Neue Bohrdaten von Silver King: Prismo Metals bestätigt Silberzone, Tiefenpotenzial aufgezeigt!

Bohrarbeiten von Prismo Metals in der Rohstoff-Zone

Prismo Metals (WKN A2QEGD / CSE PRIZ) hat sein Phase-I-Diamantbohrprogramm auf dem Projekt Silver King im Pioneer Mining District nahe Superior im US-Bundesstaat Arizona abgeschlossen und dabei das geologische Bild der Lagerstätte deutlich geschärft. Das Unternehmen absolvierte acht Bohrlöcher mit insgesamt 1.272 Metern Kernbohrung. Sieben Bohrungen sollten die oberen Bereiche des historisch abgebauten, röhrenförmigen mineralisierten Körpers testen, während ein tiefes Bohrloch gezielt die Fortsetzung unterhalb der früheren Grubenbaue untersuchte. Und die Tests verliefen erfolgreich!

Für Prismo ist das vor allem relevant, weil alle Bohrlöcher das anvisierte Quarzader- und Stockwork-System innerhalb der röhrenförmigen Struktur durchschnitten. Das bestätigt nach Unternehmensangaben sowohl die historischen Untertagedaten als auch das eigene 3D-Modell der alten Grubenbaue. Zugleich ergaben die Bohrungen Hinweise darauf, dass die oberen Teile der Lagerstätte offenbar nicht so umfassend abgebaut wurden, wie historische Berichte vermuten ließen.

Silver King ist in Arizona kein unbekannter Name. Die 1875 entdeckte Mine war die erste Silbermine des Bundesstaats und zählte zu den bedeutenderen historischen Produzenten. Den historischen Angaben zufolge wurden dort fast 6 Millionen Unzen Silber mit Gehalten von bis zu 61 Unzen (!) pro Tonne gewonnen. (Das sind allerdings historische Angaben, die nicht dem heute gültigen, kanadischen Standard NI 43-101 entsprechen.) Das Projekt liegt zudem nur 3,4 Kilometer vom Hauptschacht des Resolution Copper-Projekts entfernt, einem Joint Venture von Rio Tinto und BHP, das eine geschätzte Kupfer-Ressourcenschätzung von 1,787 Milliarden Tonnen mit durchschnittlich 1,5% Kupfer umfasst.

Prismo Metals bestätigt die Silberzone im oberen Bereich von Silver King

Die Bohrkampagne war zunächst darauf ausgelegt, die oberflächennahen Abschnitte des bekannten Silver-King-Systems genauer zu erfassen. Nach Angaben von Prismo Metals lieferten mehrere Bohrlöcher breite Intervalle klassischer epithermaler Quarz-Baryt-Adern und Stockwork-Zonen mit unterschiedlichen Sulfidanteilen. Sichtprüfungen und Handheld-XRF-Analysen bestätigten silberführende Minerale wie Freibergit, Stromeyerit, Akanthit und gediegenes Silber. Begleitet wurden diese von Bornit, Chalkopyrit, Sphalerit und Galenit.

Damit verdichten sich die Hinweise, dass der historische röhrenförmige Erzkörper weiterhin gut ausgeprägte Silbermineralisierung beherbergt. Die oberen Bereiche des Systems zeigen nach Einschätzung des Unternehmens genau jene Merkmale, die für eine hochgradige epithermale Silbervererzung typisch sind. Prismo Metals verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die ersten flacheren Bohrungen genug positive Beobachtungen lieferten, um das ursprünglich erst für Phase II vorgesehene tiefe Bohrloch vorzuziehen.

Diese Entscheidung erwies sich für das Gesamtverständnis des Projekts als wichtig. Denn während die flachen Bohrungen das bekannte Bild des historischen Silberbergbaus bestätigten, eröffnete das tiefe Bohrloch eine neue Perspektive auf das System. Aus einer klassischen Silbergeschichte könnte sich damit ein breiteres polymetallisches Explorationsziel entwickeln, bei dem Silber im oberen Bereich und Kupfer in der Tiefe eine gemeinsame geologische Einheit bilden.

Tiefes Bohrloch verändert das Bild von Silver King

Besonders im Fokus steht das Bohrloch SK-26-07, das bis auf 1.600 Fuß beziehungsweise 488 Meter niedergebracht wurde. Dieses Loch durchschnitt Quarzaderung und Stockwork unterhalb des historisch tiefsten Niveaus der Mine, das bei etwa 700 bis 800 Fuß lag. In diesem Bereich stieß Prismo Metals auf eine zuvor nicht erkannte Quarzmonzonit-Intrusion mit reichlich fein verteiltem Pyrit, lokal starker kalihaltiger Alteration und unregelmäßigen Sulfidnestern sowie Äderchen mit verstreutem Chalkopyrit und Pyrrhotin.

Gerade diese Merkmale unterscheiden sich deutlich von der überwiegend epithermalen Quarz-Serizit-Alteration rund um den historischen Silver-King-Erzkörper. Nach Einschätzung des Unternehmens deuten sie vielmehr auf eine Annäherung an ein Porphyr-Kupfersystem hin. Die beobachtete kalihaltige Alteration äußert sich unter anderem in sekundärem Biotit in schmalen Quarzadern und als Ersatz von Hornblende-Phänokristallen, in rosafarbenem Kalifeldspat entlang glasiger Quarzadern sowie in einer zunehmenden Häufigkeit von Pyritnestern und dünnen Pyritäderchen, die lokal auch Chalkopyrit führen.

Für Prismo ist diese Entwicklung wesentlich, weil sie eine vertikale Zonierung nahelegt: Im oberen Bereich hochgradige Silbervererzung, in größerer Tiefe dagegen Merkmale eines möglichen porphyrischen Kupfersystems. Das Unternehmen zieht dabei Parallelen zu regionalen Übergängen von Silber- zu Kupfersystemen, wie sie auch in der Umgebung historisch bekannt sind. Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Resolution-Copper-Projekt und angrenzend an dessen Claim-Block verstärkt die Bedeutung dieser Beobachtungen im regionalen Kontext.

Silver King rückt für Prismo Metals als polymetallisches Ziel in den Vordergrund

Das Projektgebiet von Silver King liegt in vulkanischen und intrusiven Gesteinen laramierten Alters. Innerhalb eines erosiven Fensters treten dort mehrere intrusive Phasen zutage, darunter Syenit, Quarzsyenit, Quarzmonzonit, Granodiorit und Hornblende-Andesit. Zahlreiche historische Grubenbaue in diesem Bereich stützen aus Sicht von Prismo Metals die Interpretation, dass Silver King Teil eines teleskopierten Systems sein könnte: tiefere, höher temperierte porphyrartige Alteration mit einem möglichen kupferreichen hypogenen Kern und darüber später gebildete epithermale Silber- und Basismetalladern.

Vor dem Start von Phase II will Prismo Metals nun zusätzliche Datengrundlagen schaffen. Geplant sind Bohrlochgeophysik, petrographische Dünnschliffanalysen wichtiger Gesteinstypen, Multielement-Geochemie sowie Kartierungen von Strukturen und Alterationsmustern im mineralisierten Bereich. Hinzu kommt eine detaillierte Untersuchung des Crown-Porphyr-Stockworks nördlich des Black-Diamond-Skarnersatzkörpers östlich der historischen Silver-King-Grubenbaue. Auf dieser Basis sollen präzisere Ziele für tiefere Step-out-Bohrungen definiert werden, die das vermutete Silber-Kupfer-System in der Tiefe testen sollen.

Parallel dazu hat Prismo Metals Dr. Linus Keating zum Special Advisor ernannt. Er bringt mehr als vier Jahrzehnte globaler Explorationserfahrung mit, darunter 14 Jahre bei Rio Tinto beziehungsweise Kennecott. Sein Arbeitsfeld reichte von Nevada bis Argentinien, einschließlich früher Arbeiten, die später zu Bohrungen auf der Porphyr-Kupferlagerstätte Altar führten. Bei Silver King soll er das Unternehmen nun bei der weiteren Verfeinerung des geologischen Modells und der Planung der nächsten Bohrphase unterstützen.

Die Proben aus fünf Bohrlöchern wurden bereits an ein unabhängiges Labor übergeben. Weitere Proben aus den Bohrlöchern SK-26-06 bis SK-26-08 sollen noch in dieser Woche folgen. Mit den finalen Resultaten rechnet Prismo Metals im Mai 2026. Bis dahin zeichnet sich bereits ab, dass Silver King für das Unternehmen nicht nur als historische Silbermine, sondern zunehmend als modernes polymetallisches Explorationsziel an Bedeutung gewinnt.

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