Den achten Monat in Folge hat die chinesische Zentralbank ihre Goldreserven im Juni erhöht. Und das obwohl gelbe Metall nach wie vor in der Nähe seines Rekordhochs von rund 3.500 USD je Unze notiert.
Anfang dieser Woche veröffentlichten Daten zufolge nämlich erwarb die People’s Bank of China vergangenen Monat 70.000 Unzen Gold. Damit hat Peking nun seit Beginn der jüngsten Käufe im November 2024 seine Goldreserven um 1,1 Mio. Unzen oder 34,2 Tonnen erhöht.
Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn jetzt immer noch 25% im Plus, was nach Meinung von Beobachtern vor allem auf die nach wie vor hohe Nachfrage von Seiten der Notenbanken weltweit zurückzuführen ist. Aber auch die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere im Nahen Osten, sorgen dafür, dass das gelbe Metall nach wie vor als Sicherer Hafen gefragt ist – genau wie die erratische Handelspolitik der USA unter US-Präsident Trump.
Gold lief zuletzt eher seitwärts
Zwar läuft Gold seit einiger Zeit eher seitwärts, doch gerade die fortlaufenden Käufe der Zentralbanken, dürften den Preis auch in Zukunft stützen. Anhaltende Bedenken um ein weiteres Aufblähen der Schuldenblase in den USA und ein schwächerer US-Dollar führen dazu, dass weitere Nationen darüber nachdenken, aus US-Assets zu rotieren.
Peking gehörte schon in den vergangenen Jahren zu den größten Goldkäufern, da die chinesischen Behörden schon vor Längerem beschlossen, ihre Reserven stärker zu diversifizieren. Die letzten Käufe der People’s Bank of China folgen auf eine Pause von sechs Monaten, nachdem man zuvor die Goldbestände 18 Monate in Folge ausgebaut hatte.