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Elektrofahrzeuge sollen die Welt vor der drohenden Klimakatastrophe retten. Doch noch überzeugt die Kohlendioxid-Bilanz der Stromer nicht vollständig. Schuld daran sind die Lithium-Ionen-Akkus. Ihre Fertigung verbraucht viel Energie. Je nachdem, woher der Strom für die Herstellung der Batteriezelle stammt, entsteht in großen Mengen Kohlendioxid (CO2).

Ein Grund, aus dem Elektroautos einen größeren CO2-Fußabdruck aufweisen können als herkömmliche Fahrzeuge. Ketzerische Stimmen fragen deshalb, ob die Autoindustrie mit Elektroautos tatsächlich auf das richtige Pferd setzt, oder ob die Stromer das Klimaproblem eher verschärfen. Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Die Zukunft der E-Mobilität steht und fällt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn nur wenn die Akkus mit klimaneutralem Ökostrom hergestellt werden, verbessert sich die CO2-Bilanz von Elektrofahrzeugen – eine Chance für Europa, mit sogenannten grünen Batterien das Monopol der Asiaten bei der Herstellung der Akkus zu brechen, wie die EU-Kommission hofft. Doch woher den Ökostrom für mehrere Millionen Elektroautos nehmen?

Schweden macht es vor

Ein Silberstreif am Horizont zeichnet sich hoch oben im Norden der europäischen Union ab, im dünn besiedelten Waldland Schwedens. In der Industriestadt Skelleftea 200 Kilometer unterhalb des Polarkreises gibt es, was sonst in Europa Mangelware ist: billigen Grünstrom. Er macht die Stadt zu einem attraktiven Standort für Technologien, die auf große Mengen Energie angewiesen sind. Die Firma Northvolt will dort in großem Stil mit erneuerbaren Energien Hochvolt-Batterien herstellen. Das ehrgeizige Ziel des Startup-Unternehmens: die Mobilität emissionsfrei zu machen. Geplant ist ein Batteriewerk, das fast so groß ist wie die Tesla-Factory in Nevada. In Skelleftea sollen Batteriezellen mit einer Gesamtkapazität von 32 Gigawattstunden gebaut werden. Rund 600 000 Elektroautos könnten damit ausgestattet werden. Nicht genug, wenn bis 2025 wie beabsichtigt ein Viertel der verkauften Fahrzeuge mit einem Elektromotor ausgestattet sein soll.

Made in Europe

Auch die EU-Kommission hat ein Auge auf Skelleftea geworfen. Der EU-Exekutive schwebt vor, dass Europa nach China zum zweitgrößten Batteriemarkt werden und damit kräftig an diesem künftigen Milliardenmarkt partizipieren soll, allerdings mit grünen, nachhaltigen Batterien. Deshalb hat die Europäische Investitionsbank dem schwedischen Startup-Unternehmen 350 Millionen Euro Fördergeld zugesagt. Volkswagen ist mittlerweile mit 900 Millionen Euro eingestiegen. Bis 2030, so die Prognosen, wird der Bedarf an Batterien weltweit vierzehnmal höher sein als im Moment. Um diese immense Nachfrage befriedigen zu können, müssen weitere Gigafabriken in der EU entstehen, fordert die EU-Kommission. An sich kein Problem, sagen die Experten. Die Akkufabriken ließen sich schnell aufbauen. Tesla plant in Brandenburg ein Batteriewerk, die chinesischen Unternehmen CATL und Svolt in Thüringen und im Saarland, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die alles entscheidende Frage sei nur, ob diese Fabriken mit ausreichend erschwinglichem Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden könnten.
Recycling zunehmend wichtig

Ein weiteres Potenzial, den Kohlendioxidausstoß zu verringern, bietet ein konsequentes Recycling der Rohstoffe, die zum Bau einer Batterie benötigt werden. Auch da prescht Northvolt vor. In Skelleftea baut das Unternehmen eine großindustrielle Anlage zur Rückgewinnung von Ressourcen. Ein zweites Werk soll in Zusammenarbeit mit Norsk Hydro in Norwegen entstehen. Die Rückgewinnung von Wertstoffen ist in vielerlei Hinsicht geboten. Denn viele Materialien in den Zellen sind giftig, wie Kobalt, Nickel und Lithium. Es kostet viel Geld und Energie, sie aus der Erde zu holen. Ins Gewicht fällt ferner, dass diese Rohstoffe häufig unter menschenverachtenden Bedingungen und ohne Rücksicht auf die Umwelt hergestellt werden - ein Grund, weshalb deutsche Autobauer ein großes Interesse an grünen Akkus hat. BMW und VW etwa haben ihre Batterielieferanten dazu verpflichtet, ausschließlich Grünstrom zu verwenden.

Für das in den Anoden enthaltene Graphit ist das Ziel einer deutlichen Steigerung der Recyclingquote unserer Ansicht nach in greifbarer Nähe. Die australische EcoGraf Limited (ASX: EGR, FRA: WKN: A2PW0M) z.B. hat dafür ein EcoGrafTM genanntes Reinigungsverfahren entwickelt, das sich als bestens geeignet erwiesen hat, um hochreines Anodenmaterial für Batterien aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batteriematerialien rückzugewinnen. Das ist das Ergebnis umfangreicher Tests, die das Unternehmen im Auftrag von Kunden vorgenommen hat.

Vereinzelt ist es gelungen, bis zu 100%-Kohlenstoffgehalt aus der EcoGraf-Reinigung von Anodenschrott aus Lithium-Ionen-Batterien zurückzugewinnen. Weitere positive Ergebnisse bestätigen die Rückgewinnung von hochreinem Anodenmaterial mit bis zu 99,6% Kohlenstoff aus einer Reihe von „Schwarzmassen“-Material aus recycelten Lithium-Ionen-Batterien am Ende ihrer Lebensdauer. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial zur Wiederverwendung von rückgewonnenem hochreinem Batterieanodenmaterial in höherpreisigen Industriemärkten für natürlichen und synthetischen Graphit. (Für weitere Informationen hier klicken.)

Verkehr erzeugt ein Fünftel der CO2-Emissionen

Auch wenn der Kohlendioxidausstoß bei der Batterieproduktion jetzt schon deutlich geringer ausfällt als noch vor ein paar Jahren, die Ökobilanz muss noch besser werden, damit die Belastung der Umwelt durch das Treibhausgas CO2 weiter gedrosselt wird. Der Verkehr erzeugt noch immer knapp ein Fünftel der CO2-Emissionen. Und außerdem: wenn das Elektroauto von den Verbrauchern akzeptiert werden soll, dann muss die Elektromobilität ihren Ruf los werden, nicht nachhaltig genug zu sein.

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