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1. Rückblick

Seit dem letzten großen Tiefpunkt bei 1.160 USD am 16.August 2018 konnte der Spot-Goldpreis innerhalb von knapp 20 Monaten bis auf 1.747 USD ansteigen. Vom damaligen Tiefpunkt bis zum aktuellen Hochpunkt am 14.April 2020 konnte Gold demnach um 587 USD bzw. 50,6% zulegen. Theoretisch entspricht dies einer atemberaubenden Jahresrendite von über 30% p.a.. Langfristig betrachtet steigt der Goldpreis jedoch „nur“ um durchschnittlich ca. 7-9% pro Jahr an. Die letzten eineinhalb Jahre waren also von einem außerordentlich starken Goldpreis geprägt.

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WTI schließt gestern erstmals in der Geschichte im negativen Bereich. Ölpreis (WTI) im wahrsten Sinne des Wortes ins bodenlose gefallen. Der Mai-Future schloss ein Tag vor Fälligkeit bei -13.80 $ pro Barrel. Seitweise war lag das schwarze Öl sogar bei -37 $. Seit Einführung der Future Märkte 1985 hat es sowas noch nie gegeben. Der Coronavirus hat dem Ölmarkt den Rest gegeben und führte zu dem gegenwärtigen Angebots-und Nachfrageschock.

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Von Joe Foster, Portfolio Manager and Strategist

Gold übertrifft während des Markteinbruchs andere Anlageklassen

Gold ließ während der jüngsten Abverkäufe an den Märkten die meisten Anlageklassen hinter sich. Das gelbe Edelmetall beendete den Monat März mit einem leichten Verlust von 8,51 USD (-0,5%) und schloss bei 1577,18 USD je Feinunze. Zu Beginn des Monats markierte Gold am 9. März mit 1703 USD den höchsten Stand seit sieben Jahren. Allerdings taten sich Fonds wie schon während des Börsencrashs 2008 schwer, ihre Verlierer abzustoßen, und sie sind nun verzweifelt auf der Suche nach Liquidität. Da sich die Panik an den Märkten ausweitete, wurde auch Gold abgestoßen, um Nachschussforderungen, Rücknahmen und die Umsetzung einer defensiveren Positionierung zu finanzieren. Das Monatstief von 1451 USD wurde am 16. März erreicht und war wohl der rasanteste Rückgang über 250 USD in der Geschichte des Edelmetalls. Nach der zweiten Notfall-Zinssenkung durch die U.S. Federal Reserve (Fed) stieg der Goldpreis wieder sprunghaft an. Am 23. März, nachdem die Fed beispiellose Programme zur Ausweitung ihrer Wertpapierkäufe und zur Einrichtung von Krediten für Unternehmen, Kleinunternehmer, Gewerbehypotheken, US-Bundesstaaten, Kommunen und Verbraucher bekannt gab, zog der Preis weiter an. Außerdem signalisierte die Fed unbegrenzte Käufe von Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren (auch bekannt als quantitative Lockerung bzw. QE). Allerdings setzten sich die Kursverluste an den Aktienmärkten fort, denn die Anleger wissen nur zu gut, dass die Fed keine Kreuzfahrttickets kaufen, Sportstadien füllen oder Restaurants besuchen kann. Das ist letztlich aber genau das, was die Wirtschaft braucht. Ein Großteil der Bemühungen der Fed konzentriert sich auf massive Liquiditätsspritzen für die Kreditmärkte, an denen es zu Engpässen gekommen war. Sogar bei US-Staatsanleihen wurde die Lage problematisch: Sie wurden an manchen Tagen zusammen mit Aktien abgestoßen. Gold fungiert als Absicherung sowohl gegen die Turbulenzen an den Märkten als auch gegen eine Inflation, die das Endergebnis all dieser Interventionen sein könnte. Bis zum 26. März, als die US-Regierung ein Konjunkturprogramm in Höhe von 2,2 Billionen USD verkündete, das die bestehende jährliche Haushaltslücke von 1 Billion USD leicht in den Schatten stellt, verteidigte das Edelmetall seine Gewinne.

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von Joe Foster, Portfolio Manager

Obwohl das Ergebnis dieser jüngsten Verkaufswelle und der damit verbundenen Pandemie noch nicht absehbar ist, bleiben wir hinsichtlich der Aussichten für Gold und Goldaktien in der nahen Zukunft optimistisch. Die Marktbewegung bei den Goldpreisen ist größtenteils relativ einfach zu erklären, da die Goldunternehmen unserer Meinung nach weiterhin wirklich attraktive Fundamentaldaten und Bewertungen aufweisen. Im Hinblick auf die Pandemie treffen die Unternehmen alle Vorsichtsmaßnahmen. Obwohl wir davon ausgehen, dass einige Betriebe betroffen sein werden, deuten die Gespräche, die wir mit den Unternehmen geführt haben, darauf hin, dass alle Anstrengungen unternommen werden, sicherzustellen, dass Lagerbestände, Versorgungslinien, die Gesundheit der Mitarbeitenden und zusätzliche Ressourcen vorhanden sind, um die Produktion aufrechtzuerhalten.