Lake Victoria Gold (TSXV LVG / Frankfurt: E1K) hat den Beginn eines rund 4.000 Meter umfassenden Bohrprogramms im Bereich Area C seines vollständig genehmigten Imwelo-Goldprojekts im Nordwesten Tansanias angekündigt. Ziel der Arbeiten ist es, die kurzfristige Produktionsreife voranzutreiben, die Ressource auszudehnen und die endgültige Grubenkonstruktion zu optimieren.
Konzentration auf Produktionsvorbereitung und Ressourcenerweiterung
Die Mobilisierung der ersten Bohranlage ist laut Lake Victoria bereits angelaufen, die Arbeiten sollen am 6. Oktober 2025 beginnen. Ein zweites Bohrgerät wurde zudem bereits bestellt und soll in den kommenden Wochen hinzukommen, um das Programm zu beschleunigen.
Das Imwelo-Projekt befindet sich nur zwölf Kilometer von der Geita-Mine von AngloGold Ashanti entfernt und verfügt über eine zehnjährige Abbaulizenz. Mit einer einfachen Entwicklungsplanung und einer metallurgischen Ausbeute von über 90 % strebt Lake Victoria Gold an, innerhalb von zwölf Monaten nach Baubeginn die erste Goldproduktion zu erreichen.
Lake Victoria legt den Fokus auf Area C
Area C gilt als erste Zone für den geplanten Tagebaubetrieb. Die durchschnittliche Goldgehalte liegen dort bei 3,7 g/t Gold, womit es zu den hochgradigsten Abschnitten der historischen Ressource zählt. Frühere Bohrungen hatten unter anderem folgende Abschnitte geliefert:
- 2 m mit 5,06 g/t Gold ab 15 m und 6,8 m mit 14,6 g/t Gold ab 33,2 m
- 7 m mit 3,22 g/t Gold ab 27 m
- 2 m mit 7,5 g/t Gold ab 22 m
(Quelle: Measured Group Pty Ltd., Imwelo Project Resource Report, 2017)
Ziele des Bohrprogramms
Das aktuelle Programm verfolgt mehrere Ziele:
- Streichverlängerungen: Step-out-Bohrungen nach Westen sollen die Kontinuität der Mineralisierung prüfen. Geophysikalische Daten deuten darauf hin, dass die Vererzung nicht endet, sondern durch eine Störungszone versetzt sein könnte.
- Tiefenerweiterungen: Bisherige Bohrungen reichten im Schnitt nur bis 45 Meter Tiefe. Die neuen Bohrungen sind auf 100 und 200 Meter abwärts ausgerichtet, um mögliche Erweiterungen zu bestätigen.
- Geotechnische Daten: Speziell orientierte Kernbohrungen liefern Strukturinformationen zur Optimierung der Böschungswinkel im finalen Grubendesign.
- Metallurgische Tests: Probenmaterial soll für weitere Testarbeiten genutzt werden, insbesondere zur Überprüfung der Rückgewinnung im Übergangsbereich zwischen Oxid- und Sulfidzone.
CEO Marc Cernovitch betonte, dass mit der schnellen Mobilisierung und dem Einsatz zweier Bohrgeräte sowohl die kurzfristige Produktionsplanung als auch die Ressourcenerweiterung gleichzeitig vorangetrieben werden.
Imwelo als Baustein für Wachstumsstrategie von Lake Victoria
Lake Victoria Gold verfolgt das Ziel, Imwelo mit einem kostengünstigen Tagebaubetrieb in Produktion zu bringen. Langfristig wird zudem eine mögliche untertägige Erweiterung untersucht, falls die Tiefenbohrungen hochgradige Zonen bestätigen.
Das Projekt profitiert von seiner Lage im produktiven Lake Victoria Goldfeld. Neben Imwelo hält das Unternehmen auch das Tembo-Projekt, das direkt an die Bulyanhulu-Mine von Barrick Gold angrenzt und bereits über 50.000 Bohrmeter an Exploration aufweist.
Die Entwicklung von Imwelo wird durch eine Partnerschaft mit der Taifa Group unterstützt. Deren Tochtergesellschaft Taifa Mining, der größte Bergbau-Dienstleister Tansanias, wird sämtliche Vertragsarbeiten im Bereich Bergbau und Tiefbau übernehmen. Das Unternehmen verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung und ist unter anderem für Barrick, De Beers, Petra Diamonds und AngloGold Ashanti tätig.
Lake Victoria Gold unterstreicht, dass bislang keine endgültige Machbarkeitsstudie vorliegt, welche die wirtschaftliche und technische Umsetzbarkeit belegt. Damit bleiben Unsicherheiten und Risiken – etwa in Bezug auf Erzgehalte, Rückgewinnung, Kostenentwicklung oder Genehmigungen – bestehen.
Nichtsdestotrotz stellt das aktuelle Bohrprogramm einen wichtigen Schritt dar, um die Ressourcengrundlage zu erweitern und die Planungen für einen Produktionsstart abzusichern. Mit den erwarteten Ergebnissen aus den Tiefen- und Step-out-Bohrungen will das Unternehmen die geologische Basis stärken und gleichzeitig die Vorbereitungen für die kurz- bis mittelfristige Goldproduktion in Tansania vorantreiben.
Fazit
Mit dem Start des Bohrprogramms in Area C des Imwelo-Goldprojekts setzt Lake Victoria Gold einen weiteren Meilenstein auf dem Weg in Richtung Produktion. Während kurzfristig die Validierung der Grubenplanung im Fokus steht, könnten die Step-out- und Tiefenbohrungen zusätzliche Ressourcenerweiterungen eröffnen. Die Kombination aus Lage im etablierten Goldfeld, starker lokaler Partnerschaft und schrittweisem Vorgehen verleiht dem Projekt strategische Relevanz – sowohl für die Produktionsplanung als auch für die längerfristige Entwicklungsperspektive in Tansania.