Fairchild Gold Corp. (TSXV: FAIR; Deutschland: Y4Y) hat den Eingang eines aktualisierten technischen Berichts gemäß kanadischem Standard NI 43-101 für sein Gold- und Silberprojekt Golden Arrow in Nevada gemeldet. Der Bericht wurde von RESPEC (Reno, Nevada) erstellt und ist laut Unternehmen ein zentraler Baustein, um die zuvor angekündigte Akquisition der Liegenschaft formal abzuschließen. Für Fairchild Gold ist das Dokument aber weit mehr als eine Pflichtübung: Es bündelt Ressourcendaten, Modellannahmen und eine Preis-Sensitivität in einem standardisierten Rahmen und soll als Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte dienen.
Fairchild Gold: Golden Arrow-Ressourcen mit Gold und Silber
Im Report werden die gesamten Gold- und Silberressourcen für Golden Arrow in den Kategorien Measured, Indicated und Inferred ausgewiesen. Für die Kategorie Measured (gemessen) nennt Fairchild Gold 2.198.000 Tonnen mit einem Goldgehalt von 0,025 oz Au/ton, das entspricht rund 0,86 g/t Au, und 54.000 Unzen enthaltenem Gold. Bei Silber werden 0,37 oz Ag/ton und 822.000 Unzen Silber ausgewiesen.
In der Kategorie Indicated (angezeigt) umfasst Golden Arrow 12.897.000 Tonnen bei 0,019 oz Au/ton (≈ 0,65 g/t Au) mit 241.000 Unzen Gold sowie 0,27 oz Ag/ton und 3.504.000 Unzen Silber.
Addiert als Measured & Indicated ergibt sich eine Tonnage von 15.376.000 tons bei 0,019 oz Au/ton (≈ 0,65 g/t Au) und 296.000 Unzen Gold. Der Silbergehalt wird hierfür mit 0,28 oz Ag/ton und 4.362.000 Unzen angegeben.
Die Inferred-Ressource (geschlussfolgert) wird mit 8.648.000 tons ausgewiesen. Der Goldgehalt liegt bei 0,007 oz Au/ton (≈ 0,24 g/t Au) mit 60.000 Unzen Gold; für Silber nennt der Bericht 0,27 oz Ag/ton und 2.322.000 Unzen.
Für den Cut-off – erst ab diesem Gehalt wird vorhandenes Gold in die Ressourcenberechnung einbezogen – nennt Fairchild Gold variable Grenzgehalte, die im Bericht auf 0,005 oz AuEq/ton für Oxidmaterial und 0,006 oz AuEq/ton für Sulfidmaterial basieren. Die Zusammenstellungen umfassen Modellblöcke innerhalb von bei 3.000 US-Dollar optimierten Gruben, wobei die Durchschnittsgehalte als gewichtete Mittelwerte blockverdünnter Gehalte in den Grubenoptimierungen beschrieben werden.
Preis-Sensitivität: Was sich bei 2.400 bis 3.900 US-Dollar je Unze verändert
Ergänzend zu den Basis-Tabellen zeigt der Report eine Sensitivitätsbetrachtung, in der Ressourcen bei einem einheitlichen Cut-off von 0,005 oz AuEq/ton innerhalb jeweils optimierter Gruben für verschiedene Goldpreisannahmen ausgewiesen werden. Die Tabellen sind laut Report nicht direkt mit den Ressourcen bei variablen Cut-offs vergleichbar, da die Methodik und die Zusammenfassung von Oxid- und Sulfidmaterial abweichen.
Bei 2.400 US-Dollar je Unze werden für Measured & Indicated 13.247.000 tons mit 0,020 oz Au/ton (≈ 0,69 g/t Au) und 264.000 Unzen Gold genannt. In der Kategorie Inferred stehen 6.165.000 Tonnen bei 0,007 oz Au/ton (≈ 0,24 g/t Au) mit 43.000 Unzen Gold.
Im Basis-Sensitivitätsfall bei 3.000 US-Dollar werden 15.376.000 Tonnen Measured & Indicated bei 0,019 oz Au/ton (≈ 0,65 g/t Au) und 296.000 Unzen Gold ausgewiesen; in der Kategorie Inferred sind es in dieser Darstellung auf 9.402.000 Tonnen bei 0,007 oz Au/ton (≈ 0,24 g/t Au) mit 61.000 Unzen Gold. Die Menge des enthaltenen Silbers beträgt dann 4,365 Mio. Unzen Measured & Indicated sowie 2,463 Mio. Unzen Inferred. Silber erreicht laut dem der Bericht wie erwähnt 0,27 oz Ag/ton und 2.322.000 Unzen.
Bei höheren Preisannahmen wachsen die in den optimierten Gruben tabellierten Tonnagen allerdings noch einmal signifikant. Für 3.900 US-Dollar etwa weist die Sensitivität 16.427.000 Tonnen Measured & Indicated (0,019 oz Au/ton ≈ 0,65 g/t Au; 308.000 Unzen Gold) sowie 11.068.000 Tonnen Inferred (0,006 oz Au/ton ≈ 0,21 g/t Au; 71.000 Unzen Gold) aus. Auch bei Silber steigen die Werte noch einmal deutlich, liegen dann bei 4,586 Mio. Unzen Measured & Indicated sowie bei 2,9 Mio. Unzen Inferred!
Der Report betont zugleich, dass solche höheren Preisfälle lediglich die Sensitivität gegenüber Goldpreisschwankungen demonstrieren und Fairchild Gold nicht auf zukünftige Preissteigerungen als Prämisse angewiesen sein will.
Nach der Übernahme: PEA, Metallurgie-Fokus und Bulk Sampling als Arbeitspaket
Nach Abschluss der Akquisition will Fairchild Gold mehrere Schritte anstoßen. Erstens soll eine PEA (Preliminary Economic Assessment, vorläufige Betrachtung der Wirtschaftlichkeit) gestartet werden, bei der die Metallurgie besonders im Mittelpunkt stehen soll. Zweitens plant das Unternehmen die Entnahme von Großproben (Bulk Sampling), um einen auffälligen Befund aus historischen Column-Tests besser zu verstehen: Dort wurden berechnete Kopfgehalte („head grades“) von 0,039 bis 0,077 oz Au/ton berichtet. Umgerechnet entspricht das etwa 1,34 bis 2,64 g/t Au – und damit deutlich höheren Werten als die im aktuellen Ressourcenmodell ausgewiesenen durchschnittlichen Goldgehalte. Fairchild Gold will nachvollziehen, warum diese historischen Tests höher lagen, und zugleich in weiterer metallurgischer Arbeit klären, welchen Einfluss Goldgehalt und Sulfidanteil auf Heap-Leach-Ausbringungen haben.
Drittens kündigt Fairchild Gold eine systematische Durchsicht und Priorisierung des Explorationsziel-Inventars an. Executive Chairman Nikolas Perrault (CFA) ordnet den eingereichten Technical Report als Grundlage ein, um die Übernahme zügig abzuschließen und Golden Arrow anschließend technisch in Richtung Minenentwicklung weiter voranzubringen.
Fairchild Gold setzt allerdings nicht nur auf Golden Arrow, sondern hält auch noch die Projekte Nevada Titan (Goodsprings Bergbaudistrikt; historische Kupfer-Gold-PGE- Vorkommen) sowie Carlin Queen, ein Gold-Silber-Projekt an der Schnittstelle der Goldtrends Carlin und Midas-Hollister. Mit dem aktualisierten NI 43-101-Report liegt nun ein konsolidierter, formaler Datenrahmen vor, der Golden Arrow innerhalb dieser Pipeline als nächstes Arbeitsfeld strukturiert.