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Seit 2010 wurden laut den Experten von S&P Global Market Intelligence rund 69,5 Mrd. USD in Akquisitionen und Explorationsaktivitäten investiert. Und trotzdem könnten einige der größten Goldproduzenten der Welt gezwungen sein, gezielte Akquisitionen vorzunehmen oder ihre Explorationsanstrengungen deutlich zu verstärken, um dem starken Rückgang ihrer Goldvorkommen zu begegnen.

Da die führenden Goldproduzenten sich sinkender Produktion, schwindenden Reserven und wieder steigenden Produktionskosten gegenübersehen würden, erwarte man, dass viele Konzerne schon kurzfristig ihre Explorationsaktivitäten ausweiten, während sie gleichzeitig gezielte Akquisitionen nutzen, um ihre leeren Projektpipelines aufzufüllen, so S&P.

Und laut den Analysten gehen bei 80% der Majors der Goldbranche die Reserven zurück. 16 der 20 größten Goldproduzenten hätten im Zeitraum von 2010 bis 2019 die ihnen verbleibenden Produktionsjahre schwinden sehen! Kinross (WKN A0DM94) zum Beispiel wies 2109 nur noch eine verbleibende Produktionsdauer von neun Jahren aus – nach 24 Jahren noch 2010.

Zu wenig Exploration

Laut S&P Global Market ist vor allem ein Mangel an neuen Goldentdeckungen für den anhalten Rückgang abbaubarer Goldreserven bei den 20 größten Goldproduzenten der Welt verantwortlich. Ende 2019 verfügten diese zusammen über Goldvorkommen von 668 Mio. Unzen, was bei den aktuellen Produktionsraten für rund 14 Jahre reichen würde. Immerhin gelang es, in den letzten zehn Jahren 95% der Produktion zu ersetzen, wobei die durchschnittlichen Kosten für die Entdeckung einer neuen Unze Gold 175 USD betrug, so die Analysten.

Darüber hinaus hätten sich viele Majors darauf konzentriert, ihre Margen zu stärken / zu halten, statt sich auf wachstumsorientierte Strategien zu fokussieren, erklärte der Bericht weiter. In den vergangenen zehn Jahren hätten einige Produzenten auf Akquisitionen gesetzt, um ihre Reserven auszuweiten oder die Produktion zu steigern, wobei aber einige der größte Deals mittlerweile als zu teuer, schlecht getimt oder schlussendlich enttäuschen betrachtet werden.

Unter den 20 führenden Goldproduzenten waren in den letzten zehn Jahren dem Bericht zufolge 18 an Akquisitionen beteiligt. Diese Deals hatten ein Volumen von 51,3 Mrd. USD, so S&P, während die Exploration als Maßnahme zum Ersatz ausgebeuteter Vorkommen Investitionen von nur 18,2 Mrd. USD sah.

Die Liste dieser Deals führt Newmont (WKN 853823) an. Der Konzern erwarb durch Übernahmen 56,3 Mio. Unzen. Barrick Gold (WKN 870450) kam auf 33,5 Mio. Unzen. Allerdings ist diese Vorgehensweise teurer, als neue Unzen durch die Exploration zu gewinnen. Für die oben genannten 51,3 Mrd. USD erwarben die 20 größten Goldproduzenten 209 Mio. Unzen zu durchschnittlich 245,50 USD je Unze. Diese Vorkommen mit Hilfe der Exploration nachzuweisen, kostete allerdings durchschnittlich nur 96,75 Mio. USD.

Und dennoch dürften die Übernahmen weitergehen, wobei sich viele Produzenten auch an vielversprechenden Projekten beteiligen dürften, die sich noch in der Entwicklung befinden. Wenn sie diese nicht ganz übernehmen. Aber auch Explorationsgesellschaften mit aussichtsreichen Entdeckungen könnten so verstärkt in das Visier größerer Gesellschaften geraten.

Aus dem GOLDINVEST.de-Universum wäre unserer Ansicht nach zum Beispiel Projektentwickler Treasury Metals (WKN A0Q8DW) ein Kandidat für eine Übernahme – insbesondere, nachdem man sich jetzt das Goldlund-Projekt von First Mining sicherte. Bei den Explorern, die derzeit die Aussicht haben, wirklich große Vorkommen nachzuweisen, steht die australische De Grey Mining (WKN 633879) ganz vorne, gefolgt zum Beispiel von Osino Resources (WKN A2NB4J), die allerdings noch keine Ressource ausgewiesen haben, und Nova Minerals (WKN A2H9WL), deren 2,5 Mio. Unzen schwere, geschlussfolgerte Ressource in Alaska nur der Anfang gewesen sein dürfte.

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