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Es hat definitiv etwas von einer Expedition, ja es ist sogar erlaubt, von einer veritablen „Marsmission“ zu sprechen. Vergangene Woche startete die Crew des australischen Explorers Conico Limited (ASX: CNJ; FRA: BDD) mit dem Schiff „Mars“ (Abbildung 1) von der Westküste Islands, um planmäßig nach 30-stündiger Überfahrt an der Ostküste von Grönland zu landen.

zum profil buttonRyberg heißt das Ziel, genauer das 4.500 Quadratkilometer große Ryberg Kupfer-Nickel-PGE-Projekt, das der Chef der Truppe, der britische Geologe Thomas Abraham-James, seit zwölf Jahren erforscht. Seit vorgestern (19. Juli) wird gebohrt (Abbildung 2). Es ist die erste Bohrung auf dem Projekt überhaupt. Man kann sich die Aufregung vorstellen, denn die durch geophysikalische Messmethoden ermittelte Zielzone auf dem ersten Bohrziel ME1 soll sich gerade einmal 150 Meter unter der Oberfläche befinden. (Abbildung 3) Drei Diamantbohrgeräte sind vor Ort. Sie sollen möglichst 24 Stunden am Tag bohren und mindestens 5.000, aber vielleicht auch 10.000 Meter Bohrungen absolvieren.

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Abbildung 1: „Marsmission“ der anderen Art. Das 16-köpfige Conico-Team vor der Abfahrt nach Grönland vor dem Bug der „Mars“.

Die Bohrungen auf dem Projekt Ryberg haben am 19. Juli begonnen. Das erste Bohrziel ist durch eine Reihe von elektromagnetischen (EM) Anomalien gekennzeichnet, die bei Vermessungen im Jahr 2017 und 2020 identifiziert wurden. Alle drei Bohrgeräte befinden sich auf dem Miki-Prospekt, wo die EM-Anomalien auf magmatische Sulfide in einer Tiefe zwischen 80 und 200 Meter von der Oberfläche hinweisen. Frühere Oberflächenproben in der Nähe ergaben Gehalte von bis zu 2,2 % Kupfer, 0,8 % Nickel, 0,1 % Kobalt, 3,3 g/t Palladium und 0,2 g/t Gold. Das Ziel ist es, festzustellen, ob in der Tiefe eine Konzentration einer ähnlichen Mineralisierung vorhanden ist.

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Abbildung 2: Bei strahlend blauem Himmel wird das erste Diamantbohrgerät am 19. Juli in Betrieb genommen. Es soll die magmatischen Sulfidvorkommen auf dem Miki-Prospekt auf Ryberg testen.

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Abbildung 3: Elektromagnetische Ziele auf dem Miki-Prospekt. Miki ist nur ein Bruchteil des Gesamtgebiets Ryberg, das bisher gerade einmal zu 4 Prozent mit luftgestützten Methoden erkundet wurde. Bei der diesjährigen Explorationskampagne sollen erstmals die gesamten 4.500 Quadratkilometer durch geophysikalische Messungen erfasst werden.

Der Direktor von Conico, Guy Le Page, sagte: "Auf diesen Moment haben wir gewartet. Dieses Bohrprogramm ist das erste, das auf dem Ryberg-Projekt durchgeführt wird, und das Potenzial ist wirklich riesig. Wir haben einen First-Mover-Vorteil, der es uns ermöglicht hat, ein Landpaket von mehr als 4.500 Quadratkilometern anzuhäufen, das die geologischen Merkmale aufweist, die Voraussetzung für die Entdeckung magmatischer Sulfide sind. Die Explorationen der vergangenen Jahre haben das Miki-Prospekt als vorrangiges Ziel hervorgehoben, insbesondere mehrere EM-Untersuchungen, die unabhängig voneinander leitfähige Anomalien identifiziert haben, die nun Gegenstand von Bohrungen sind."

Die Bohrungen auf dem Miki-Prospekt sind im Gange und zielen auf eine EM-Anomalie, die als ME1 bezeichnet wird (Abbildung 2). Neun Bohrungen sind an diesem Standort geplant. Weitere Bohrungen sind geplant, um die Anomalien ME2 und ME3 (Abbildung 2) zu testen.

Zusätzlich zu Miki steht das Gold-Nickel-Projekt Sortekap (Abbildung 4) auf dem Programm. Dort wurde bei früheren Erkundungen eine Mineralisierung mit einem Gehalt von bis zu 2,7 g/t Gold und 0,33 % Nickel an der Oberfläche festgestellt. Eine im Jahr 2020 durchgeführte IP-Untersuchung (induzierte Polarisation) hat große Aufladbarkeitsanomalien auf dem Projekt identifiziert (Conico ASX Announcement, 22. Dezember 2020; Abbildung 4).

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Abbildung 4: IP-Anomalien der Wiederaufladbarkeit auf dem Gold-Nickel-Grundstück Sortekap.

Das Bohrprogramm wird ein Minimum von 5.000 Metern umfassen, wobei der Vertrag ein Maximum von 10.000 Metern zulässt. Das Unternehmen hat auch die Option, die gesamte Bohrausrüstung vor Ort zu belassen, um die Wiederaufnahme der Bohrungen im Jahr 2022 vorzubereiten.

Darüber hinaus hat die aeromagnetische geophysikalische Vermessung per Hubschrauber begonnen. Der Hubschrauber wird das gesamte Ryberg-Projektgebiet auf Linien in einem Abstand von 200 Meter abfliegen. Die gesamte Vermessungsstrecke beträgt mehr als 24.000 Linienkilometer und wird bedeutende neue Erkenntnisse über das Projektgebiet liefern.

Fazit: Conico Ltd. ist ein echter Pionier unter den Explorationsunternehmen. Das Ryberg-Projekt an der grönländischen Ostküste ist buchstäblich Neuland – „Terra incognita“ für die Geologen. Wären ähnliche Erzgehalte wie sie auf dem Miki Prospekt oder auch auf dem zweiten Projekt Sortekap an der Oberfläche gemessen worden sind, anderswo auf der Welt gefunden worden, wäre mit Sicherheit schon vor langer Zeit gebohrt worden. Aber niemand hat sich für Ostgrönland interessiert. Nur die historische Zinkmine Mestersvig, die mittlerweile ebenfalls Conico gehört, wurde bis in die 60er Jahre betrieben. Es schien leichtere Ziele zu geben als ausgerechnet Ostgrönland, das über keinerlei Infrastruktur verfügt (daher dient das Schiff als Camp) und zudem klimatisch herausfordernd ist.

Der Klimawandel sorgt für einen Rückzug des Eises und hat unter anderem auch die Ziele auf Miki und Sortekap leicht zugänglich gemacht. Ryberg besitzt geologisch alles, was man sich für eine Weltklasse Lagerstätte nur wünschen kann (siehe Goldinvest Profil). Thomas Abraham-James hat die Geologie von von Miki einmal mit der von Norilsk Nickel verglichen. Das ist sehr hoch gegriffen, aber Thomas hat gute Argumente für seine Hypothese, die jetzt in diesem Augenblick durch Bohrungen überprüft wird. Conico bleibt für uns – trotz des äußerst hohen Risikos – eine der faszinierendsten Explorationsgeschichten überhaupt. In Küre wissen wir mehr.

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