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Die Goldpreisrallye führte das gelbe Metall dieses Jahr bereits über die Marke von 2.000 USD auf ein nie dagewesenes Hoch. Nach Ansicht der Commerzbank-Analysten kommt das Beste trotzdem erst noch!

Nachdem das Edelmetall vom im August erreichten Allzeithoch deutlich konsolidierte, kämpfte der Goldmarkt zuletzt damit, neue Käufe zu generieren. Die Commerzbank aber wies darauf hin, dass Gold auch seit Jahresbeginn bereits einen langen Weg zurückgelegt hat. Selbst bei 1.850 USD je Unze stehe so seit Anfang 2020 immer noch ein Plus von über 21% zubuche. Von den Tiefs im März, als die Märkte insgesamt auf Grund des ersten Corona-Lockdowns auf Talfahrt gegangen waren, habe sich der Goldpreis schon wieder um 23% entfernt, hieß es.

Obwohl die Aussicht auf COVID19-Impfstoffe den Enthusiasmus der Anleger für Gold gedämpft habe, glauben die Experten, dass die Auswirkungen der Pandemie noch den größten Teil des kommenden Jahres über zu spüren sein werden.

Deshalb rechnen die Commerzbanker auch nicht damit, dass es ein Umschwenken in der ultralockeren Geldpolitik geben wird. Stattdessen würden Regierungen und Zentralbanken auch weiterhin die Auswirkungen der Anti-Coronamaßnahmen auf Gesellschaft und Wirtschaft abfedern. Sollten die notwendigen Konjunkturprogramme auf Grund von Widerständen im legislativen Prozess nicht rechtzeitig beschlossen werden, werde der Druck auf die Zentralbanken, mit weiteren Maßnahmen in die Bresche zu springen, steigen.

Da also davon auszugehen sei, dass Regierungen und Zentralbanken weitere Liquidität in die Finanzmärkte pumpen werden, rechnen die Analysten damit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Goldpreis wieder über das Allzeithoch aus dem August steigt. Für das kommenden Jahr insgesamt erwartet die Commerzbank einen durchschnittlichen Goldpreis von rund 2.000 USD pro Unze. Man rechne mit einem Hoch bei 2.100 USD, hieß es weiter. Im Jahr 2022, so die Experten, sollte eine Unze Gold im Durchschnitt ungefähr 2.200 USD je Unze kosten und zum Ende des Jahres 2.300 USD pro Unze erreichen.

Selbst wenn, wie man erwarte, die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr 2021 größtenteils unter Kontrolle gebracht werden könne, würden die dramatisch gestiegene Verschuldung der öffentlichen Hand und die aufgeblähte Bilanz der Zentralbanken noch lange bestehen bleiben, so die Analysten. Die US-Notenbank habe nicht vor, ihre Geldpolitik zu ändern, bis die Inflation über einen längeren Zeitraum leicht über 2% liegt und Vollbeschäftigung erreicht ist. Beide Kriterien seien in den letzten 20 Jahren nur selten erreicht worden.

Die niedrigen Zinsen seien aber kein rein nordamerikanisches Problem, so die Commerzbank. Die EZB werde ebenfalls auf absehbare Zeit die Zinsen im negativen Bereich belassen. Da die Geldpolitik nach Ansicht der Experten der entscheidende Faktor für den Goldmarkt sein wird, müsse 2021 die Investmentnachfrage nach Gold besonders genau beobachtet werden.

Die Analysten wiesen darauf hin, dass die Investmentnachfrage 2020 zum ersten Mal die Schmucknachfrage als wichtigster Sektor für den Goldmarkt übertroffen habe. Das sei nicht einmal im Krisenjahr 2009 der Fall gewesen! Die Commerzbank geht aber davon aus, dass sich mit der Erholung der Weltwirtschaft auch die Schmucknachfrage erholen wird. Auch angesichts der starken Wirtschaftserholung in China erwartet man wieder eine höhere Schmucknachfrage. In Indien allerdings sei die Nachfrageerholung noch in einem sehr frühen Stadium.

Auch die Nachfrage aus dem offiziellen Sektor – von Seiten der Zentralbanken – werde eine wichtige Stütze des Goldpreises sein. Die Commerzbank erwartet, dass die Notenbanken 2021 weiterhin Nettokäufer sein werden, auch wenn sich dieser Trend in den letzten Monaten abgeschwächt habe.

Die Argumente für Gold hätten sich für die Zentralbanken nicht verändert. Anleihen in US-Dollar würden kaum positive Renditen erzielen, tatsächlich sei die Realverzinsung dieser Anleihen fast vollständig negativ. Die Goldpreisentwicklung in diesem herausfordernden Jahr hingegen habe gezeigt, dass das gelbe Metall große Vorteile als integraler Teil von Währungsreserven biete, so die Analysten.

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