Mit dem Erwerb von Hybrid Hydrogen und damit eines neuen Helium-Landpakets in Michigan baut Pulsar Helium seine Position als Helium-Explorer im US-Oberem Mittleren Westen weiter aus – bei unverändertem Fokus auf das Topaz-Projekt in Minnesota.
Pulsar Helium sichert sich Helium-Rechte in Michigan
Pulsar Helium (AIM/TSXV: PLSR / WKN A3EP2C) hat 100 % der Anteile an Hybrid Hydrogen Inc. übernommen. Kern-Asset der Transaktion ist eine exklusive Option auf die Pacht von Mineralrechten für Nicht-Kohlenwasserstoffgase – primär Helium – über rund 23,24 Quadratkilometer im Norden des US-Bundesstaats Michigan.
Der Kaufpreis von lediglich 80.000 US-Dollar wurde vollständig in bar beglichen und ersetzt eine zuvor angekündigte Aktien basierte Transaktion. Damit verschafft sich Pulsar einen kostengünstigen Einstieg in eine neue Explorationsregion, ohne die Kasse nennenswert zu belasten oder den Fokus vom Flaggschiffprojekt Topaz in Minnesota zu nehmen.
Die Flächen liegen in Michigans Upper Peninsula, einem Gebiet mit etabliertem Gas-Regulierungsrahmen, der zunehmend auch auf Helium-Projekte angewendet wird. Für Pulsar ist dies der erste Schritt in diesen US-Bundesstaat und Teil der Strategie, die Präsenz des Unternehmens im „Upper Midwest“ der USA systematisch auszubauen.
Unternehmenschef Thomas Abraham-James bezeichnete die Akquisition als „äußerst kostengünstigen“ Portfolioausbau: Die Geologie der erworbenen Flächen erinnere stark an das Hauptprojekt Topaz, wodurch die vorhandene Expertise des Teams direkt genutzt werden könne. Zugleich betonte er, dass Pulsar konsequent auf Helium fokussiert bleibe.
Strategische Logik: Geologische Parallelen zu Topaz nutzen
Die neu erworbenen Helium-Rechte in Michigan liegen in einem geologischen Umfeld, das dem Topaz-Projekt von Pulsar in Minnesota ähnelt. Beide Regionen befinden sich in alten Sedimentbecken, die von kristallinem Grundgebirge aus archaischen Gesteinen unterlagert werden.
In diesen Graniten entsteht Helium durch den radioaktiven Zerfall von Uran und Thorium. Das Gas kann entlang von Störungen und Porenräumen in überlagernde Sedimentgesteine aufsteigen und sich dort in porösen Reservoir-Horizonten unter dichten Deckschichten ansammeln.
Pulsar hat in Minnesota Erfahrung darin aufgebaut, die Strömungswege des Heliums zu kartieren, unterirdische Strukturen zu modellieren und geeignete Fallen und Abdichtungen zu identifizieren. Diese Kompetenz möchte man nun auf die Michigan-Flächen übertragen und so das Explorationsrisiko begrenzen.
Der Vorstand von Pulsar Helium sieht die Ausweitung in geologisch vertraute Regionen deshalb als logische Ergänzung zur bestehenden Projektpipeline.
Topaz bleibt das Flaggschiffprojekt von Pulsar Helium
Trotz der Expansion nach Michigan bleibt Topaz das zentrale Projekt von Pulsar Helium. Die Liegenschaft im Norden Minnesotas gilt als primäre Heliumentdeckung, bei der das Gas nicht als Nebenprodukt von Erdgas gefördert wird, sondern in einem eigenständigen System vorkommt, das Helium-4, Helium-3 und CO₂ enthält.
Mehrere Bohrungen haben unter den Projektflächen ein lateralkontinuierliches, heliumreiches Gasreservoir bestätigt. Während der Produktionstests der Bohrungen Jetstream #1 und Jetstream #2 wurden durchschnittliche Heliumkonzentrationen von rund 8,1 % (Jetstream #1) beziehungsweise 5,6 % (Jetstream #2) gemessen – Werte, die deutlich über den 0,3% Helium, die weltweit als kommerziell tragfähig betrachtet werden.
Darüber hinaus konnte in Proben aus Jetstream #1 auch das seltene Isotop Helium-3 nachgewiesen werden. Dieses hochspezialisierte Gas findet unter anderem in Forschung und High-Tech-Anwendungen Verwendung, was dem Projekt eine zusätzliche Dimension geben könnte.
Aktuell läuft bei Topaz ein Bewertungsbohrprogramm, dessen Ziel es ist, Ausdehnung, Druckverhältnisse und Gaszusammensetzung des Reservoirs genauer zu erfassen. Auf dieser Basis sollen in den nächsten Schritten Ressourcenschätzungen und Szenarien für eine mögliche Entwicklungsplanung erarbeitet werden.