Ricardo Evangelista – Senior Analyst, Active Trades
Der Goldpreis stieg am Mittwoch im frühen Handel leicht an, konsolidierte sich über der Marke von 3.750 USD und blieb nahe dem Rekordhoch, das er in der vorangegangenen Sitzung erreicht hatte.
Das Edelmetall profitiert von einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Anlagen, da die Spannungen in Osteuropa und im Nahen Osten eskalieren, nachdem es zu mehreren Zwischenfällen mit russischen Flugzeugen und Drohnen gekommen ist, die in den Luftraum der NATO eingedrungen sind, sowie aufgrund der anhaltenden Offensive Israels im Gazastreifen. Die zunehmenden geopolitischen Turbulenzen verschärfen die bestehenden Risiken und verstärken zusammen mit der durch Zölle ausgelösten wirtschaftlichen Unsicherheit die Attraktivität von Gold, das viele Anleger als ultimative Fluchtwährung betrachten.
Gold erfährt Unterstützung durch Erwartung weiterer Zinssenkungen
Gleichzeitig erhält Gold zusätzliche Unterstützung durch die Erwartung, dass die US-Notenbank vor Jahresende zwei weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte vornehmen wird, denen 2026 weitere folgen sollen. Dieser zurückhaltende Ausblick ist negativ für den Dollar und aufgrund der inversen Preiskorrelation zwischen den beiden Vermögenswerten positiv für Gold. Gleichzeitig schürt er die Sorge, dass die Inflation zurückkehren könnte – ein Szenario, das einen optimistischen Ausblick untermauert und den Weg für weitere Gewinne beim Edelmetall ebnen könnte.