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Die Automobilbranche hat ein Auge auf Nickel geworfen. In der Vergangenheit spielte das Metall vor allem eine Rolle bei der Produktion von Edelstahl. Doch nun wird Nickel als Schlüsselmetall bei der Umstellung von herkömmlichen Fahrzeugen auf Elektrofahrzeuge gehandelt. Denn ein erhöhter Nickelanteil macht Lithium-Ionen-Batterien (NMC-Akkumulatoren) wesentlich effizienter und verbessert dadurch die Reichweite von E-Autos deutlich - eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Elektromobilität und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft.

„Arbeitspferd“ der Lithium-Ionen-Akkus

Möglicherweise könne Nickel in Lithium-Ionen-Batterien wichtiger werden als Lithium selbst, konstatierte die Neue Zürcher Zeitung schon vor zwei Jahren und verweist auf eine Prognose des russischen Nickelproduzenten Nornickel, wonach künftig zwischen 30 und 110 Kilogramm in einem einzigen Elektroauto verbaut werden. Das global agierende Finanzdienstleistungsunternehmen Morgan Stanley bezeichnet Nickel sogar als „das Arbeitspferd der Lithium-Ionen-Batterien“.

Das „neue Gold“?

Dabei steht alles noch auf Anfang. Der Nickel-Boom beginnt erst, konstatiert die amerikanische Finanznachrichtenagentur Bloomberg, und auch der Marktanalyst Fitch Solutions sagt Nickel eine glänzende Zukunft voraus. US-Unternehmer und Tesla-Chef Elon Musk geht noch weiter. Er bezeichnete das Metall als das „neue Gold“. Da viele Regierungen weltweit die Elektromobilität fördern, wird den Prognosen zufolge in den kommenden zehn Jahren die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien und damit auch nach Nickel stark steigen.

Doch es werden nicht nur immer mehr Akkus für eine rasch größer werdende Elektrofahrzeugflotte gebraucht. Da ein hoher Nickelanteil die Leistung der in E-Autos gebräuchlichen Lithium-Ionen-Akkumulatoren stark verbessert, setzt die Autoindustrie zunehmend auf eine Weiterentwicklung dieses Batterietyps, die sogenannte NMC 811-Akkuzelle. Deren Kathoden bestehen aus sechs Anteilen Nickel und jeweils zwei Anteilen Kobalt und Mangan. Ziel ist es, schon bald eine 8:1:1-Relation zu erreichen. Den NMC 811-Batterien gehört Fitch Solutions zufolge die Zukunft. Sie werden, so die Prognose, bis in sechs Jahren 80 Prozent des kompletten NMC-Marktanteils ausmachen.

Nachfrage treibt Preis in die Höhe

Konkret geht Fitch Solutions bei Nickel von einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 29 Prozent im Jahr aus. Damit übertreffe dieser Rohstoff sogar die Nachfrage nach Lithium und Kobalt. Dieser große Bedarf hat Auswirkungen auf den Preis. Zurzeit wird Nickel mit 16 425 USD je Tonne gehandelt. Experten halten es für möglich, dass der Nickelpreis von aktuell rund 8 auf 30 USD pro Pfund steigen könnte. Zu einer Verteuerung führt auch ein von den Analysten erwartetes Angebotsdefizit. Nickel ist knapp, vor allem Nickel der Klasse I, der für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien benötigt wird. Wenn die Nachfrage wie erwartet steigt, dann wird es für die Akkuhersteller schwierig, ihren Bedarf zu decken. Bloomberg zufolge könnten in neun Jahren 825 000 Tonnen Nickel fehlen. Zehn Jahre später könnte das Defizit auf zwei Millionen Tonnen anwachsen - so viel, wie zurzeit pro Jahr auf der ganzen Welt gefördert wird.

Schwer einzuschätzen sind vielfach auch die politischen Entwicklungen in den Ländern, in denen das Metall gefördert wird. So trieb im Jahr 2020 die Drohung Indonesiens, den Nickelexport dieses Metalls zu verbieten, den Preis in die Höhe, ebenso der Konflikt mit Russland um den Systemkritiker Alexei Nawalny. Das russische Unternehmen Nornickel ist weltweit der zweitgrößte Nickelproduzent.

Chinas Appetit auf Nickel ist riesig

Eine Rolle bei der sprunghaften Preisentwicklung spielt auch China. Mehr als die Hälfte der globalen Nachfrage nach Nickel geht auf die Volksrepublik zurück. Vor einem Jahrzehnt waren es noch weniger als 20 Prozent. Wobei China nicht nur Interesse an Klasse-I-Nickel hat. Für den energisch betriebenen Ausbau der Infrastruktur des Landes spielt auch rostfreier Stahl eine wichtige Rolle. Für dessen Herstellung wird Nickel der Klasse II benötigt.

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