Goldprojekt Imwelo kommt dem Start näher: Lake Victoria Gold schließt Geotechnikprogramm ab

Lake Victoria Gold Goldbohrung

Lake Victoria Gold (TSXV: LVG; Deutschland E1K) hat auf seinem Imwelo-Goldprojekt in Tansania einen weiteren technischen Meilenstein erreicht. Wie kürzlich gemeldet wurde, konnte die Erfassung von Felddaten für geotechnische Untersuchungen abgeschlossen wurde, die in die finalen Tagebau-Designs einfließen sollen. Parallel dazu wurden spezifische Dichtebestimmungen an ausgewählten Bohrlöchern durchgeführt, um die geplante erste Produktionsfläche in der sogenannten Area C über die gesamte Streichlänge besser zu charakterisieren. Beides ist, so das Unternehmen, ein wichtiger Schritt, um die kurzfristige Produktionsplanung in der initialen Abbauzone zu konkretisieren.

Im Mittelpunkt stehen zwei eigens niedergebrachte geotechnische Bohrungen mit den Bezeichnungen IMWDR016 und IMWDR019. Diese wurden bis in Tiefen von 150 beziehungsweise 163 Metern abgeteuft. Die Bohrkerne wurden geotechnisch erfasst und dokumentiert; Proben wurden zur Laborprüfung eingereicht, um Festigkeit und weitere Gesteinseigenschaften zu bestimmen. Solche Parameter sind in der Tagebauplanung entscheidend, weil sie unter anderem die Böschungswinkel, Sicherheitsreserven und damit letztlich die Form des finalen Grubenumrisses beeinflussen.

Lake Victoria Gold: Was die neuen Daten für die Pit-Planung bedeuten

Lake Victoria Gold verknüpft die geotechnischen Arbeiten mit einem zweiten Datenpaket: Rund 200 Kernproben aus dem Ressource-Infill-Programm wurden auf ihre Dichte hin vermessen. Untersucht wurden verschiedene Gesteins- und Verwitterungsbereiche – von Laterit und Saprolit über Saprock bis hin zu frischem Gestein. Dichtewerte sind in der Praxis nicht nur für die Umrechnung von Volumen in Tonnen relevant, sondern auch für eine präzisere Abgrenzung unterschiedlicher Erz- und Gesteinsdomänen.

Nach Angaben des Unternehmens sollen die Messungen helfen, oxidische, Übergangs- (oxidisches Erz) und frische (sulfidische) Bereiche zuverlässiger zu trennen. Das unterstützt einerseits die Aktualisierung der Ressource und andererseits später die Erzklassifizierung im laufenden Abbau. Für Lake Victoria Gold ist dieser Schritt deshalb bedeutsam, weil sich die geplante erste Produktion auf Area C konzentriert – also auf den Bereich, in dem eine belastbare Datenbasis frühzeitig über den Erfolg der operativen Umsetzung mitentscheidet.

Das Unternehmen betont zudem den Ansatz des laufenden Programms: Es werden RC-Vorbohrungen („Pre-collars“) mit anschließendem Diamantkern-Tail kombiniert. Ziel ist es, mit diesem Bohrdesign möglichst viele Informationen gleichzeitig zu gewinnen – geologisch, geotechnisch, metallurgisch und mineralogisch. Diese Daten sollen in die Optimierung des finalen Grubenentwurfs einfließen, also in die Frage, wie die wirtschaftlich und technisch sinnvolle Grubenform unter Berücksichtigung der neuen Erkenntnisse aussehen kann. Gleichzeitig verweist Lake Victoria Gold darauf, dass damit auch eine mögliche spätere Untertage-Perspektive besser bewertet werden kann.

Area C im Fokus: Ein zusammenhängender Tagebau statt mehrerer Einzelgruben

Exploration Manager Hendrick Mering beschreibt in aktuellen Mitteilung, dass sich mit den jüngsten Bestimmungsbohrungen, der geotechnischen Erfassung und den Dichtewerten das geologische und strukturelle Bild in Area C deutlich „verdichtet“ habe. Aus Sicht der Planung spreche das technische Datenmaterial eher für einen einzigen, durchgehenden Tagebau entlang des mineralisierten Trends – statt mehrerer voneinander getrennten Gruben. Ob und in welchem Umfang sich frühere Modellannahmen tatsächlich konsolidieren lassen, ist allerdings weiterhin Gegenstand der laufenden Ingenieurarbeiten.

Lake Victoria Gold führt aus, dass geotechnische Daten nicht nur aus den zwei dedizierten Geotechnik-Löchern stammen: Die Datenerfassung habe auch Bohrkerne aus 21 bereits abgeschlossenen Infill-Bohrungen umfasst. Damit soll die Aussagekraft der Interpretationen steigen, weil sich relevante Parameter nicht nur punktuell, sondern über mehrere Bohrungen hinweg abstützen lassen.

CEO Marc Cernovitch ordnet den Abschluss der Feldprogramme als nächsten Schritt auf dem Weg in Richtung Projektentwicklung ein. Während das Unternehmen die Pit-Designs für Area C finalisiert, solle Imwelo zunehmend vom Stadium technischer Studien in eine Entwicklungsphase übergehen – im Einklang mit der Strategie, Projekte in Richtung Cashflow voranzubringen. Diese Einordnung bleibt jedoch bewusst an Bedingungen geknüpft, wie Lake Victoria Gold im gleichen Dokument betont.

In einem ausführlichen Warnhinweis macht Lake Victoria Gold deutlich, dass Imwelo zwar Gegenstand von Studien nach JORC-Standard (PEA, PFS und aktualisierte PFS-Arbeiten) war, diese jedoch unter NI 43-101 nicht als „aktuell“ gelten. Eine Machbarkeitsstudie, die Mineralreserven ausweist und damit wirtschaftliche und technische Tragfähigkeit im Sinne der kanadischen Standards belegt, liegt nach Aussage des Unternehmens nicht vor. Entsprechend wäre eine Produktionsentscheidung nicht auf Basis einer Feasibility Study mit Reserven getroffen.

Damit schreitet das Unternehmen in seinen Plänen voran sein Projektportfolio in den Lake Victoria Goldfields Tansanias. Neben Imwelo hält Lake Victoria auch eine 100%-Beteiligung am Tembo-Projekt mit mehr als 50.000 Metern an Bohrdaten. Von großer Bedeutung zudem: Lake Victoria ist eine strategische Partnerschaft mit der Taifa Group, dem größten Bergbaudienstleistungsunternehmen des Landes, eingegangen: Deren Tochter Taifa Mining soll die Vertragsminenarbeiten und Erdbewegungen auf dem Imwelo-Projekt übernehmen.

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