Lynas Rare Earths (ASX: LYC; WKN: 871899) hat im Zusammenhang mit der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal (bis 31. Dezember) einen interessanten Akzent in der Debatte um kritische Rohstoffe gesetzt: Nach Einschätzung von CEO Amanda Lacaze haben staatliche Maßnahmen rund um Preisuntergrenzen („floor prices“) die Funktionsfähigkeit des Marktes für Seltene Erden verbessert und dazu beigetragen, Preise auf ein belastbareres Niveau zu heben.
Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen weltweit bemüht sind, Lieferketten für strategische Materialien stärker zu diversifizieren und weniger abhängig von China zu machen. Seltene Erden werden in zahlreichen Anwendungen benötigt – von Infrastruktur für die Energiewende über Elektrofahrzeuge bis hin zu Smartphones und Verteidigungstechnik. Lynas gilt als der größte Produzent Seltener Erden außerhalb Chinas und liefert damit eine relevante Perspektive auf Marktmechanik und Preisbildung.
Lynas Rare Earths: Preisuntergrenzen als politischer Eingriff in die Marktmechanik
Im Kern geht es um die Frage, wie Produzenten außerhalb Chinas in einem globalen Markt bestehen können, in dem chinesische Anbieter aufgrund von Kosten- und Strukturvorteilen häufig eine Preisführerschaft ausüben. Lacaze betonte, dass es aus Sicht von Lynas weniger darum gehe, dass Staaten die Produkte selbst abnehmen. Entscheidend sei vielmehr, dass Kunden Seltene Erden zu Preisen kaufen, die die tatsächlichen Kosten einer verlässlichen Produktion und Verarbeitung widerspiegeln.
In diesem Zusammenhang verwies die CEO auf die US-Politik, die Mindestpreise beziehungsweise unterstützende Preismechanismen für den Produzenten MP Materials thematisiert. Zudem gebe es Gespräche über mögliche Preisuntergrenzen zwischen Regierungen – darunter Australien und die Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7). Solche politischen Leitplanken könnten – so die Lesart – dazu beitragen, Investitionen in nicht-chinesische Lieferketten abzusichern, wenn Preisvolatilität oder sehr niedrige Marktpreise wirtschaftliche Planbarkeit erschweren.
Ein weiterer, von Lynas angesprochener Faktor betrifft China selbst: Laut Lacaze habe eine Lockerung chinesischer Exportkontrollen dazu beigetragen, dortige Überhänge zu reduzieren. Das habe wiederum den in China gebildeten Referenzpreis gestützt, an dem sich Lynas bei einem Teil seiner Verkäufe orientiert. In Summe sei das Marktumfeld aus ihrer Sicht weiterhin positiv – und im Januar in mancher Hinsicht sogar „noch positiver“ geworden.
Umsatzplus trotz Produktionsdelle
Operativ meldete Lynas Rare Earths für das Quartal bis 31. Dezember einen Umsatz von 201,9 Mio. AUD, nach 141,2 Mio. AUD im Vorjahreszeitraum – ein Plus von 43%. Treiber waren laut Bericht vor allem höhere realisierte Verkaufspreise, die eine Produktionsdelle überkompensierten. Die Aktie reagierte am Berichtstag mit einem Kursanstieg.
Der durchschnittliche Verkaufspreis über das Produktportfolio lag demnach bei 85,60 AUD je Kilogramm (umgerechnet 57,69 US-Dollar/kg) und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals (49,20 AUD/kg). Gleichzeitig ging die Produktion von Seltene-Erden-Oxiden auf 2.382 Tonnen zurück, nachdem im vorangegangenen Quartal noch 3.993 Tonnen erreicht worden waren.
Als wesentliche Ursache nennt Lynas anhaltende Stromprobleme am Standort Kalgoorlie in Westaustralien. Dort wird ein Zwischenprodukt (Mixed Rare Earth Carbonate, MREC) erzeugt, das in späteren Prozessschritten zu hochreinen Seltene-Erden-Oxiden weiterverarbeitet wird. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen auf zunehmende Versorgungsunterbrechungen hingewiesen; Ausfälle im November hätten spürbare Einbußen bei der MREC-Produktion verursacht.
Blick nach vorn: Stromversorgung und anstehender Führungswechsel
Lynas Rare Earths arbeitet nach eigenen Angaben an „Off-Grid“-Lösungen, um die Stromversorgung am Standort zu stabilisieren – einschließlich der Prüfung von Optionen auf Basis von Diesel. Lacaze sagte, zwar seien einige Probleme behoben worden, doch die Unterbrechungen hielten an; selbst „gestern“ habe es zwei größere Ausfälle gegeben. Für ein Unternehmen, das sich als verlässlicher Lieferant in politisch gewünschten, nicht-chinesischen Lieferketten positioniert, bleibt die technische Stabilität der Prozesskette damit ein zentrales Thema.
US-Präsident Donald Trump persönlich macht auf Engpass bei Seltener Erden-Verarbeitung aufmerksam
Lynas ist nicht nur der größte Seltene Erden-Produzent außerhalb Chinas, sondern auch der derzeit einzige. Dabei ist nicht so sehr die Gewinnung der gar nicht so seltenen Rohstoffe das größte Problem, sondern vor allem deren Weiterverarbeitung zu einem einsatzfähigen Produkt.
Was gerade erst (20. Januar 2026) US-Präsident Donald Trump vor laufenden Kameras erklärte. „We’re going to have so much rare earths. It’s actually not that rare. Getting it processed is rare, but there’s a lot of rare earth.“ lautete das genaue Zitat!
Gute Aussichten für die kanadische Ucore Rare Metals (WKN A2QJQ4 / TSXV UCU), die über eine bessere – schnellere, energie- und kosteneffizientere – Methode zur Herstellung von Seltene Erden-Metallen namens RapidSX verfügt. Aktuell arbeitet das Unternehmen bereits an der Inbetriebnahme einer kommerziellen Produktionsstätte im US-Bundesstaat Louisiana!
Und zwar mit Unterstützung sowohl der Behörden von Louisiana als auch der Bundesbehörden. Insgesamt hat Ucore bereits mehr als 22 Mio. USD an Fördermitteln erhalten, und will Mitte 2026 eine erste Produktionslinie in Betrieb nehmen! Die Aktie gehört bereits jetzt zu den besten Performern auf Goldinvest.de und hat in den letzten 12 Monaten rund 1.048% an Wert gewonnen! Wir sind äußerst gespannt, wie es weitergeht…