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Nachdem es Anfang August zu einem wichtigen Hoch am Silbermarkt bei 29,80 US-Dollar gekommen war, korrigierten die Preise in der Folge deutlich und fielen Mitte September bis auf 21,66 US-Dollar zurück. Seit nunmehr vier Wochen bemühen sich die Edelmetalle an einer Gegenbewegung bzw. Erholung.

Nach anfänglicher Dynamik ist daraus mittlerweile aber ein tückisches und vor allem sehr zähes Seitwärtsgeschiebe geworden. Jeder Ausbruchsversuch nach oben scheitert, während die Bären auf der Unterseite auch keine Landgewinne verzeichnen können.

Silber handelt primär zwischen 24 und 25 US-Dollar, während Gold zwischen 1.890 und 1.925 US-Dollar hin und her zuckt.

Kurzfristige Trader tun sich in dieser Phase extrem schwer und langfristig orientierte Anleger werden zunehmend irritiert.

Letztlich macht der Edelmetall-Sektor aber genau das, was jeder Markt nach einer spektakulären Aufwärtsbewegung inklusive Übertreibungsphase machen würde:

Er verdaut den Anstieg und wirft die schwachen Hände sowohl über die Preis- als auch über die Zeitachse ab. Angesichts der trendlosen Phase sowie der bevorstehenden US-Wahlen gibt es momentan kein Bedarf voreilig zu Handeln.

Die Möglichkeit, dass Gold und Silber nochmal eine Etage tiefer tauchen, ist weiterhin vorhanden. Sollte es dazu kommen würde sich nochmals eine sehr gute Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheit bieten.

Beim Silber wären Kurse unterhalb von 21 US-Dollar und beim Gold um oder unterhalb von 1.800 US-Dollar im Falle einer nochmaligen Korrektur-Welle zu erwarten. Insgesamt verfolgt man das aktuelle Geschehen derzeit am besten geduldig und abwartend bis sich zumindest auf dem Tageschart die nächste überverkaufte Situation ergibt.

Silberpreis in US Dollar – Ideale Kaufzone zwischen 18,50 und 21,50 US-Dollar

Mit 21,66 US-Dollar erreicht der Silberpreis zuletzt am 24.September ein wichtiges Tief. Seitdem kam es zu einer Erholung, welche bislang in der Spitze bis 25,56 US-Dollar reichte. Trotz dieser vorübergehenden Zugewinne in Höhe von 18% kann man aber bislang nicht von einem neuen Aufwärtstrend sprechen.

Vielmehr schiebt sich der Silberpreis seit gut zwei Wochen ähnlich wie der Goldpreis zäh und seitwärts durch den Chart. Zwar gibt es unterm Strich bislang höhere Tiefs, auf der Oberseite blockt aber die Widerstandszone um 25,50 US-Dollar jeden Ausbruchsversuch ab.

Außerdem handelt der Silberpreis seit einem Monat unterhalb seiner 50-Tagelinie (25,63 US-Dollar). Auf der Unterseite muss die grüne Aufwärtstrendlinie der letzten vier Wochen daher unbedingt halten.

Mit etwas gutem Willen lässt sich dann zumindest kurzfristig ein aufsteigendes Dreieck erkennen, welches mit Kursen oberhalb von 25,60 US-Dollar nicht nur aufgelöst wäre, sondern dann wohl auch eine Fortsetzung der Erholung in Richtung 27,00 US-Dollar freischalten würde.

Rutschen die Silberkurse jedoch unter die grüne Aufwärtstrendlinie (aktuell ca. 24,25 US-Dollar), dürfte es ähnlich wie Mitte September zu einem weiteren scharfen Ausverkauf kommen.

Dieser sollte dann die steigenden 200-Tagelinie (19,72 US.-Dollar) als Ziel anpeilen.

Damit würde sich im Bereich 18,50 bis 21,50 US-Dollar eine ideale Kaufzone ergeben, um von der vorübergehenden Schwäche am Silbermarkt zu günstigen Einstiegskursen zu profitieren. Dieses technische Szenario würde vermutlich vor allem dann greifen, wenn eine der beiden Parteien die US-Wahl anfechten sollte.

Ebenso könnte ein Sieg von Präsident Trump die Aktienmärkte in Partylaune versetzen, womit der Edelmetall-Sektor vorübergehend unter Druck geraten würde.

Insgesamt empfiehlt sich weiterhin eine geduldige und abwartende Haltung, denn eine überverkaufte Lage ist weder auf dem Tages- noch auf dem Wochenchart auszumachen. Es werden aber neue Kaufchancen kommen.

Momentan ist man jedenfalls gut beraten, diesem konfusen Seitwärtsgeschiebe fernzubleiben.

Silber in Euro: Kauflimit weiterhin unterhalb von 20-Euro

Auf Euro Basis hat der Silberpreis im September bei 18,60 Euro seinen Tiefpunkt gefunden. Das empfohlene Kauflimit unterhalb von 20,00 Euro hat also zwischen dem 23.September und dem 7.Oktober mehrmals problemlos gegriffen.

Da die Möglichkeit eines erneuten Rücksetzer weiterhin besteht, gibt es keinen Grund das Limit anzuheben.

Die immer noch relativ weit entfernte, aber steigende 200-Tagelinie (17,30 Euro) macht vielmehr klar, dass der Silberpreis wohl noch mehr Zeit benötigt und durchaus ein zweites Mal unter 20 Euro rutschen dürfte.

Autor: Florian Grummes
Technischer Analyst
www.goldnewsletter.de