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Der Goldpreis bleibt weiterhin stabil und das trotz der Tatsache, dass der US Dollar deutlich gestiegen ist. Dies ist bereits ein Zeichen dessen, dass ein erhöhtes Risiko eine besondere Rolle spielt.

US DOLLAR STEIGT RISIKOBEDINGT WEITER

Der US Dollar Index ist wieder in den Rahmen seines Aufwärtstrends gestiegen. Damit hat er nun einen Großteil seiner letzten Korrektur wieder abgebeben. Das nächste Ziel könnte sich im Bereich des Hochs aus dem Jahr 2019 bei 99,6 Punkten befinden. Im Grunde genommen hat der Index seinen langfristigen Aufwärtstrend noch gar nicht verlassen, denn jedes Korrekturtief lag bisher höher als das letzte. Hauptsächlicher Grund für den Anstieg könnte die Schwäche in den anderen Währungen sein, denn diese Länder dürften anfälliger auf Konjunkturschwächen ausgehend vom Coronavirus reagieren. Zudem ist der US Dollar in solchen Zeiten als Safe-Haven Währung der Favorit.

US DOLLAR INDEX CHART AUF TAGESBASIS

Quelle: TradngView

COT SENTIMENT SIGNALISIERT VORSICHT

Der steigende US Dollar (DXY) hindert allerdings den Goldpreis nicht daran, stabil zu bleiben. Man möge sich vorstellen, was mit dem Goldpreis passiert, wenn der US Dollar zu einer starken Korrektur ansetzt? Vorausgesetzt das Coronavirus-Risiko besteht dann ebenso weiterhin. Dass beide steigen, US Dollar und der Goldpreis, signalisiert eine erhöhtes Marktrisiko. Spekulanten an den Terminbörsen sind weiterhin stark long, wie der Chart unten deutlich macht. Das hingegen ist kein Garant für weiter steigende Preise, sondern eher ein Kontraindikator. Dennoch, Extrempositionen können über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, ehe es tatsächlich auch im Preis abwärts geht.
Das zuletzt fallende Open Interest lässt allerdings auch darauf schließen, dass das Volumen der offenen Kontrakte zurück geht. Einen Teil des letzten Spikes in Richtung der Kurszone bei 1.600 USD können wir dem USA-Iran-Konflikt beimessen. Nachdem dieser in den Hintergrund gerückt ist, ist auch das Open Interest im COT-Sentiment auf das Normalniveau zurück gegangen (obere Linie im Chart unten). Ab hier wird es nun interessant. Fallen beide in Kürze, Nettolong-Positionen (untere Linie) und das OI, könnte es eine Korrektur im Goldpreis signalisieren. Charttechnisch betrachtet, sollte man dabei die Kurszone bei 1.535 USD je Feinunze als ersten wichtigen Unterstützungsbereich im Blick behalten. Nach oben hin ist die runde Marke bei 1.600 USD je wichtige.

GOLDPREIS PROGNOSE MIT COT SENTIMENT-DATEN

Quelle: TradingView

GOLD SILVER RATIO IM LANGFRISTIGEN AUFWÄRTSTREND

Auch der Blick auf die Gold Silver Ratio verrät, dass wir es hier mit einer reinen Outperformance von Gold zu tun haben und andere Rohstoffe haben das Nachsehen. Im Rahmen eines stabilen und fundamental begründeten Aufwärtstrends bei Rohstoffen, der nicht bloss auf erhöhte, ökonomische Risiken zurück geht und zum Teil durch einen fallenden US Dollar begründet ist, fällt die Gold-Silver Ratio in der Regel. Diese ist aber kein Mal aus ihrem langfristigen Aufwärtstrend herausgekommen und signalisiert damit, dass Faktoren am Werk sind, die im Grunde genommen nicht nachhaltig sind.

GOLD SILBER RATIO AUF WOCHENBASIS

Quelle: TradingView

FAZIT GOLDPREISANALYSE

Der größte Treiber des Goldpreises sollte eine steigende, globale Inflation sein bzw. fallende Realrenditen. Diese könnten wir zwar vereinzelt aufgrund der fallenden Zinsen sehen, doch das ist als Inflationsschutz nicht genug, insbesondere, wenn der Aktienmarkt anstelle der Zins-Rendite die bessere Performance verspricht. Die vielen negativen Gründe der letzten beiden Jahre wie etwa Brexit, Handelsstreit, Iran-Konflikt und nun Coronavirus berechtigen die aktuellen Niveaus im Goldpreis, doch sie sind nicht der Faktor, der den Goldpreis unter normalen Umständen als Asset-Klasse zum Favoriten macht.

Wie oben gesagt, sollte das eine steigende Inflation sein sowie ein fallender US Dollar. Die übrigen Indikatoren wie etwa das COT Sentiment und die Gold-Silber-Ratio bestätigen, dass der aktuelle Trend auf Einmal-Faktoren basiert, die jedoch über einen längeren Zeitraum hintereinander eingetroffen sind. Dies könnte den Trend damit anfälliger machen, sofern die Risiken unter den Erwartungen verlaufen

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