Chefmarktanalyst Christian Henke, IG
Der Goldpreis könnte auch im kommenden Jahr weiter glänzen. Rückendeckung gibt es vor allem seitens der Volatilität, die in Zwischenwahljahren oft und kräftig steigt. Auch 2026 könnte das gelbe Edelmetall für die Anleger ein sicherer Hafen sein.
Wichtigste Punkte:
- In Zwischenwahljahre sind Aktien nicht unbedingt gefragt. Vielmehr suchen die Anleger sichere Häfen auf. Und dann empfiehlt sich Gold als Investment in unruhigen Zeiten
- Vor allem die steigende Volatilität in Zwischenwahljahren spielt dem gelben Edelmetall in die Karten
- Unter dieser Voraussetzung könnte der Goldpreis seinen Weg im kommenden Jahr fortsetzen. Ziel könnte der Preisbereich bei rund 4.900 USD je Feinunze sein
Zwischenwahljahre sind für Gold gute Jahre
Im kommenden Jahr finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Und ein Midterm-Jahr stellt für den Goldpreis eine gute Kaufgelegenheit dar. Wir haben uns daher den Saisonalitäts-Chart näher angeschaut. In den zurückliegenden vierzehn Zwischenwahljahren (Zeitraum erstreckt sich über 35 Jahre) konnte das gelbe Edelmetall in über 64% der Fälle um durchschnittlich 12,83% zulegen.
Insgesamt gibt es in einem Zwischenwahljahr vier gute Zeitabschnitte, in denen der Goldpreis zulegen kann. Der beste Zeitraum geht vom 4. Juli bis zum 6. September. Das Plus betrug in der Vergangenheit rund 7%. In allen vier Zeiträumen konnte das Edelmetall in mehr als 71% die Anleger erfreuen.
Saisonalität des Goldpreises in den Zwischenwahljahren

Quelle: Saisonax.com
Steigende Volatilität – Des einen Freud ist des anderen Leid
Die globalen Aktienmärkte könnten im kommenden Jahr unter einer steigenden Volatilität zu leiden haben. Dagegen ist eine zunehmende Verunsicherung gerade für den Goldpreis von Vorteil. Viele Marktteilnehmer suchen dann die sicheren Häfen auf. Und dazu zählt bekanntlich das gelbe Edelmetall.
Wie im Saisonalitäts-Chart des VIX (Volatilitätsindex auf den S&P 500) zu sehen ist, ist die Schwankung in einem Zwischenwahljahr extrem hoch. Der VIX neigt vor allem in diesem Jahr des US-Präsidentschaftswahlzyklus zu einem deutlichen Anstieg. In den zurückliegenden neun Midterm-Jahren hat die Vola in 75% der Fälle um durchschnittlich rund 20% zugelegt.
Saisonalität des VIX in den Zwischenwahljahren

Quelle: Saisonax.com
In der nun folgenden Tabelle haben wir uns den besten Zeitraum für Gold im US-Präsidentschaftswahlzyklus angeschaut. Die höchste Performance wurde auf Sicht der letzten vierzehn Midterm-Jahre in den Zwischen- und Vorwahljahren erzielt. Auch die Trefferquote war am höchsten.
Performance des Goldpreises im US-Präsidentschaftswahlzyklus (14 Zwischenwahljahre)

Gold – Bis wohin kann die Reise gehen?
Mit 4.382 USD je Feinunze wurde Ende Oktober ein neues Allzeithoch markiert. Seitdem befindet sich das gelbe Edelmetall in einer Korrektur. Allerdings könnte diese bereits in Kürze zu Ende sein. Im Wochenchart hat sich ein symmetrisches Dreieck gebildet, welches zur Art der Fortsetzungsformationen gehört. Gelingt der Sprung über die Oberseite der Dreiecksformation bei 4.156 USD, wäre der Ausbruch in trockenen Tüchern. Aus der Höhe des symmetrischen Dreiecks lässt sich ein Kursziel von 4.663 USD ableiten. Verlässt der Goldpreis zudem die derzeitige Handelsspanne nach oben, könnte es sogar bis 4.877 USD gehen. Auch hier wurde die Höhe der Chartformation zur Kurszielberechnung herangezogen. Trotz der eingangs erwähnten sehr starken Saisonalität empfiehlt sich trotzdem das Setzen eines Stop Loss. Dafür geeignet wäre die untere Begrenzung der Seitwärtsphase bei 3.887 USD.
Goldpreis Chart auf Wochenbasis

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Author: Christian Henke
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