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Der Trend hin zu Erneuerbaren Energien nimmt immer mehr an Fahrt auf, das ist schon lange nicht mehr zu leugnen. Auch die großen Ölkonzerne haben das erkannt: Ob BP, Total oder Eni – sie alle haben ihre Strategie darauf ausgerichtet, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und gleichzeitig, das Geschäft mit Wind- oder Wasserkraft sowie Solarenergie massiv hochzufahren. Eine Entwicklung, von der auch ADX Energy (WKN 875366 / ASX ADX) profitieren will!

In Österreich, wo ADX aktiv ist, begann die RAG Austria AG – eine von nur zwei in Österreich aktiven Ölgesellschaften – Assets abzustoßen, die ihr nicht mehr in das Portfolio passten, konzentrierte sich mehr auf das Versorger- und Gaslagergeschäft als auf das Upstream-Ölgeschäft und da insbesondere die Exploration. Was dazu führte, dass ADX Energy Ende 2019 zwei produzierende Ölfelder – Gaiselberg und Zistersdorf – in Niederösterreich zu sehr günstigen Konditionen erwerben und damit in den exklusiven Kreis österreichischer Öl- und Gasproduzenten vordringen konnte! (Neben RAG gibt es in Österreich nämlich nur noch OMV – und jetzt ADX.)

Raffinerie Schwechat 6002
Die Schwechatraffiniere; Quelle: Depositphotos

Stabile, langfristige Produktion

Die beiden unabhängigen Felder Gaiselberg und Zistersdorf befinden sich in einer der ölreichsten Gegenden Österreichs. Bei ihrer Entdeckung 1930 handelte es sich sogar um die größten Ölfelder Mitteleuropas. Nachdem im Dezemberquartal 2020 die Produktion von fünf Quellen ausgefallen war – auf Grund wetterbedingter, technischer Probleme – und die Produktion auf 240 BOEPD (Barrel of Oil Equivalent per Day) fiel, führte ADX ein Sanierungsprogramm durch, das Anfang dieses Monats erfolgreich abgeschlossen wurde. Da nicht nur die fünf ausgefallenen Quellen die Produktion wieder aufnehmen konnten, sondern auch ein zuvor nicht produzierender Ölhorizont perforiert wurde, stieg die Produktion um rund 80% auf jetzt durchschnittlich 430 BOEPD! Das geförderte Öl wird dabei durch eine Pipelineanbindung direkt an die Raffinerie in Schwechat geliefert und verkauft.

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Ölförderung der ADX; Foto: ADX Energy

Wie gesagt handelt es sich um alte Ölfelder, die aber von RAG sehr gut in Stand gehalten wurden, sodass sie sehr stabile Produktionsraten erbringen und auch der Produktionsrückgang ist sehr vorhersehbar. Laut ADX-CEO Paul Fink kann man deshalb aus Gaiselberg und Zistersdorf noch mindestens zehn Jahre fördern. Sollte das Unternehmen in die Felder investieren, und da gebe es einige Möglichkeiten, so Fink weiter, sollten sogar 20 Jahre drin sein. Dem Anleger bietet sich hier also die Aussicht auf hochwertige, vorhersagbare Produktion mit einem geringen Produktionsrückgang und damit einen nachhaltigen Cashflow.

Darüber hinaus muss man sagen, dass die Öl- und Gasproduktion in Österreich, die hier lange Tradition hat – insgesamt wurden bereits gut 1,5 Milliarden Barrel gefördert –, auf technisch hohem Standard und damit im Vergleich zu vielen anderen Regionen der Welt deutlich „sauberer“ erfolgt.

Hohes Wachstumspotenzial in Österreich

ADX Energy übernahm aber von RAG nicht nur die beiden produzierenden Ölfelder in Niederösterreich, sondern erhielt auch zwei Explorations- und Appraisal-Lizenzen, die RAG aufgegeben hatte. Womit ADX zum einzigen Halter einer Explorationslizenz im produktiven Molasse-Bassin Oberösterreichs wurde!

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ADX bezeichnet diese Assets als bohrfertige Projekte mit zahlreichen höffigen Gebieten und einer hohen Erfolgsrate (durchschnittlich 48%), die zudem in Mitten etablierter Energie- und damit in Verbindung stehender Infrastruktur liegen. Was darauf beruhen dürfte, dass die Australier von RAG äußerst umfangreiche Daten zu den Lizenzgebieten übernehmen konnten – laut ADX haben allein diese einen Wert von über 100 Mio. Euro.

Die Lizenzen enthalten demzufolge zehn Zielgebiete, auf denen unmittelbar Explorationsbohrungen begonnen werden könnten. Eine aktualisierte technische Bewertung sieht hier Potenzial auf 58 Millionen Barrel Oil Equivalent (MMBOE) an Ressourcen im besten, technischen Fall. Laut ADX weisen die Lizenzgebiete zudem zahlreiche, weitere Ziele zur Weiterverfolgung und mehrere Appraisal-Ziele (Bestätigungsziele) auf, die über Potenzial auf Cashflow bei niedrigem Risiko verfügen würden. Bei drei solcher Appraisal-Ziele handelt es sich um Ausdehnungen bestehender RAG-Ölfelder, die neben vergleichsweise geringen Risiken und geringen Kosten auch eine nachgewiesenermaßen hohe Produktivität von bis zu 1.000 BOPD pro Bohrung aufweisen.

ADX Energy wird auch für eigene Rechnung bohren, was in den Lizenzgebieten vergleichsweise kostengünstig zu haben ist, doch angesichts der zahlreichen Gelegenheiten, die sich in den Lizenzgebieten des Unternehmens bieten, will ADX Energy diese Aufgabe nicht allein angehen, um den Cashflow so schnell wie möglich mit mehreren Bohrungen zu steigern. Abgesehen von den eigenen, geplanten Explorationsaktivitäten führt man deshalb bereits Gespräche mit einer Reihe interessierter potenzieller Partner, ist nun aber auch bereit, einen formellen Kooperationsprozess (farmout) zu beginnen, der auch einen Online-Datenraum umfasst, in dem umfassende geologische, ingenieurstechnische und Wirtschaftlichkeitsstudien zur Verfügung stehen.

Starke Basis, großes Wachstumspotenzial

Auch wenn dies nur eine erste, “grobe” Übersicht über dieses spannende Unternehmen ist (die aktuelle Unternehmenspräsentation mit noch mehr Details gibt es hier), so zeichnet sich unserer Ansicht nach doch klar ab, dass ADX große Chancen auf eine positive Entwicklung aufweist. Bei einer stabilen, langlebigen Produktion besteht gleichzeitig das Potenzial auf erhebliches Wachstum durch Explorations- und Appraisal-Bohrungen sowie die Farmouts. Angesichts eines wieder deutlichen stärkeren Ölpreises (die Marke Brent ist relevant), sind das unserer Ansicht nach bereits sehr gute Aussichten für die Australier.

Blue Sky-Potenzial dank Wasserstoffspeicherung?

Neben dem Öl- und Gasgeschäft und quasi als logische Fortsetzung dessen prüft ADX bereits eine weitere Geschäftsstrategie, die sich in Zukunft unserer Ansicht nach möglicherweise als äußerst gewinnbringend erweisen könnte. Wie die eingangs erwähnten Ölgiganten BP & Co. nutzt das auch ADX die Skill-Sets, die man im Öl- und Gassektor gewonnen hat, um das Geschäft in den Bereich „grüne Energie“ zu erweitern!

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Quelle: Depositphotos

Die Idee ist eigentlich bestechend einfach: Zusammen mit den Experten von Horváth & Partners führt man Vormachbarkeitsuntersuchungen zur unterirdischen Speicherung grünen Wasserstoffs in leergeförderten Reservoiren von zunächst Gaiselberg und Zistersdorf durch!

Vereinfacht gesagt will ADX die Nähe zu Produzenten Erneuerbarer Energien bei Gaiselberg und Zistersdorf über den Sommer nutzen, wenn diese in der Region im Überfluss zur Verfügung stehen – unter anderem, da die österreichische Regierung anstrebt, die Erneuerbaren massiv auszuweiten – und teilweise „entsorgt“ werden müssten, um damit „grünen Wasserstoff“ herzustellen, der dann in den unterirdischen Reservoirs, die bereits im Besitz von ADX sind, gespeichert wird. Im Winter, wenn die Preise in der Regel höher sind, kann der Wasserstoff über bestehende Leitungsnetze ausgeliefert und gewinnbringend verkauft werden, so das Kalkül.

In der ersten Phase der Zusammenarbeit will das Unternehmen Horváths umfangreiches Netzwerk im Bereich Wasserstoff und grüne Energien sowie die Projektexpertise der Experten nutzen, um Partnerschaften mit führenden Anbietern Erneuerbare Energien wie z.B. den Windkraftanbietern in der Nähe der Felder Zistersdorf and Gaiselberg einzugehen.

Darüber hinaus soll die technische Nutzungsfähigkeit der Reservoire innerhalb der ADX-Felder als großvolumige, unterirdische Wasserstoffspeicher untersucht werden, genau wie die Möglichkeit, grünen Wasserstoff sowohl in grünes Methan, das durch die Gaspipeline verkauft werden kann, als auch in reinen Wasserstoff umzuwandeln. Und schließlich will man ein Joint Venture mit einem oder mehreren in der Nähe aktiven Anbietern Erneuerbarer Energien abschließen, um Fördermittel der EU für diesen Bereich zu erhalten. Mit diesen sollen eine Reihe von Projekten durchgeführt werden, um die technische Machbarkeit der unterirdischen Wasserstoffspeicherung in den Feldern und ADX als zertifizierten Teilnehmer am schnell wachsenden Energiespeichermarkt Europas zu etablieren.

In der zu erwartenden zweiten Phase der Untersuchungen wollen ADX und Horváth dann einen detaillierten Geschäfts- und Finanzierungsplan für die Expansion und die Etablierung eines rentablen und wachsenden Geschäfts für Energiespeicherung und „grünes Gas“ erstellen, das zudem potenziell in den Bereich CO2-Sequestrierung erweitert werden könnte! Das Geschäftsmodell kann später dann auch, so ADX, in die Lizenzgebiete des Unternehmens in Oberösterreich ausgeweitet werden, sodass auch hier erhebliches Wachstumspotenzial bestünde.

Fazit:

In ADX Energy sind wir unserer Ansicht nach auf ein äußerst interessantes und auch aussichtsreiches Energieunternehmen gestoßen, das nicht nur über eine solide Ertragsbasis durch die langlebige Produktion der Felder Gaiselberg und Zistersdorf verfügt, sondern zusätzlich auch über erhebliches Explorations- und Wachstumspotenzial in seinen „neuen“ Lizenzgebieten. Mit der Aussicht auf einen „organischen“ Einstieg in das lukrative Geschäft der Speicherung grüner Energien in Wasserstoff, besteht zudem unserer Meinung nach weiteres Blue Sky-Potenzial.

Nicht abschrecken lassen sollten sich interessierte Anleger von der hohen Zahl der ausstehenden Aktien, dabei handelt es sich um eine Eigenschaft der australischen Märkte. Denn selbst bei 2.456.000.000 Aktien kommt ADX beim aktuellen Kurs von 1 australischen Cent gerade einmal auf eine Börsenbewertung von 24,65 Mio. AUD. Zu Ende 2020 verfügte das Unternehmen über 2,3 Mio. AUD an Cash zzgl. 3 Mio. AUD (brutto) aus einer Finanzierungsrunde im Januar. Natürlich handelt es sich bei ADX Energy um eine riskante Spekulation, dessen sollten sich interessierte Anleger immer bewusst sein. Damit allerdings „bezahlt“ man eben für die großen Chancen.

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