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Die australische Fosterville-Mine im Besitz von Kirkland Lake (TSX:KL) gilt als eine der besten Adressen für hochgradige Goldvorkommen auf der Welt. Die Mine dürfte nicht unwesentlich zu dem phänomenalen Wiederaufstieg des kanadischen Goldproduzenten seit 2015 beigetragen haben. Fosterville gilt zu Recht als Ausnahmeprojekt: Nach jahrzehntelanger erfolgreicher Produktion verfügt die Mine immer noch über 2,6 Mio. Unzen an Ressourcen mit Durchschnittsgehalten nahe einer Unze!

Es ist daher nicht verwunderlich, dass rund um Fosterville im australischen Bundesstaat Victoria so ziemlich jede Lizenz vergeben wurde, mit Ausnahme von Block 3 und Block 4, einem Korridor, der im vergangenen Jahr von der Regierung Victorias versteigert wurde und an das Explorationsgebiet von A.I.S. Resources angrenzt. Ganze Unternehmen wurden schon auf dem Rücken des Erfolgs von Fosterville gegründet, zuletzt Fosterville South (TSXV: FSX), das ein umfangreiches Portfolio von Projekten rund um Fosterville erkundet. Fosterville South ging im April 2020 an die Börse und wurde kurz darauf mit mehreren hundert Millionen Dollar bewertet. Das Unternehmen hat immer noch eine Marktkapitalisierung von 100 Mio. CAD.

Das bringt uns zum kanadischen Goldexplorer A.I.S. Resources Limited (TSXV: AIS, FRA: A8S) und seiner jüngsten Ankündigung von 26 Bohrungen auf seinem Fosterville-Toolleen-Projekt. Wir halten fest: Die Marktkapitalisierung von AIS liegt derzeit bei 14 Mio. CAD. Drei Dinge lassen aufhorchen: Erstens liegt Fosterville-Toolleen nur 10 Kilometer östlich der Fosterville-Mine von Kirkland und ist immerhin 28 Quadratkilometer groß (siehe Abbildungen 1 und 2). Zweitens ist der CEO von AIS Resources der Australier, Unternehmer und Tausendsassa mit den höchsten geologischen Auszeichnungen - FAusIMM und CMV - Phil Thomas, und drittens ist der leitende Explorationsgeologe von AIS Resources Dennis Walsh.

Walsh hat lange für Kirkland Lake gearbeitet und verfügt über umfangreiche Explorationserfahrung in der Umgebung der Goldmine Fosterville. Schon aus diesem Grund hat seine Einschätzung Gewicht. Walsh sieht bei Fosterville-Toolleen strukturelle Parallelen zu Fosterville, die es erlauben, das gleiche Explorationsmodell wie bei Fosterville anzuwenden. Gravitationsmessungen dienen als wichtiger Leitfaden und grenzen Schichten mit unterschiedlicher Dichte und Bodenschwere, ähnlich wie in Fosterville, scharf ab. Wiederum analog zu Fosterville verläuft die gravimetrische Grenze in einer Nord-Süd-Richtung.#

Abbildung 1 Die Grafik zeigt einen Querschnitt durch die geologische Großstruktur

Abbildung 1: Die Grafik zeigt einen Querschnitt durch die geologische Großstruktur, die im australischen Bundesstaat Victoria über hunderte Kilometer verteilt zur Entwicklung einer Vielzahl von Goldminen geführt haben. Der blaue Pfeil zeigt die Lage von Fosterville-Tooleen an. Der Geologe Dennis Walsh argumentiert, dass man sich im Osten von Fosterville auf der „richtigen Seite“ befindet. Dort gebe es geologische Großstrukturen die denen vergleichbar seien, die zur Entstehung von Fosterville geführt haben. Entsprechend lasse sich das Explorationsmodell von Fosterville auf Fosterville-Tooleen übertragen. Gesucht wird die goldhaltige Sulfidmineralisierung nahe den Spannungsadern, die sich entlang einer großen Nord-Süd-Verwerfung gebildet haben - ähnlich wie bei der Fosterville-Goldmine.

AIS Abbildung 2 Die Goldmine Fosterville und die angeschlossenen Gruben
Abbildung 2.  Die Goldmine Fosterville und die angeschlossenen Gruben befinden sich auf der linken Seite, während die 10 km entfernte Bodengravitations-Hochanomalie auf dem Goldprojekt Fosterville-Toolleen auf der rechten Seite zu sehen ist.  Die rote Linie ist die Grenze des Grundstücks.

Die Tooleen Lizenz hat vor Jahren übrigens einmal zum Fosterville-Komplex gehört. Kirkland Lake Gold (heute Fosterville und früher Northgate Minerals) hielt das Gebiet unter EL3484 bis etwa 2010. Schon damals wurde empfohlen, die Tooleen Liegenschaft mit Erweiterungsbohrungen zu testen, aber die Bohrungen wurden aufgrund der instabilen Goldpreise nie durchgeführt.

Phil Thomas, CEO von AIS, kommentierte: „Das erste Testbohrprogramm mit 30 Löchern hat nun auf unserem Goldprojekt Fosterville-Toolleen begonnen. Wenn es uns gelingt, die von den Hauptverwerfungen ausgehenden Spannungsscherungen zu lokalisieren, die das primäre Leitungssystem für die Goldmineralisierung darstellen, erwarten wir, auf eine goldhaltige Sulfidmineralisierung zu stoßen, die jener in der Goldmine Fosterville von Kirkland Lake ähnlich ist.“

Dennis Walsh gab zu Protokoll: „Die Gold- und damit verbundene Sulfidmineralisierung bei der Goldmine Fosterville wird durch späte Verwerfungen und Brüche kontrolliert. Bei diesen Verwerfungen handelt es sich im Allgemeinen um steil nach Westen abfallende Spreizungsverwerfungen, die an der Basis der Hauptverwerfungen gebildet wurden, wo die Goldmineralisierung strukturell kontrolliert wird. Diese mineralisierten Ausläufer sind typischerweise 4 bis 15 m mächtig und weisen neigungsabwärts und neigungsaufwärts Dimensionen auf, die typischerweise von 50 bis 150 m bis 300 bis 2.000 m plus reichen. Das ist unser Ziel für unser äußerst aussichtsreiches Goldprojekt Fosterville-Toolleen. Die Goldmine Fosterville hat dieses geologische Modell bewiesen, und wir werden nun dasselbe Konzept verwenden, um das Potenzial auf unserem Goldprojekt Fosterville-Toolleen zu entwickeln.“

AIS Abbildung 3. Gebohrt wird mittels Reverse Circulation
Abbildung 3.  Gebohrt wird mittels Reverse-Circulation entlang von Bohrlochlinien jeweils im Abstand von 100 Metern bis in Tiefen von ca. 70 Metern. Besonders interessant ist die in Nord-Südrichtung verlaufende scharfe Grenzlinie, entlang der sich die bodennahen Schwerkraftanomalien sich stark verändern. Insgesamt sind sechs Linien geplant (graue Linien).

AIS Abbildung 4 Bodenradarlinien
Abbildung 4. Bodenradarlinien, die im Januar 2021 abgeschlossen wurden, zeigen Brüche im goldfarbenen Bereich als potenzielle Bohrziele.

Über A.I.S. Resources Limited

A.I.S. Resources Limited ist an der TSX Venture Exchange gelistet und konzentriert sich auf die Exploration von Edel- und Basismetallen sowie Lithium. Neben dem Goldprojekt Fosterville-Toolleen, besitzt das Unternehmen (vorbehaltlich des Abschlusses bestimmter Explorationsausgaben), eine 60prozentige Beteiligung am 58 km² großen Goldprojekt Yalgogrin in New South Wales (mit dem Recht, 100 % zu erwerben) sowie eine 100 %-Beteiligung am 167 km² großen Goldprojekt Kingston in Victoria, Australien, nahe Stawell. Auch auf Yalgogrin wird aktuell gebohrt.

Fazit: AIS Resources hat das richtige Grundstück und das richtige Team, um etwas Großes zu entdecken. Die Übertragung des Fosterville-Explorationsmodells heißt noch nicht, dass ein zweites Fosterville gefunden wird. Aber AIS Resources benennt zumindest die Größe des Preises, den es erringen will. Wir werden die weitere Arbeit aufmerksam verfolgen, denn die Chance auf die Entdeckung einer zweiten Fosterville Mine darf man sich einfach nicht entgehen lassen. Die Aktie von AIS Resources ist nach der Ankündigung von Bohrungen schon unter vergleichsweise hohen Volumen um 15 Prozent gestiegen.

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