Lake Victoria Gold (TSXV: LVG / FSE: E1K) hat den Abschluss seines jüngsten Bohrprogramms am vollständig genehmigten Imwelo-Goldprojekt im nördlichen Tansania bekanntgegeben. Nach Unternehmensangaben liegen damit nun alle Analyseergebnisse der Kampagne vor. Im Fokus stand der Bereich „Area C“, der mit Blick auf Bauvorbereitung und einen kurzfristigen Produktionsstart systematisch weiterentwickelt werden soll.
Lake Victoria spricht entsprechend von einem wichtigen Meilenstein, da das Programm sowohl die Mineralisierung unterhalb des aktuellen Tagebau-Designs bestätigt als auch neue Erweiterungen westlich und östlich der geplanten Grube abgegrenzt hat!
Damit rückt für Lake Victoria vor allem ein Punkt in den Vordergrund: Die Ergebnisse sollen die bestehende geologische Interpretation stützen und zugleich die Grundlage liefern, um die endgültige Grubenoptimierung sowie die weitere Entwicklungsplanung belastbarer zu machen. Wie das Unternehmen betont zudem, dass die nötigen Genehmigungen bereits vorliegen und mehrere technische Arbeitsprogramme nun abgeschlossen oder in die Auswertung überführt werden.
Lake Victorias Erfolg in Imwelo Area C: Kontinuität in der Tiefe und neue seitliche Erweiterungen
Kern der heutigen Mitteilung ist die Aussage, dass die Bohrungen die Mineralisierung im Abfallen entlang des gesamten Pit-Designs bestätigt haben. Lake Victoria Gold hebt hervor, dass die geologische Kontinuität nun bis auf mehr als 250 Meter vertikale Tiefe nachgewiesen sei – gegenüber historischen Modellgrenzen von rund 200 Metern. Gleichzeitig habe das Programm neue mineralisierte Zonen östlich und westlich der bisherigen Grubengrenzen definiert. Für die Ostseite nennt das Unternehmen ausdrücklich Bohrloch IMWDR018 als Bestätigung von Mineralisierung außerhalb der aktuellen östlichen Grubenbegrenzung. Auf der Westseite wurden laut Mitteilung jenseits einer interpretierten nordnordost-streichenden Struktur (Dyke/Verwerfung) zusätzliche mineralisierte Bereiche durchschnitten, wodurch ein neues Feld für potenzielles Ressourcenwachstum geöffnet werde!
Die gemeldeten Abschnitte stammen aus Diamantbohrungen (NQ-Kern) und teils RC-Bohrungen. Zu den ausgewählten Highlights zählt Lake Victoria unter anderem IMWDR007 mit 6,96 g/t Gold über 2,56 Meter (inklusive 65,02 g/t über 0,25 Meter) sowie IMWDR009 mit11,88 g/t Gold über 1,33 Meter (inklusive 68,74 g/t über 0,22 Meter). Weitere Beispiele sind IMWDR013 mit 9,31 g/t über 2,45 Meter (inklusive 21,65 g/t über 0,96 Meter) und IMWDR017 mit 11,19 g/t über 0,90 Meter (inklusive 32,84 g/t über 0,30 Meter) sowie zusätzlich 2,97 g/t über 3,01 Meter in einem tieferen Intervall.
Aus Sicht des Unternehmens unterstreichen diese Daten nicht nur die Fortsetzung der Mineralisierung in der Tiefe, sondern auch die Möglichkeit, innerhalb und außerhalb des aktuellen Designs zusätzliche Unzen zu definieren – etwa durch mineralisierte Zonen im Liegenden und Hangenden außerhalb der Hauptader.
CEO Marc Cernovitch betont, dass damit technische Daten vorliegen, die für endgültiges Grubendesign, Ressourcenumwandlung und Minenplanung benötigt werden. Explorationsmanager Hendrik Meiring ergänzt, die Geologie liefere das erwartete Bild: Mineralisierung, Alteration und strukturelle Kontinuität seien über mehrere Zonen hinweg konsistent – einschließlich in Tiefenbereichen jenseits von 250 Metern unter Oberfläche.

Technische Bausteine für Grubenoptimierung und Bauvorbereitung
Lake Victoria stellt das Programm aber nicht als reines Explorationsbohrkampagne dar, sondern als Arbeitspaket mit mehreren Zielen entlang der Entwicklungskette. Ein zentraler Punkt ist die Ressourcensicherheit: Die Ergebnisse spiegelten laut Unternehmen Mächtigkeiten und Gehalte wider, die das bestehende historische Ressourcenmodell tragen. Das verbessere die Zuversicht auf mögliche Upgrades der Ressourcenkategorien– insbesondere von „Inferred“ zu „Indicated“ und perspektivisch auch eine stärkere „Measured“-Klassifizierung.
Parallel wurden zwei geotechnische Bohrlöcher niedergebracht. Das orientierte Bohrkernmaterial dient der detaillierten Erfassung und Charakterisierung des Gebirgsmassivs. Lake Victoria will diese Daten nutzen, um Böschungswinkel, Stützmaßnahmen und Rampengeometrie zu verfeinern – also genau jene Parameter, die für die finale Grubenoptimierung und das Risikomanagement im Tagebau entscheidend sind.
Hinzu kommen Vorarbeiten für den operativen Start: Flachere Bohrungen sollen die Grade-Control-Planung unterstützen, insbesondere mit Blick auf vorbereitende Abraumarbeiten und den Aufbau eines Erzvorrats vor Produktionsbeginn. Zudem wurden repräsentative Proben aus oxidischem, Übergangs- und frischem Material für bestätigende metallurgische Tests ausgewählt. Ziel ist es laut Mitteilung, Ausbringungsraten je Materialtyp zu validieren und daraus Rückschlüsse für frühe Abbau- und Prozessoptimierung zu ziehen.
Gleichzeitig enthält die Mitteilung einen deutlichen Hinweis zur Einordnung: Zwar existieren JORC-konforme PEA-, PFS- und aktualisierte PFS-Arbeiten, diese seien jedoch nicht als aktuell im Sinne des kanadischen Standards NI 43-101 zu betrachten. Lake Victoria hat eben noch keine eigene Machbarkeitsstudie vorgelegt, die Mineralreserven (im Gegensatz zu Ressourcen) nachweist und damit Wirtschaftlichkeit sowie technische Umsetzbarkeit endgültig belegt. Entsprechend sei jede Entscheidung Richtung Produktionsstart mit erhöhter Unsicherheit verbunden.
Unterm Strich zeigt Lake Victoria Gold mit dem Abschluss des Imwelo-Area-C-Programms, dass sich das Projekt von der Definition in Richtung Umsetzung bewegt: mit nachgewiesenen Erweiterungen des mineralisierten Systems, geotechnischer Absicherung für die Grubenoptimierung und vorbereitenden Arbeiten für Grade-Control und Metallurgie.