Die anhaltende Schwäche des US-Dollars ist einer der Gründe für den jüngsten Anstieg des Goldpreises, der am gestrigen Donnerstag wieder die Marke von 3.400 USD pro Unze überwinden konnte. Analysten sehen die Möglichkeit, dass sich die Rallye fortsetzt.
So bekräftigte die Bank of America vor Kurzem ihre Prognose, dass das Edelmetall schon im ersten Halbjahr 2026 auf 4.000 USD pro Unze steigen wird. Insbesondere sinkende Zinsen und die schwächere US-Währung würden diesen Anstieg stützen, hieß es.
Gold dürfte von sinkenden Zinsen und steigender Inflation profitieren
Mögliche Zinssenkungen in einem Umfeld steigender Inflation würden den Boden für eine weitere Abwertung des US-Dollar bereiten, so die Experten. Und das werde aller Wahrscheinlichkeit nach den Goldpreis steigen lassen.
An den breiten Märkten gehen Beobachter davon aus, dass die US-Notenbank bereits kommenden Monat eine erste Zinssenkung vornehmen wird. Ein Zinsschritt von 25 Basispunkten sei nahezu vollständig eingepreist und eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik im Oktober und Dezember möglich.

Zinssenkungen der Fed erwartet
Laut der Bank of America seien vor allem zuletzt schwächere Daten vom US-Arbeitsmarkt ein Grund, aus dem die Fed einen neuen Zinssenkungszyklus beginnen könne. Der politische Druck auf die Zentralbank von US-Präsident Donald Trump können den Dollar zusätzlich belasten.
Die Analysten warnen, dass eine höhere Inflation den Dollar kurzfristig stützen könnte, da die Märkte in diesem Fall ihre Erwartungen an Zinssenkungen zurückschrauben würden. Zugleich rechnet BofA aber damit, dass jede Dollar-Rallye zum Verkauf genutzt wird – selbst wenn zähe Inflationsdaten die Fed zu einer stärkeren Zurückweisung von Lockerungserwartungen veranlassen – und dem USD wenn überhaupt eine nur kurzlebige Erholungsrallye bescheren.