Pulsar Helium Inc. (AIM: PLSR, TSXV: PLSR, OTCQB: PSRHF) hat am 1. Oktober 2025 eine bedeutende Entdeckung von seinem Heliumprojekt Topaz im US-Bundesstaat Minnesota gemeldet. Im Bohrloch Jetstream #1 des Projekts nämlich wurden erstmals außergewöhnlich hohe Konzentrationen des seltenen Isotops Helium-3 nachgewiesen. Damit rückt das Unternehmen in eine einzigartige Position innerhalb der globalen Helium-Industrie.
Helium-3: ein seltenes und strategisch bedeutendes Isotop
Laboranalysen ergaben im geförderten Gas kontinuierliche Helium-3-Gehalte von bis zu 14,5 parts per billion (ppb). Diese Werte zählen zu den höchsten jemals in einem terrestrischen Gasvorkommen veröffentlichten Konzentrationen. Parallel dazu bestätigte Pulsar Helium bereits zuvor einen Helium-4-Gehalt von rund 7 – 8 % im selben Reservoir!
Die Seltenheit macht Helium-3 zu einem Rohstoff von außergewöhnlichem Wert. Aktuelle Marktpreise werden mit bis zu 18,7 Millionen US-Dollar pro Kilogramm angegeben – ca. mehr als das Hundertfache des Preises von Helium-4. Das Isotop gilt als Schlüsselressource für Zukunftstechnologien: von Fusionsenergie über Quantencomputer bis hin zu hochsensiblen Neutronendetektoren in der Sicherheitsforschung.
Bemerkenswert ist, dass die in Minnesota gefundenen Werte mit den auf dem Mond erwarteten Konzentrationen vergleichbar sind. Während die NASA und US-Regierungsstellen in Programme zur Gewinnung von Helium-3 aus Mondregolith investieren, zeigt Pulsars Entdeckung, dass ähnliche Gehalte auch auf der Erde erreichbar sind – und dies ohne die logistischen Herausforderungen der Raumfahrt.
Ergebnisse der Bohrung Jetstream #1
Das Bohrloch Jetstream #1 wurde im Januar 2025 bis in 1.555 Meter Tiefe niedergebracht und im August getestet. Dabei erreichte der Gasstrom einen Spitzenwert von etwa 1,3 Millionen Kubikfuß pro Tag. Die Proben wurden anschließend in mehreren unabhängigen Laboren untersucht, darunter Smart Gas Sciences in Ohio und die renommierte Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) in Massachusetts.
Alle Analysen zeigen ein stabiles Isotopenverhältnis von ³He/⁴He bei etwa 0,09 Rₐ. Dieses gleichbleibende Muster deutet auf eine einheitliche und beständige Heliumquelle im Reservoir hin – im Gegensatz zu vielen anderen Vorkommen, in denen Helium-3 nur in Spuren auftritt oder durch geologische Störungen unregelmäßig verteilt ist.
Zum Vergleich: In vulkanischen Systemen wie den Tiefseequellen am Ostpazifischen Rücken werden zwar ebenfalls hohe Helium-3-Anteile gemessen, doch die Gesamtmenge an Helium ist dort so gering, dass eine wirtschaftliche Förderung ausgeschlossen bleibt. Pulsars Topaz-Projekt kombiniert hingegen hohe Helium-4-Konzentrationen mit messbaren Mengen des seltenen Isotops.
Einordnung im internationalen Kontext
Helium-3 ist weltweit nur in winzigen Mengen verfügbar. Auf der Erde fällt es überwiegend als Nebenprodukt der Tritiumzerfallsprozesse in kerntechnischen Anlagen an. Natürliche Gasfelder mit relevanten Helium-3-Anteilen sind bislang kaum bekannt. Erst kürzlich hatte ein Wettbewerber in Australien Spuren von Helium-3 gemeldet – allerdings deutlich unterhalb von 1 ppb und damit um Größenordnungen niedriger als die Ergebnisse aus Minnesota.
Die Entdeckung von Pulsar Helium hebt sich daher klar von bisherigen Funden ab. Sie unterstreicht das Potenzial, in den USA eine neue Quelle dieses strategischen Rohstoffs zu erschließen. Angesichts der wachsenden Nachfrage aus Energie-, Sicherheits- und Forschungseinrichtungen könnte das Topaz-Projekt mittelfristig an geopolitischer Bedeutung gewinnen.
Nächste Schritte auf dem Topaz-Projekt von Pulsar Helium
Pulsar Helium plant, im Oktober 2025 ein mehrstufiges Bohrprogramm im Projektgebiet zu starten, um die Ausdehnung und Beschaffenheit des Reservoirs besser zu verstehen. Neben Jetstream #1 wurde bereits Anfang Februar 2025 das Bohrloch Jetstream #2 bis in 1.718 Meter Tiefe abgeteuft.
Ein zentrales Thema bleibt die Trennung von Helium-3 und Helium-4. Bislang existieren keine großtechnischen Verfahren, um beide Isotope effizient voneinander zu isolieren. Pulsar kündigte daher an, aktiv mit Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern zusammenarbeiten zu wollen, um geeignete Methoden zu entwickeln. Ziel ist es, Helium-3 künftig als eigenständiges Produkt bereitzustellen.
Das Unternehmen betont, dass alle Arbeiten verantwortungsvoll und im Einklang mit regulatorischen Vorgaben erfolgen sollen. Präsident und CEO Thomas Abraham-James erklärte, die Entdeckung sei nicht nur für Pulsar von großer Bedeutung, sondern auch für die wissenschaftliche Gemeinschaft und die Energiebranche insgesamt.