrungen liefern.

Genehmigungen und Bohrprogramm von Prismo Metals auf Silver King

Parallel zur Exploration arbeitet Prismo Metals daran, die regulatorischen Voraussetzungen für ein Bohrprogramm auf Silver King zu schaffen. Für das Projektgebiet ist der US Forest Service als zuständige Bundesbehörde für das Oberflächenmanagement verantwortlich. Nach Unternehmensangaben hat der Forest Service inzwischen bestätigt, dass der eingereichte Bohrplan formell vollständig ist und den Anforderungen der Vorschriften (36 CFR 228.4(c)) entspricht.

Im nächsten Schritt führt die Behörde eine Umweltprüfung gemäß US-Umweltrecht (NEPA) durch. Diese erfolgt im Rahmen einer sogenannten „Categorical Exclusion“ – der niedrigsten Stufe von Umweltprüfungen, die bei Projekten angewendet wird, von denen keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt erwartet werden. Prismo Metals verweist in diesem Zusammenhang auch auf den inzwischen überwundenen US-Regierungsstillstand, der zeitweise zu Verzögerungen in Verwaltungsverfahren geführt hatte.

Finanziell sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt: Eine kürzlich abgeschlossene, überzeichnete Finanzierung sichert nach Unternehmensangaben die Mittel für zwei Bohrphasen. In Phase 1 plant Prismo Metals ein Programm von rund 1.000 Bohrmetern im Bereich der historischen Silver-King-Mine. Ziel ist es, die obere Hälfte eines steil einfallenden, röhrenförmigen Mineralisationskörpers zu testen, der historisch abgebaut wurde. Zusätzlich sollen potenzielle Erzführungen im Umfeld des dichten Stockwerks untersucht werden, das im Zentrum der früheren Förderung stand.

Auf Basis der neuen Zieldefinitionen wurde das Arbeitsprogramm um eine zweite Phase erweitert. Phase 2 sieht weitere rund 1.000 Meter Bohrungen vor, diesmal auf neu identifizierte Zielen außerhalb des historischen Abbaugebiets. Dazu gehören eine polymetallische Ader und eine Kupferader, die im Rahmen des jüngsten Feldprogramms abgegrenzt wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt der geplanten Bohrungen ist der großflächige Ersatzkörper auf der patentierten Black-Diamond-Claims. Dieser Bereich liegt auf privatem Land und ist über bestehende Straßen erreichbar, was die logistische Umsetzung eines Bohrprogramms erleichtert.

Mit der Kombination aus verfeinerten Bohrzielen, laufender Umweltprüfung und gesicherter Finanzierung positioniert sich Prismo Metals auf Silver King für den Übergang von der Zieldefinition zur eigentlichen Bohrphase. Die ausstehenden Laboranalysen und IP-Ergebnisse dürften dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, die endgültigen Bohransätze festzulegen und das geologische Modell des Projekts weiter zu konkretisieren.

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